DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Anouk Vergé-Dépré und Joana Heidrich sind im Halbfinal chancenlos.
Anouk Vergé-Dépré und Joana Heidrich sind im Halbfinal chancenlos.
Bild: keystone

Heidrich/Vergé-Dépré spielen um Bronze: «Wir werden kämpfen bis zum Umfallen»

Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré bleiben im Halbfinal gegen die Amerikanerinnen April Ross/Alexandra Klineman chancenlos und verlieren 12:21, 11:21. Jetzt heisst es: abhaken und im Spiel um Bronze zu alter Stärke zurückzufinden.
05.08.2021, 07:03

Ein Sieg gegen Ross/Klineman wäre für Vergé-Dépré «ein riesen, riesen, riesen Exploit gewesen. Sie mussten gewinnen, wir durften. Das muss man so einordnen.»

Die 39-jährige Ross ist eine grosse Figur im Beachvolleyball. Sie schaffte mit dem Halbfinalsieg das Kunststück, nach Silber 2012 in London und Bronze 2016 in Rio de Janeiro zum dritten Mal in Folge eine Olympia-Medaille zu gewinnen - und dies mit der dritten Partnerin.

Überraschend war allerdings, dass Heidrich/Vergé-Dépré dermassen auf verlorenem Posten standen. Schliesslich sind sie als Nummer 4 der Welt das bestklassierte Duo, das im olympischen Turnier noch dabei ist. «Sie liessen nie nach, machten von Anfang bis Ende Druck», zollte Heidrich den Gegnerinnen Respekt.

Erschwerend kam hinzu, dass die Schweizerinnen nie ins Spiel fanden und stets Rückständen hinterher liefen. Im ersten Durchgang stand es rasch 3:10 aus ihrer Sicht, im zweiten 5:10. Das machte es der erfahrenen Ross und der 1.95 m grossen Blockerin Klineman selbstredend einfacher.

«Wir versuchten bis am Schluss, als Team eine Lösung zu finden», sagte Heidrich. Es habe heute jedoch nichts zusammengepasst und das sei mega frustrierend. Vergé/Dépré ergänzte: «Wir können uns nichts vorwerfen, haben alles reingelegt, was möglich war, es reichte heute einfach nicht.»

Dass Gute ist, dass die beiden eine weitere Chance erhalten, der Schweiz die zweite Olympia-Medaille im Beachvolleyball nach der Bronzenen von Patrick Heuscher und Stefan Kobel 2004 in Athen zu bescheren. Sie treffen in der Nacht auf Freitag auf die Lettinnen Tina Graudina/Anastasija Kravcenoka, die Nummer 23 der Welt, die zuletzt in Gstaad Rang 4 erreichten und die gute Form in Tokio bestätigten. 2019 hatten Graudina/Kravcenoka EM-Gold geholt.

Dennoch sind Heidrich/Vergé-Dépré, die Europameisterinnen von 2020, leicht zu favorisieren. Die zwei bisherigen Duelle, beide im vergangenen Jahr, gewannen sie - eines im dritten Satz. Es wird interessant sein, wie die Zürcherin und die Bernerin mit der Favoritenrolle und dem Druch umgehen. Sind sie in der Lage, wieder an die starke Leistung des Viertelfinals gegen die Brasilianerinnen Ana Patricia/Rebecca (21:19, 18:21, 15:12) anzuknüpfen?

Diesbezüglich gilt es, die richtigen Schlüsse aus dem schwachen Auftritt im Halbfinal zu ziehen. «Die Karten werden neu gemischt», sagte Heidrich und versprach: «Wir werden kämpfen bis zum Umfallen.» (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio

1 / 96
Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio
quelle: keystone / martin meissner
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Geburtsblind und Marathon-Läuferin? Das geht!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Mirakulöser Heinz Lindner rettet dem FC Basel gegen Qarabag FK einen Punkt

Der FC Basel kommt zum Auftakt der Gruppenphase in der Conference League zu einem Punkt. Die Basler spielen in Baku gegen Karabach Agdam nach einer offensiv harmlosen Vorstellung 0:0.

Die Basler konnten in der Hauptstadt Aserbaidschans zu selten das Spiel diktieren und kamen so kaum zu gefährlichen Aktionen. Die beste Möglichkeit der Mannschaft von Patrick Rahmen vergab Raoul Petretta kurz vor der Pause. Der Aussenverteidiger, ein Basler Aktivposten, scheiterte mit seinem Schuss aus spitzem Winkel am Goalie von Karabach, Schachrudin Magomedalijew.

Dass es dem FCB zumindest zu einem torlosen Remis reichte, verdankte er etwa halb seiner Defensive, halb der gegnerischen …

Artikel lesen
Link zum Artikel