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Olympia 2022: Andri Ragettli nach Rang 4 im Slopestyle bitter enttäuscht

Andri Ragettli of Switzerland is disappointed after the men's ski freestyle slopestyle final at the 2022 Winter Olympics in Zhangjiakou, China, on Wednesday, February 16, 2022. (KEYSTONE/Peter Kl ...
Im Ziel ist Andri Ragettli ein Häufchen Elend.Bild: keystone

Ragettli: «Ich werde verdammt hart arbeiten, damit es in 4 Jahren Freudentränen sind»

Für die Schweizer Freestyler setzt es im Slopestyle-Final eine Enttäuschung ab. Andri Ragettli, der Beste der Qualifikation, fliegt ebenso an den Medaillen vorbei wie Fabian Bösch. Olympiasieger wird mit Alexander Hall ein Amerikaner, der in der Schweiz aufgewachsen ist.
16.02.2022, 05:4216.02.2022, 06:29

Viel fehlte nicht zur ersten Olympia-Medaille von Andri Ragettli. Am Ende lag der 23-Jährige aus Flims 1,85 Punkte hinter dem Schweden Jesper Tjader, der Bronze holte, so dass dem Bündner nur der undankbare 4. Platz blieb.

Ragettli zeigte zwei gute Läufe, schaffte es aber nicht, sich im Vergleich zur Qualifikation noch einmal zu steigern. Im ersten Run gelang ihm ein Rail-Abschnitt nicht ganz nach Wunsch, im zweiten Lauf, seinem besten, bekundete er beim zweiten Sprung Mühe mit dem Grab, was ihn letztlich die Medaille kostete. Im dritten und letzten Versuch, als er alles riskieren musste, missglückte Ragettli bereits der erste Sprung, womit der Traum von Edelmetall platzte.

Rückkehr nach schwerer Verletzung

Ragettli verpasste es damit, sein grandioses Comeback mit einer Olympia-Medaille zu krönen. Der Bündner hatte im letzten Frühjahr an den Weltmeisterschaften in Aspen nach Slopestyle-Gold bei einem Sturz im Big-Air-Final eine schwere Knieverletzung erlitten. Er gewann den Wettlauf mit der Zeit und kehrte Mitte Januar mit einem Sieg in den Weltcup zurück.

«Es ist ein 4. Platz, da bin ich bin natürlich enttäuscht. Es wäre komisch, wenn jemand, der so tickt wie ich, einen 4. Platz zelebriert», sagte Ragettli. Der Weltmeister vergass im Moment der Enttäuschung aber nicht, wo er herkam: «Auf meine Leistung bin ich trotzdem stolz. Indem ich es an die Spiele geschafft habe, habe ich das Unmögliche möglich gemacht.»

2018 in Pyeongchang hatte Ragettli als Siebter Tränen in den Augen und auch dieses Mal blieben diese nicht trocken. Im SRF-Interview kündigte er an, es weiter zu versuchen. «Ich werde verdammt hart dafür arbeiten, damit es in vier und in acht Jahren Freudentränen sein werden.»

Bösch enttäuscht über Kampfrichter

Fabian Bösch zeigte einen guten ersten Run, der – ähnlich wie in der Qualifikation – aber relativ tief bewertet wurde und ihm «nur» 78,05 Punkte einbrachte. Eine Steigerung gelang dem 24-Jährigen aus Engelberg danach nicht mehr, weil er jeweils bereits in der Rail-Section patzte.

Fabian Boesch of Switzerland in action during the third run of the men's ski freestyle slopestyle final at the 2022 Winter Olympics in Zhangjiakou, China, on Wednesday, February 16, 2022. (KEYSTO ...
Fabian Bösch hebt ab.Bild: keystone

«Ich bin stolz auf meine Leistung und enttäuscht über die Bewertung. Ich und auch unsere Trainer können sie nicht nachvollziehen», sagte Bösch. Der Qualifikations-Achte Kim Gubser konnte wegen einer Oberschenkelverletzung nicht zum Final antreten.

Gold sicherte sich der in der Schweiz aufgewachsene Amerikaner Alexander Hall. Nicholas Goepper sorgte mit Silber für einen amerikanischen Doppelsieg. Ebenfalls leer ausging der Big-Air-Olympiasieger Birk Ruud aus Norwegen, der sich im letzten Versuch zwischen Ragettli und Bösch auf Rang 5 schob. (ram/sda)

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