Wirtschaft
Banken

Guy Lachapelle soll neuer Raiffeisen-Präsident werden.

Guy Lachappelle soll den Raifeissen-VR präsidieren.
Guy Lachappelle soll den Raifeissen-VR präsidieren.Bild: zvg

Guy Lachappelle von der Basler Kantonalbank soll neuer Raiffeisen-Präsident werden

Der CEO der Basler Kantonalbank ist einziger Kandidat für das höchste Amt der angeschlagenen Raiffeisenbank.
13.09.2018, 19:0514.09.2018, 06:35
david sieber / bz basel

Eine Bestätigung ist natürlich nicht zu erhalten, doch gut informierte Kreise sind sich sicher: Guy Lachappelle, seit 2013 CEO der Basler Kantonalbank (BKB), wechselt nach St.Gallen. Dort, am Hauptsitz von Raiffeisen, soll er als Verwaltungsratspräsident in einem 50-Prozent-Pensum die Rückbesinnung der Bank auf ihre genossenschaftlichen und regionalen Wurzeln einleiten – und damit mit der Ära Pierin Vincenz, dem einst gefeierten und tief gefallenen Ex-CEO, endgültig abschliessen.

Allerdings steht die Wahl noch aus. Diese nimmt der Verwaltungsrat heute Freitag vor. Das Ergebnis soll am Abend nach Börsenschluss bekanntgegeben werden.

Die Wahl Lachappelles wäre eine Sensation. Zumal den 57-Jährigen niemand auf der Rechnung hatte. Für den in Oberwil lebenden Basler wäre es ein neuer Höhepunkt seiner Karriere. Derweil er die BKB mitten in einem Transformationsprozess verlassen würde.

Einerseits ist da die Digitalisierungsstrategie, die er angestossen hat, und andererseits die Implementierung der Bank Cler, vormals Bank Coop, welche die BKB übernommen hat. Gemäss der «NZZ» hat der Nominations- und Vergütungsausschuss der Raiffeisen rund 400 Dossiers geprüft. Darunter sei nicht einmal eine Handvoll für das Präsidentenamt qualifiziert gewesen. Befunden, so legen es Informationen der BZ nahe, wird heute nur über einen Namen: jenen von Lachappelle.

Köpferollen bei Raiffeisen – die Rücktritte im Überblick

1 / 15
Köpferollen bei Raiffeisen – die Rücktritte im Überblick
Raiffeisen-CEO Patrik Gisel hat am 18. Juli bekannt gegeben, dass er per Ende Jahr zurücktritt. Er wolle «die öffentliche Debatte um seine Person beenden und die Reputation der Bank schützen». Gisels Abgang ist der jüngste in einer ganzen Reihe von Rücktritten bei der krisengeschüttelten Raiffeisen.
quelle: keystone / walter bieri
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Neue Euro-Banknoten ab Anfang der 2030er Jahre
Die Gestaltung neuer Euro-Banknoten kommt voran. «Die neuen Banknoten sollen ab Anfang der 2030er Jahre schrittweise in Umlauf gebracht werden», teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mit.
Voraussichtlich Ende des laufenden Jahres will der EZB-Rat abschliessend über die Gestaltung der Scheine entscheiden. Einfliessen soll dabei auch das Votum von fast zehn Millionen Europäerinnen und Europäern, die sich an einer bis Anfang dieser Woche laufenden Online-Umfrage zum Design der künftigen Euro-Banknoten beteiligt haben.
Zur Story