Wirtschaft
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Knall bei Raiffeisen: CEO Patrik Gisel tritt zurück 



Die Affäre um den früheren Raiffeisenbanken-Chef Pierin Vincenz fordert das nächste Opfer. Konzernchef Patrik Gisel hat sich entschieden, seine Funktion als Vorsitzender der Geschäftsleitung auf Ende Jahr abzugeben.

Patrik Gisel, Vorsitzender der Geschaeftsleitung von Raiffeisen Schweiz, an einer Medienkonferenz anlaesslich der Delegiertenversammlung in Lugano, am Samstag, 16. Juni 2018. Das Treffen der Delegierten der Regionalverbaende steht im Zeichen der Aufarbeitung der Aera des ehemaligen CEO Pierin Vincenz. Dessen Geschaeftsfuehrung ist ins Visier von Finanzaufsicht und Justiz geraten. Die Delegierten duerften dabei ihrem Aerger ueber die nicht abbrechenden Negativ-Schlagzeilen Luft verschaffen. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Raiffeisen-CEO Patrik Gisel. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Mit diesem Schritt wolle er die öffentliche Debatte um seine Person beenden und die Reputation der Bank schützen, teilte Raiffeisen am Mittwoch mit. Gisel war in der Öffentlichkeit wegen der Affäre um das Geschäftsgebaren des früheren Raiffeisen-Chefs Pierin Vincenz wiederholt kritisiert worden.

Köpferollen bei Raiffeisen – die Rücktritte im Überblick

Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Vincenz wegen möglicher ungetreuer Geschäftsbesorgung. Der Banker soll bei Firmenübernahmen der Kreditkartengesellschaft Aduno und der Investmentgesellschaft Investnet ein Doppelspiel gespielt und persönlich abkassiert haben. Er sass deswegen während rund 15 Wochen in Untersuchungshaft. Vincenz bestreitet die Vorwürfe. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Nachfolger gesucht

Vincenz war 17 Jahre an der Spitze von Raiffeisen und prägte die drittgrösste Bankengruppe der Schweiz massgeblich. Sein Nachfolger Gisel leitet die Bank seit Oktober 2015 und wird seine Funktion noch bis Ende 2018 wahrnehmen. Damit soll ein geordneter Übergang sichergestellt werden. Der Raiffeisen-Verwaltungsrat hat den Auswahlprozess für einen neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung bereits eingeleitet.

Pierin Vincenz, CEO Raiffeissen orientiert an einer Medienkonferenz in Zuerich am Freitag, 28. Februar 2014 ueber das vergangene Geschaeftshjahr. Raiffeisen hat den Gewinn 2013 um fast 13 Prozent auf 717 Mio. Fr. gesteigert. Das bessere Ergebnis der nach UBS und Credit Suisse drittgroessten Schweizer Bankengruppe kam einerseits durch den Wegfall von ausserordentlichen Pensionskassenzahlungen, anderseits aber auch durch Ertragssteigerungen zustande. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Ex-Raiffeisen-CEO Pierin Vincenz. Bild: KEYSTONE

Die Suche erstreckt sich dabei nicht nur auf einen neuen Konzernchef. Anfang März hatte bereits Verwaltungsratspräsident Johannes Rüegg-Stürm wegen der «Affäre Vincenz» den Bettel hingeschmissen. Seither wird das Aufsichtsgremium interimistisch von Vizepräsident Pascal Gantenbein geleitet.

Die Integrität von Patrik Gisel steht für die Raiffeisen jedoch ausser Zweifel. Weder das im Juni 2018 abgeschlossene Enforcement-Verfahren der Finanzmarktaufsicht Finma, noch die Zwischenresultate der laufenden unabhängigen Untersuchung zur «Ära Pierin Vincenz» würden ihn aufsichtsrechtlich belasten, hält das Institut fest.

Der Fall Vincenz in der Übersicht:

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Bild: watson

(mlu/awp/sda)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Cmo 18.07.2018 09:42
    Highlight Highlight War abzusehen und leider nötig.
  • Scaros_2 18.07.2018 08:48
    Highlight Highlight Um die Reputation der Bank zu schützen? Wenn es dir wirklich darum ginge wärst du schon vor Monaten von der Bildfläche verschwunden.
  • Alterssturheit 18.07.2018 08:34
    Highlight Highlight Ob freiwillig oder nicht...jedenfalls eine gute Entscheidung. Der Stall muss komplett ausgemistet werden, bevor ein glaubwürdiger Neubeginn starten kann.
  • meliert 18.07.2018 08:21
    Highlight Highlight na endlich!
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 18.07.2018 08:20
    Highlight Highlight „...hat sich entschieden...“
    😂😂😂
    Nachdem ihm zurecht nur die Wahl gelassen wurde, selbst zu gehen oder gegangen zu werden.
    • Alterssturheit 18.07.2018 10:54
      Highlight Highlight Es dauert halt immer ein Weilchen, bis die Rechtsanwälte beider Parteien den Inhalt der Vertragsauflösung (primär den finanziellen Teil) ausgehandelt haben -:))
  • Jein 18.07.2018 08:09
    Highlight Highlight Der dringend nötige Neuanfang. Dass der Mann der 15 Jahre lang Schulter an Schulter mit Vincenz stand vom Ganzen nichts gewusst haben soll ist ohnehin ein Witz.
  • Crecas 18.07.2018 07:45
    Highlight Highlight Endlich...

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