Wirtschaft
Gesundheit

Nestlé weist Vorwürfe wegen Schwermetallen in Babynahrung zurück

Nestlé weist Vorwürfe wegen Schwermetallen in Babynahrung zurück

15.10.2026, 11:0215.10.2026, 11:02
FILE - Nestle's logo is displayed on a window, during the 2018 full-year results press conference of the food and drinks giant Nestle, in Vevey, Thursday, Feb. 14, 2019. Global food giant Nestle, ...
Konkret geht es um Babynahrung des Nestlé-Tochterfirma Gerber aus den USA. (Symbolbild)Bild: keystone

Nestlé weist die Vorwürfe des texanischen Generalstaatsanwalts wegen angeblich überhöhter Schwermetallwerte in Babynahrung seiner US-Tochter Gerber entschieden zurück. «Wir halten die Anschuldigungen für unbegründet», erklärte eine Sprecherin des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Ein US-Bundesgericht habe ähnliche Vorwürfe gegen Gerber bereits früher zurückgewiesen und die entsprechende Klage abgewiesen. «Wir möchten Eltern versichern, dass die Lebensmittel von Gerber sicher und nahrhaft sind», sagte die Sprecherin weiter.

Sämtliche Gerber-Produkte erfüllten die geltenden US-Vorschriften. Jedes Produkt werde auf mehr als 500 Gift- und Schadstoffe untersucht. Die Qualitätskontrollen gingen teilweise sogar über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Schwermetalle kämen natürlicherweise in der Umwelt vor und könnten von Pflanzen aufgenommen werden. «Schwermetalle lassen sich aus der Lebensmittelversorgung nicht vollständig entfernen», erklärte Nestlé. Gerber bemühe sich aber, deren Gehalt möglichst gering zu halten.

Mutmassliche Vorfälle vor über 7 Jahren

Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton hatte vergangene Woche Klage gegen Gerber und Nestlé USA eingereicht. Er wirft ihnen vor, Eltern über gefährliche Schwermetallwerte in Babynahrung getäuscht zu haben. Die beanstandeten Untersuchungen von Inhaltsstoffen betreffen insbesondere die Jahre 2017 bis 2019. Zudem verweist die Klage auf überhöhte Arsenwerte in zwei Reisbrei-Proben aus dem Jahr 2021.

Der Republikaner Paxton kandidiert bei den US-Kongresswahlen vom 3. November für den Senat. Im Wahlkampf macht er sein Vorgehen gegen Grosskonzerne zum Thema und kündigte auf seiner Kampagnenseite ausdrücklich an, gegen die Lebensmittel- und Pharmabranche vorzugehen.

Die Klage trifft Nestlé in einer schwierigen Phase für Gerber. Konzernchef Philipp Navratil hatte sich im Februar unzufrieden mit der Entwicklung der US-Babynahrungsmarke gezeigt und auf Marktanteilsverluste verwiesen. Nestlé wolle die Marke mit Innovationen wieder auf Wachstumskurs bringen, werde damit aber nicht unbegrenzt zuwarten, sagte er. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
GPT statt Finanzberater? Wo KI dir helfen kann und wo nicht
Portfolios zusammenstellen, Ausgaben analysieren oder Handelsstrategien umsetzen: KI kann längst mehr als Geldfragen beantworten. Was dir das bringt, wo es teuer werden kann und was du prüfen solltest, bevor du einem digitalen Helfer dein Geld anvertraust.
Letztens kam ein Herr zu mir in die Beratung – mit einem Portfolio, das ChatGPT für ihn zusammengestellt hatte. Auf den ersten Blick sah das interessant aus. Bis wir über seine persönlichen Ziele und seinen Umgang mit Risiken gesprochen haben. Dann stellte sich heraus: Das Risikoprofil des Portfolios passte nicht zu ihm.
Zur Story