Wirtschaft
Schweiz

Nationalbank macht 20,9 Milliarden Franken Gewinn – Bund und Kantone kriegen 6 Milliarden

Nationalbank macht 20,9 Milliarden Franken Gewinn – Bund und Kantone kriegen 6 Milliarden

01.03.2021, 07:3501.03.2021, 07:39

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für das Jahr 2020 einen definitiven Gewinn von 20,9 Milliarden Franken aus (VJ: 48,9 Mrd). Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug 13,3 Milliarden, auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 6,6 Milliarden Franken.

Und der Gewinn auf den Frankenpositionen betrug 1,3 Milliarden Franken, wie die SNB am Montag mitteilte. Die SNB hatte bereits Anfang Januar einen provisorischen Gewinn von rund 21 Milliarden vermeldet.

Bei der Schweizerischen Nationalbank türmen sich die Devisenreserven. (Symbolbild)
Die Kantone erhalten mehr Geld von der SNB.Bild: KEYSTONE

Die Nationalbank erhöhte die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 7,9 Milliarden Franken. Nach Berücksichtigung der vorhandenen Ausschüttungsreserve von 84,0 Milliarden Franken resultiert ein Bilanzgewinn von 96,9 Milliarden Franken. Dies ermöglicht eine Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie, was dem im Gesetz festgesetzten maximalen Betrag entspricht, sowie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von neu insgesamt 6 Milliarden Franken.

Die höhere Gewinnausschüttung wird aufgrund der neuen Vereinbarung zwischen dem Eidgenössischen Finanzdepartement und der SNB von Ende Januar vorgenommen. Sie ersetzt die Vereinbarung für die Geschäftsjahre 2016 bis 2020 aus dem Jahr 2016 sowie die Zusatzvereinbarung aus dem Jahr 2020.

Der auszuschüttende Betrag von insgesamt 6 Milliarden Franken geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone.

Nach diesen Auszahlungen wird die Ausschüttungsreserve laut SNB 90,9 Milliarden Franken betragen. (awp/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Nordkoreas berüchtigte Hacker – so arbeitet die Lazarus Group
1 / 24
Nordkoreas berüchtigte Hacker – so arbeitet die Lazarus Group
Die Lazarus Group schlägt weltweit zu...
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wenn Erwachsene mit Geld umgehen würden, wie es Kinder tun
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Ein neues AKW? «Nicht realistisch»
Die neue BKW-Produktionschefin Margarita Aleksieva warnt vor zu grossen Hoffnungen in neue Kernkraftwerke. Sie setzt auf bestehende AKW, Wind- und Wasserkraft – und fordert deutlich schnellere Bewilligungsverfahren.
In die Schweiz kam Margarita Aleksieva wegen eines Jobs beim damaligen Energieversorger Atel, der heute zum Alpiq-Konzern gehört. Zwei Jahre wollte die gebürtige Bulgarin bleiben. Daraus sind inzwischen 20 geworden. Aleksieva hat den Schweizer Pass, stimmt ab und engagiert sich in Vereinen an ihrem Wohnort in der Nähe von Baden AG. Und sie hat hier Karriere gemacht: Seit sechs Monaten sitzt sie in der Konzernleitung der BKW und ist dort für die Energieproduktion verantwortlich. Eine besondere Leidenschaft hat sie für die Windenergie. Schon in ihren ersten Jahren bei Atel schlug sie der Geschäftsleitung ein Windprojekt vor – und blitzte ab. Die Windkraft galt damals als zu exotisch, heute ist sie weltweit etabliert, aber in der Schweiz äusserst unbeliebt.
Zur Story