Wirtschaft
Schweiz

US-Zölle: So viel nehmen die USA mit Zöllen auf Schweizer Güter ein

BASEL, SWITZERLAND - APRIL 11: Toblerone Chocolates are seen in a store on April 11, 2025 in Basel, Switzerland. Before US President Donald Trump postponed a range of imminent tariffs, Switzerland was ...
Die USA erheben seit dem 7. August 39 Prozent Zölle auf Schweizer Importgüter.Bild: Getty Images Europe

So viel Geld spülen die Zölle auf Schweizer Güter in die US-Staatskasse

18.08.2025, 16:4618.08.2025, 17:58

Der Schock war gross, als die US-Regierung am 31. Juli die Höhe der Zölle auf Schweizer Produkte verkündete. Mit 39 Prozent ist die Schweiz weit vorne dabei. Nun haben Ökonominnen und Ökonomen erstmals ausgerechnet, wie hoch die Einnahmen sind, die die USA aus den Zöllen für die Schweiz erzielen dürften.

Das Resultat: 16,8 Milliarden US-Dollar könnten die USA im kommenden Jahr durch Zölle für die Schweiz einnehmen. Das entspricht etwa 13,5 Milliarden Schweizer Franken.

Zölle Einnahmen Global Trade Report
Die errechneten Einnahmen aus den Zöllen auf Importe in der Übersicht.Bild: global trade report 2025

Die Analyse durchgeführt hat die Schweizer Non-Profit-Organisation Global Trade Alert, die handelspolitische Massnahmen untersucht.

Als Grundlage für die Berechnung wurde das Handelsjahr 2024 genommen und um die neu erhobenen Zölle ergänzt.

Die Einnahmen aus den Zöllen für die Schweiz liegen wegen des vergleichsweise hohen Zollsatzes über jenen für Frankreich oder Italien. Importe aus EU-Staaten wurden «nur» mit 15 Prozent bezollt.

Deutschland zeichnet für fast 30 Milliarden US-Dollar Zolleinnahmen verantwortlich. Die Wirtschaftsleistung des Nachbarlands ist allerdings auch um ein Fünffaches grösser als jene der Schweiz.

Die Analysten von Global Trade Alert haben ausserdem ermittelt, wie gross der wirtschaftliche Vor- oder Nachteil gegenüber den Mitbewerbern auf dem US-Markt vor dem Hintergrund der Zölle ist («Relative Trump Tariff Advantage»). Für die Schweiz ergibt sich ein Nachteil von fast zwölf Prozent, während andere europäische Staaten leicht im Vorteil sind, zum Beispiel Deutschland, Frankreich oder Italien.

(hah)

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