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In der Schweiz gibt es 438'000 Millionäre

In der Schweiz gibt es 438'000 Millionäre – und sie werden immer reicher

09.07.2020, 07:4809.07.2020, 07:48

Die Reichen haben vor der Coronakrise trotz Konjunktureintrübung und internationaler Handelskonflikte weltweit mehr Vermögen angehäuft. Auch in der Schweiz gab es 2019 mehr Millionäre als im Jahr zuvor.

Vor allem gestiegene Aktienkurse trieben das Vermögen der Dollar-Millionäre weltweit 2019 gegenüber dem Vorjahr um 8.6 Prozent auf insgesamt 74 Billionen US-Dollar, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens Capgemini hervorgeht. Im Jahr 2018 hatten Verluste an den Börsen noch für einen leichten Rückgang gesorgt.

Frauen, die mit Geld um sich werfen.
In der Schweiz gab es 2019 mehr Millionäre als im Jahr zuvor.Bild: shutterstock.com

Zugleich gewann der Club der Reichen mehr Mitglieder. Rund um den Globus gab es den Angaben zufolge 19.6 Millionen Menschen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mehr als einer Million Dollar verfügten. Das waren 8.8 Prozent mehr als im Jahr 2018.

An der Spitze stehen die USA, gefolgt von Japan, Deutschland und China. Diese Länder stehen zusammen für nahezu 62 Prozent der Vermögenden weltweit.

Die Schweiz nimmt in dieser Aufstellung den siebten Rang ein. Die Zahl der Millionäre stieg hierzulande um 13.9 Prozent auf 438'000. Ihr Gesamtvermögen stieg um 14.1 Prozent.

Folgen von Corona noch nicht abschätzbar

Die Folgen der Covid-19-Pandemie, welche die Weltwirtschaft nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in eine beispiellose Krise stürzt, sind Capgemini zufolge aktuell schwer abzusehen.

Das Beratungsunternehmen schätzt den Rückgang des globalen Vermögens der Reichen zum Stichtag Ende April 2020 im Vergleich zu Ende Dezember 2019 auf 6 bis 8 Prozent. Ein Teil der Verluste sei durch die jüngste Erholung an den Börsen allerdings wieder aufgeholt worden.

Capgemini berücksichtigt bei dem jährlich erstellten «World Wealth Report» Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, alternative Investments, Bargeld sowie Immobilien, sofern sie nicht selbst genutzt werden. (sda/awp/dpa)

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