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Schliessung der Notaufnahme in Martigny: «Das ist erst der Anfang»

Schliessung der Notaufnahme in Martigny: «Das ist erst der Anfang»

Die letzte Woche angekündigte nächtliche Schliessung der Notaufnahme in Martigny (VS) spiegelt laut dem Co-Präsidenten der Schweizerischen Gesellschaft für Notfallmedizin ein weit verbreitetes Problem wider.
09.01.2023, 06:1009.01.2023, 06:30

«Das ist erst der Anfang», sagte Vincent Ribordy gegenüber «Le Temps». «Das musste passieren, auch wenn wir nicht dachten, dass die Schweiz so schnell und so stark betroffen sein würde», so Ribordy in einem am Montag veröffentlichten Interview.

L'entree des urgences de l'hopital de Martigny est photographiee ce mercredi 23 juin 2010 a Martigny. Deux hommes en sont venus aux mains, aux alentours de l'hopital de Martigny, en Val ...
Die Notfallaufnahme in Martigny wird jeweils temporär geschlossen. (Archivbild)Bild: KEYSTONE

In den Augen des Arztes ist Martigny eine konkrete Folge des Mangels an qualifiziertem Personal. Ein Problem, das seit mehreren Jahren bekannt ist. «Man dachte, die Kapazität des Systems sind grenzenlos, aber das ist nicht der Fall», so Ribordy.

Es müssten Alternativen gefunden werden, um die Notaufnahmen zu entlasten, die heute als Hauptschnittstelle zur Bevölkerung genutzt würden. «Aber all das wird nicht funktionieren, solange es einen Mangel an Grundversorgungsärzten gibt», warnte er. Quotenregelungen seien dabei nicht zielführend. Es fehle an Anerkennung für den Beruf. (sda)

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