Wirtschaft
Schweiz

Securitas soll tausendfach gegen Arbeitsgesetz verstossen haben

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Mitarbeiter von Securitas am Einsatz am WEF in Davos.Bild: KEYSTONE

Securitas soll tausendfach gegen Arbeitsgesetz verstossen haben

19.10.2026, 07:3519.10.2026, 07:35

Die Schweizer Sicherheitsfirma Securitas soll Mitarbeitende in der Zentralschweiz über Jahre zu lange und zu oft arbeiten lassen haben. Fachleute sprachen gegenüber «SRF Investigativ» von systematischen Verstössen gegen das Arbeitsrecht.

Laut einer Auswertung interner Daten durch «SRF Investigativ» soll es zwischen 2023 und 2025 zu rund 20'000 Verstössen gegen das Arbeitsgesetz gekommen sein. Betroffen seien rund 900 Mitarbeitende. Die Hauptprobleme seien zu lange Schichten und zu kurze Erholungszeiten gewesen. Die betroffenen Mitarbeitenden seien insbesondere in Gefängnissen, Spitälern und Asylzentren zum Einsatz gekommen.

«Das ist Ausdruck eines systematischen Vorgehens», sagte Arbeitsrechtsanwalt Denis G. Humbert gegenüber SRF und forderte das Einschreiten der Behörden. «Das geht nicht, das ist so nicht akzeptabel. Das ist eine Ausbeutung der Mitarbeitenden und so nicht zulässig.»

Kurt Pärli, Rechtsprofessor an der Universität Basel, pflichtete bei: «Das ist nicht mehr erklärbar mit einer Panne bei der Disposition. Diese Belastung geht weit darüber hinaus.»

Securitas habe gegenüber SRF schriftlich Stellung genommen und eingeräumt, dass die Praxis teilweise nicht mit arbeitsrechtlichen Grundsätzen und internen Werten übereingestimmt habe. Ergriffene Massnahmen hätten dazu geführt, dass die Verstösse in den vergangenen Jahren zurückgegangen seien.

Die Gesamtzahl von 20'000 Verstössen könne das Sicherheitsunternehmen jedoch nicht nachvollziehen. Man schliesse Fehler nicht aus, halte aber klar fest, dass nicht gesamthaft und systematisch gegen das Arbeitsgesetz verstossen worden sei. (sda)

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