Wissen
Raumfahrt

Nasa zeigt Krater auf dem Mond nach Einschlag von SpaceX-Rakete

This combo made with photos provided by NASA on Tuesday, Aug. 18, 2026, taken by the Lunar Reconnaissance Orbiter, shows before, left, and after images of a fresh crater on the moon created by a colli ...
Auf der rechten Aufnahme ist der Krater nach dem Einschlag der Rakete zu sehen.Bild: keystone

Nasa-Bild zeigt: Diesen Krater hat die SpaceX-Rakete auf dem Mond hinterlassen

Ungeplant war die Oberstufe einer SpaceX-Rakete Anfang August auf dem Mond aufgeschlagen. Auf jüngsten Fotos der Mondoberfläche ist jetzt deutlich zu sehen, welche Spuren sie hinterliess.
19.08.2026, 11:2319.08.2026, 11:23

Vor wenigen Tagen entstandene Aufnahmen der Nasa-Sonde «Lunar Reconnaissance Orbiter» zeigen die Einschlagstelle von Teilen einer SpaceX-«Falcon 9»-Rakete, die Wissenschaftlern zufolge umgerechnet etwa 18 Meter breit und weniger als 3 Meter tief ist, wie die Nasa mitteilte. Auf Fotos, die dieselbe Mondfläche vor und nach dem Einschlag vom 5. August abbilden, ist die Veränderung zu sehen.

Die Dimension des Kraters hätten Experten dank der Vielzahl an Blickwinkeln unter verschiedenen Lichtverhältnissen schätzen können, teilte die Nasa weiter mit. Demnach dienten ihnen für die Breite des Kraters Bilder, auf denen der Kraterrand deutlich zu erkennen war. Anhand der Länge seines Schattens schätzten sie der Nasa zufolge seine ungefähre Tiefe ab. Um diese Details zu erfassen, habe die Sonde ihre Schmalwinkelkamera eingesetzt, die sogar Objekte mit einer Breite von nur 3 Fuss (umgerechnet 0,91 Meter) erkennen könne.

«Die richtige Ausrichtung (der Kamera) war nur die halbe Herausforderung; auch das Timing musste präzise sein», heisst es in der Mitteilung weiter. «Hätte die Kamera auch nur zehn Sekunden zu früh oder zu spät ausgelöst, wäre das Ziel um zehn Meilen (etwa 16 Kilometer) aus der Bildmitte gewandert.» Die Sonde umkreist den Mond der Nasa zufolge alle zwei Stunden. Die Lokalisierung der Einschlagstelle sei dank einer weltweiten Zusammenarbeit zwischen Experten und Amateurastronomen gelungen, hiess es weiter.

SpaceX: Sonnenaktivität und Gravitation lenkten Oberstufe Richtung Mond

Die «Falcon 9»-Rakete von SpaceX war am 15. Januar 2025 mit den Mondlandern «Blue Ghost» (Firefly Aerospace) und «Resilience» (ispace) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet. Die untere Raketenstufe kehrte zur Erde zurück, die Oberstufe blieb jedoch im All. Warum die Oberstufe ungeplant auf dem Mond einschlug, das erklärte eine SpaceX-Managerin mit einer Kombination aus Sonnenaktivität und Gravitationskräften, die sie auf einen Kurs zum Mond gelenkt hätte.

Vom 20. Juli 2026 an hatten US-Astronom Bill Gray und die Nasa gewarnt, dass die Oberstufe der «Falcon 9» voraussichtlich am 5. August 2026 ungeplant auf dem Mond aufschlagen werde, was dann auch geschah. Die Nasa betonte damals: «Es gibt keine Gefahr für die Erde.» Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden – damals vermutlich ein Teil einer alten chinesischen Rakete (Chang'e 5-T1-Mission, 2014). China wies diese Berichte zurück. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Nicole kämpft um ihre Nieren: «Jedes Jahr ohne Dialyse ist ein geschenktes Jahr»
Nierenerkrankungen bleiben oft lange unbemerkt. Moderne Medikamente können den Funktionsverlust bremsen und Dialysen vermeiden helfen. So wie bei Nicole Weibel.
Wegen einer Rückenoperation musste Nicole Weibel vor zehn Jahren ins Spital. An Schmerzen litt sie schon länger, dementsprechend hatte sie immer wieder entzündungshemmende Schmerzmittel einnehmen müssen. Beim Bluttest in der Rheumatologie entdeckten die Ärzte dann auffällige Werte. «So schlimm wird das kaum sein», dachte sie.
Zur Story