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Raumfahrt

SpaceX-Raketenteil auf Mond eingeschlagen

Wissenschaftler bestätigen: SpaceX-Raketenteil auf Mond eingeschlagen

06.08.2026, 06:4006.08.2026, 06:40

Wissenschaftler haben den Einschlag eines vier Tonnen schweres Schrottteils einer SpaceX-Rakete auf dem Mond bestätigt. Die in Chile ansässige Europäische Südsternwarte (ESO) teilte am Mittwoch mit, dass sie mit Hilfe ihres hochentwickelten Very Large Telescope (VLT) entsprechende «Spektrallinien» entdeckt habe.

epa13140664 A full moon rises in Kabile, Latvia, 29 July 2026. EPA/TOMS KALNINS
Ein Vier-Tonnen-Schrottteil einer SpaceX-Rakete ist gegen den Mond gekracht.Bild: keystone

Die SpaceX-Trägerrakete Falcon 9 hatte im Januar 2025 zwei Mondlandgeräte ins All befördert. Der Raketenantrieb landete auf der Erde, die oberste Raketenstufe blieb jedoch im All.

Durch «eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft» sei das Raketenteil von seinem berechneten Kurs abgekommen, so dass es unbeabsichtigt auf den Mond zusteuerte, sagte die zuständige SpaceX-Direktorin Julianna Scheiman vor dem Aufprall.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa sowie die südkoreanische Raumfahrtagentur hatten im Vorfeld angekündigt, mit ihren Weltraumsonden Fotos von der Einschlagstelle aufnehmen zu wollen.

Bis zur Übermittlung der Bilder könnte es aber mehrere Tage dauern – eine offizielle Bestätigung von dieser Seite steht noch aus. Die Nasa will in Zukunft eine Weltraumbasis auf dem Mond errichten, Erkenntnisse über mögliche Kollisionen mit Weltraumschrott sind deshalb wichtig.

Auf dem Mond schlagen regelmässig Meteoriten ein, Kollisionen mit Raketenteilen oder anderem Weltraumschrott sind aber selten. Schätzungen der Europäischen Weltraumbehörde Esa zufolge befinden sich derzeit mehr als 46'000 Teile Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn, die zusammen rund 17'000 Tonnen wiegen. (dab/sda/apa/afp)

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