WM 2014
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Uruguay's Luis Suarez holds his teeth during the 2014 World Cup Group D soccer match between Uruguay and Italy at the Dunas arena in Natal June 24, 2014. Italy's Giorgio Chiellini accused Suarez of biting his shoulder. REUTERS/Yves Herman (BRAZIL  - Tags: TPX IMAGES OF THE DAY SOCCER SPORT WORLD CUP)

Bild: YVES HERMAN/REUTERS

Auf Diät gesetzt

Die FIFA zieht Suarez die Zähne: Sperre für 9 Länderspiele und 4 Monate – Urus legen Rekurs ein

Vier Monate lang soll der beisswütige Uruguayer kein Stadion von innen sehen, dazu 100'000 Franken als Busse abliefern. Mit dem Verband im Rücken geht Suarez in Berufung. Im Achtelfinal ist er bereits zum Zuschauen verdammt.

Die WM ist für Uruguays Stürmer Luis Suarez nach seiner Beissattacke im Spiel gegen Italien zu Ende. Die Disziplinarkommission der FIFA sperrt ihn für neun Länderspiele, weswegen er auch den Anfang der Copa America 2015 in Chile verpassen wird.

Noch schwerer wiegt für Suarez aber, dass der Weltverband ihn für insgesamt vier Monate von allen «fussballerischen Aktivitäten» suspendiert. Im Klartext: Suarez darf in dieser Zeitspanne weder mit Profi-Teams trainieren, noch sich in den Stadien der Profi-Ligen aufhalten – insbesondere wird er dem Achtelfinal seiner Equipe gegen Kolumbien fernbleiben müssen.

Suarez hatte dem italienischen Verteidiger Giorgio Chiellini beim Stande von 0:0 in die Schulter gebissen. Der mexikanische Schiedsrichter Marcos Rodriguez hatte die Aktion nicht gesehen. Uruguay gewann die Partie mit 1:0 und feierte den Einzug in den Achtelfinal.

Der 27-Jährige wird zudem zu einer Geldstrafe von 100'000 Franken verdonnert. «So ein Verhalten kann auf keinem Fussball-Platz toleriert werden», sagte der Chef der FIFA-Disziplinarkommission, Claudio Sulser.

Auch sein Verein Liverpool wird die Konsequenzen von Suarez' Dental-Entgleisung zu spüren bekommen: Der Uruguayer wird erst Ende Oktober wieder auf Torejagd gehen können und folglich in den ersten neun Premier-League-Partien zum Zuschauen verdammt sein. Desgleichen in den ersten drei Gruppenspielen der Champions League. In einem knappen Statement lässt der Klub verlauten: «Wir werden den Bericht des FIFA-Disziplinarkommitees abwarten, bevor wir die Angelegenheit kommentieren.»

Die Sperre bezieht sich auch auf administrative Tätigkeiten des Fussballers Suarez. Ein Transfer - zum Beispiel zum interessierten Champions-League-Sieger Real Madrid - soll laut FIFA-Sprecherin Delia Fischer aber trotzdem möglich sein. Mindestens bis zum jüngsten Vorfall sollen auch Barcelona und Paris Saint-Germain interessiert gewesen sein.

Suarez wird in Berufung gehen

Uruguays Fussballverband legt Rekurs ein gegen das Urteil. Das sagte Verbandspräsident Wilmar Valdez. Die Möglichkeit des Rekurses ist dem Ausmass der Sperre geschuldet: Gemäss FIFA-Reglement wird ein Rekurs erst möglich, wenn eine Sperre höher ausfällt als drei Spiele oder zwei Monate. Suarez hatte bereits vergeblich versucht, den Weltverband mit einem persönlichen Schreiben milde zu stimmen.

Gemäss Paragraf 124 des FIFA-Reglementariums, hat der Einspruch aber keine aufschiebende Wirkung. Suarez wird seiner Equipe damit im Achtelfinale gegen Kolumbien unumstösslich nicht zur Verfügung stehen – der erwartete Gang durch die Instanzen zeitigte also keine unmittelbaren Auswirkungen. 

In Uruguay tobt derweil ein Sturm der Entrüstung. Liliám Kechichián, Ministerin für Tourismus und Sport, bezeichnete das Urteil als «exzessive Strafe». Politiker aller Parteirichtungen nutzten ihren Twitter-Account. «Eine Lynchjustiz im 21. Jahrhundert», schrieb Horacio Yanes. «Es fehlt nur der elektrische Stuhl. Eine Sache ist eine Strafe, die andere eine Hinrichtung», verkündete Sergio Abreu

Der umstrittene Suarez hatte bereits 2010 bei Ajax Amsterdam und im Vorjahr beim FC Liverpool Gegenspieler gebissen und Sperren von sieben beziehungsweise zehn Spielen von den nationalen Verbänden erhalten. Wegen seiner rassistischen Bemerkungen gegen den Franzosen Patrice Evra von Manchester United - die Suarez bis heute bestreitet - wurde er 2011 für acht Spiele verbannt. Bei der WM 2010 hatte er mit einem absichtlichen Handspiel im Viertelfinal gegen Ghana und anschliessenden arroganten Bemerkungen über sein unsportliches Verhalten für Wirbel gesorgt. (tom/spon/si)



Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • deppblatterfifa 26.06.2014 20:29
    Highlight Highlight Strafe ja, aber....
    Giroud kann Knochen brechen und kriegt nicht mal Gelb... für andere "absichtliche" Fouls gibts weder Rot noch Gelb und bedeuten für die Opfer mehrmonatige Verletzungspausen oder das Karriereende...aber bei Kratzen, Beißen und Haareraufen kriegt man mehrere Spielesperren und Monate aufgebrummt. Ja noch schlimmer Verbot von Training und betterment von Stadien...

    Als nächstes kommt, dass die FIFA-Qataris die Todesstrafe einführen !

    Gute Nacht Fußball ! Gute Nacht Sepp.
    • Jol Bear 26.06.2014 22:14
      Highlight Highlight Unsportliches Verhalten gegen das Prinzip des Fairplay's und Fouls (auch solche mit Verletzungsfolgen) sind verschiedene Kategorien. Fouls sollten sicher konsequent mit Karten (ev. nach Videobeweis) geahndet werden. Aber FairPlay ist eine Grundvoraussetzung um überhaupt Sport zu betreiben. Und wenn dieser Grundsatz nicht vorhanden ist, ist eine Person bei Sportwettkämpfen am falschen Ort. Suarez' Beissattacke ist in hohem Mass unfair, hat nichts mit dem sportlichen Kampf um den Ball zu tun. Die harte Strafe ist deshalb absolut berechtigt.
  • deed 26.06.2014 19:53
    Highlight Highlight @Watson: Fehlinformation betreffend Tranfser. Die FIFA hat ausdrücklich bestätigt, dass Suarez auch während der Sperre transferiert werden kann. Siehe zB. bit.ly/1lskMEm
    • Ursin Tomaschett 26.06.2014 20:16
      Highlight Highlight Besten Dank für den Hinweis, deed. Tatsächlich haben wir das zunächst auch so vermeldet, allerdings meldeten Agenturen in der Folge Widersprüchliches. Aber FIFA-Mediensprecherin Fischer hat letztlich keinen Zweifel mehr offengelassen. Mithin: Transfer möglich. Ist angepasst.
  • JustierNo1 26.06.2014 19:26
    Highlight Highlight hmm naja mit der Sperre kann ich leben aber das er für 4 Monate nicht mehr trainieren darf?! Seine Karriere ist wohl danach zu Ende. Man kann doch nicht das Training verbieten, wie soll er sich da dann fit halten?!
    • Pascal Mona 26.06.2014 23:11
      Highlight Highlight Nun nicht gleich übertreiben, viele Spieler kommen nach mehrmonatigen Verletzungspausen (mehr oder weniger) problemlos zurück. Und er ist ja nicht mal verletzt und auch das Training wird ihm nicht komplett verboten, nur halt nicht mit einem Profi-Team! Nach 4 Monaten ohne "Profi"-Fussball wird Suarez wohl nicht viel schlechter zurück kommen!
  • elivi 26.06.2014 17:44
    Highlight Highlight Richtige entscheidung! Das was kein kleines spie mit paar thausend zuschauern, das war die WM mit millionen ... die FIFA kann und soll vorbild für fairplay auf der wiese (!!) sein. Wenn bei WM vergabe völlig versagen wenigstens hier richtig ....
  • Lumpirr01 26.06.2014 17:13
    Highlight Highlight Eigentlich hat er nur gemacht, was der Coach von ihm erwartet hat. Der Coach hat gesagt, er solle "verbissen kämpfen". Wahrscheinlich hat Luis Suarez das zu wörtlich genommen.
  • Schaufi 26.06.2014 16:54
    Highlight Highlight Darf er Fifa auf der PS4 spielen?
    • Luki Bünger 26.06.2014 17:01
      Highlight Highlight Klar, bloss nicht sich selbst. Also nicht mit Liverpool oder Uruguay.
  • Androider 26.06.2014 16:43
    Highlight Highlight Und wer seprrt die FIFA für ihre Skandale (z.B. Vergabe WM 2022 an Katar, usw.)? Diese Sperre kann ich nicht ernst nehmen, sorry.
  • massi.lucca 26.06.2014 16:24
    Highlight Highlight 100% richtige Entscheidung der FIFA!

    Wohlgemerkt, ich finde die Strafe gut nicht (nur) wegen der Beissattacke selber, sondern viel mehr für das was sich Suarez nachher geleistet hat: Sein schauspielerisches Können nach der Attacke, als er so tat, als hätte ihm Chellini die Zähen gezogen ohne Narkose, sein "Umgehen" an der Pressekonferenz auf die Fragen der Media wegen der Beissattacke, dann seine Schuldabweisung, um es dann am Schluss zu verharmlosen (...dank gütiger Unterstützung des eigenen Verbandes!?).

    Fazit: 10% der Strafe gehen aufs Konto Beissattacke und die restlichen 90% der Strafe büsst er für das Verarschen und dumm verkaufen von ein paar Millionen Fussball Fans auf der ganzen Welt...

Portugal gewinnt Test 5:1 mit Ronaldo

1 Doppelpass mit Hacke + 1 Doppelpass + 2 Pässe + 1 Hackenschuss = wunderschönes, aber leider aberkanntes Tor

Bei der WM-Generalprobe von Portugal heisst der Gegner Irland, gespielt wird im MetLife Stadium in New Jersey. Superstar Cristiano Ronaldo spielt von Beginn weg und wird in der 65. Minute durch Nani ersetzt. Der ManU-Profi setzt kurz darauf mit seinem Team zur Kür an: Ein Doppelpass mit Hacke, ein weiterer Doppelpass, zwei Pässe und ein Hackenschuss von Nani, welcher den Weg ins Tor findet.

Leider zählt der Treffer nicht, da der Schütze im Abseits steht. Vielleicht auch besser so: Wo …

Artikel lesen
Link zum Artikel