Schweiz
Drogen

50'000 Cannabissamen in Schweizer Postzentren beschlagnahmt

50'000 Cannabissamen in Schweizer Postzentren beschlagnahmt

29.05.2015, 11:3729.05.2015, 13:06

Der Schweizer Zoll hat im ersten Quartal dieses Jahres 2874 Postsendungen aus dem Ausland mit 50'000 Cannabissamen sichergestellt. Damit hätten rund zwei Tonnen getrocknetes Marihuana mit sehr hohem THC-Gehalt produziert werden können.

Der Marktwert dieser Menge Marihuana beträgt zwischen 14 und 24 Millionen Franken. Die sichergestellten Cannabissamen wurden vorwiegend in Onlineshops im Internet bestellt und in die Schweiz geliefert, wie es am Freitag an einer Medienkonferenz der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) im Briefzentrum Zürich-Mülligen hiess.

THC: 25 Mal über dem gesetzlich zulässigen Grenzwert

Mit den Samen liessen sich Pflanzen erzeugen, die einen THC-Gehalt haben, der bis zu 25 Mal über dem gesetzlich zulässigen Grenzwert von einem Prozent liegt. Dieser THC-Gehalt verleihe den Betäubungsmitteln eine entsprechende Gefährlichkeit, hiess es an der Medienkonferenz.

Der Schweizer Zoll setzt zur Kontrolle des internationalen Brief- und Postverkehrs in den Postzentren Betäubungsmittelspürhunde und technische Hilfsmittel ein.

Drogen

Die Mitarbeitenden des zivilen Zolls und des Grenzwachtkorps führen die Kontrollen analog zu ihrer Arbeit im Strassen-, Bahn- oder Luftverkehr durch. Der Zoll bezeichnete die Zunahme der Einfuhren von Cannabissamen in den ersten Monaten des Jahres 2015 als erheblich.

Hinweise führten zur Aushebung von Hanfplantagen

Sämtliche sichergestellten Cannabissamen wurden von der Zollverwaltung für weitere Ermittlungen an die kantonalen Behörden des jeweiligen Empfängerkantons weitergeleitet. Aufgrund dieser Sendungen sind gemäss dem Zoll bereits in mehreren Kantonen professionell betriebene Hanf-Indoorplantagen ausgehoben worden.

Die starke Zunahme der Sicherstellungen ist gemäss EZV vor allem auf eine umfassende Risikoanalyse und entsprechende Zollschwerpunkte zurückzuführen. Der Trend werde weiter aufmerksam beobachtet. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
43 Personen sind im Jahr 2025 in der Schweiz ertrunken
In Schweizer Gewässern sind im Jahr 2025 insgesamt 43 Personen ertrunken. Vor allem Männer fallen Unfällen zum Opfer. Und es kamen auch vermehrt ältere Menschen im Wasser ums Leben.
In der Schweiz ertrinken im Zehnjahresschnitt rund 50 Personen pro Jahr – Suizide nicht eingerechnet. Zum ersten Mal seit 2021 liegt die Zahl der tödlichen Ertrinkungsfälle im vergangenen Jahr unter diesem Durchschnitt, wie die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) und die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) mitteilt.
Zur Story