Schweiz

Der «Kassensturz» berichtet am Dienstagabend über unhaltbare Arbeitsbedingungen am Tierspital Zürich.  screenshot: srf

Brisante «Kassensturz»-Recherchen: So beutet die Uni Zürich ihre Studenten aus

Publiziert: 14.09.16, 02:28 Aktualisiert: 14.09.16, 10:41

Für viele ist Tierarzt ein Traumberuf. Doch der Weg dorthin ist hart. Besonders, wenn man das Studium der Veterinärmedizin an der Uni Zürich absolviert.

Recherchen der SRF-Sendung «Kassensturz» haben ergeben, dass die Studierenden während ihrer Ausbildung regelmässig Nachtschichten von bis zu 14 Stunden schieben müssen. «Es sind fünf Nächte am Stück und in der zweiten und dritten Nacht ist es dann richtig schlimm, dann merke ich, dass ich kleine Fehler mache», erzählt eine Studentin dem SRF. 

Ab dem dritten Studienjahr sind Studierende der Vetsuisse-Fakultät der Uni Zürich dazu verpflichtet, Nachtdienste am Tierspital Zürich zu leisten. Die Entlöhnung für eine 14-stündige Schicht: 20 Franken pro Nacht. Das macht leicht mehr als einen Franken pro Stunde. 

«Uni Zürich beutet Studenten aus»: Der «Kassensturz»-Bericht von gestern Dienstag.

Zu wenig Erholungszeit

Der Druck auf die Studierenden ist enorm hoch. Bis zu zehn Tiere pro Stunde müssen sie behandeln. Zeit für Pausen bleibt da kaum. Auch die Betreuung sei mangelhaft, beklagen die Studenten. «Man ist meistens auf sich alleine gestellt und muss es sich selber beibringen.» Die Studierenden haben das Gefühl, lediglich «eine billige Arbeitskraft» zu sein. 

Hinzu kommt, dass die Studenten ihre Schichten auch während der Vorlesungszeit schieben müssen. Verpasstes müssen sie dann selbständig nachholen. 

Arbeitsrechtler Martin Farner, der in die Sendung «Kassensturz» eingeladen wurde, kritisiert die Arbeitsbedingungen am Tierspital Zürich. «Die Nachtdienste sind bei weitem zu lang, weil eine Arbeitszeit, die auch Nachtarbeit umfasst, nicht länger als neun Stunden sein darf.» Die Erholungszeit zwischen den Nachtdiensten sei ebenfalls zu kurz, so Farner. Die Studenten hätten Anrecht auf elf Stunden Ruhezeit. Auch die Höchstarbeitszeit von 50 Wochenstunden werde überschritten.

Arbeitsrechtler Martin Farner kritisiert die Arbeitsbedingungen am Tierspital Zürich. video: srf

Universität ergreift Sofortmassnahmen

Die Universität will nach den Recherchen von «Kassensturz» reagieren. Als Sofortmassnahme will man im kommenden Herbstsemester auf siebenstündige Schichten setzen, nicht mehr auf 14 Stunden. Allerdings müssen die Studenten wegen eines Mangels an Arbeitskräften nun einfach mehr Schichten absolvieren.

Zudem hat die Universitätsleitung entschieden, die Studierenden als Praktikanten gemäss den kantonalen Vorschriften zu entlohnen. Dies dürfte eine bessere Bezahlung zur Folge haben. Allerdings erst nach 60 geleisteten Gratis-Stunden. Diese müssen die Studenten absolvieren, um die verlangten ECTS-Punkte zu verdienen. (cma)

So, und jetzt etwas Lustiges: Diese kreuzfalschen Prüfungsantworten sind so lustig, dass sie die Bestnote verdienen

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600
  • Robert K. 14.09.2016 18:49
    Highlight Professsor: "ich gehöre zu den letzten Sklavenhaltern"; aber Arbeitszeit ist das eine zudem es ist wohl belegt, dass wissenschaftliche Ideen der Assistenten von Professoren auch für sich reklamiert werden.
    8 0 Melden
    600
  • Chyros 14.09.2016 12:54
    Highlight Nun. Einzelne Untersuchungen (wie röntgen oder Kernspintomographie) welche für die Ausbildung nötig sind, können schnell mal bis zu 100'000.- kosten. Gewisse medizinische Ausbildungstage können so teurer sein, wie ein ganzes Phil Studium zusammen...
    10 7 Melden
    600
  • zuercher123 14.09.2016 11:26
    Highlight Solche Dinge gibts auch an der ETH, besonders wenn man einen PhD macht. Je nach Professor: Anwesenheit am Wochenende und Feiertagen wird erwartet, Arbeiten bis weit in den Abend hinein, Meetings an Wochenenden und Feiertagen, Überstunden werden nicht entlöhnt, ....
    32 2 Melden
    • Alias 14.09.2016 12:52
      Highlight Auch schon in meiner Anwesenheit passiert: Professor beruft eine "Krisensitzung" ein, da die Arbeitsmoral schlecht sei. Er habe den Eindruck, kaum jemand arbeite die von ihm verlangten sechzig (aufwärts) Wochenstunden und als er vorigen Sonntag nachmittags kurz im Büro was holen kam, sei keiner am Arbeiten gewesen. Dabei wird unter der Woche von morgens um 8 bis manchmal gegen Mitternacht gearbeitet. Das Wort Überstunden ist nichtmal im Vokabular, es ist selbstverständlich dass man sie erstens leistet und zweitens weder zeitlich noch finanziell dafür entschädigt wird.
      19 1 Melden
    • zuercher123 14.09.2016 13:42
      Highlight Eigentlich nur ein Witz aus den USA, aber trifft auch für viele Professoren hier zu:
      Professor zu seinem neuem PhD Studenten: "Laut der Universitätsleitung muss ich dir 25 Tage Ferien geben, welche Sonntage möchtest du?"
      20 0 Melden
    • zuercher123 14.09.2016 13:44
      Highlight @Alias
      Klingt nach organischer Chemie? ;-)
      5 0 Melden
    600
  • ZweiAvocadi 14.09.2016 11:18
    Highlight Habe mit meinem Freund dem Flurin gesprochen. Er studiert dieses Veterinär.
    Er sagt es sei halb so schlimm.
    Btw sein Vater ist der Tierarzt meiner Katze und das will was heissen.
    🍆
    9 54 Melden
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  • c_meier 14.09.2016 11:00
    Highlight Kommen in der Nacht wirklich soooviele Tiere ins Tierspital als Notfall? Wieviele Fälle sind dies Durchschnittlich?
    3 17 Melden
    • kleiner_Schurke 14.09.2016 11:12
      Highlight Sie hätten den Beitrag ansehen sollen. Es geht um due Gabe von Medikamenten, Blutdruckmessen usw. Tiere können anders als Menschen nicht sagen, wenn es ihnen schlecht geht, also bedingt dies ein intensiverere Pflege...
      32 0 Melden
    • Käuzchen 14.09.2016 18:39
      Highlight Es müssen ja nicht nur die Tiere betreut werden, die während der Nacht neu kommen, sondern auch die, die während des Tages gekommen sind und über Nacht bleiben müssen.
      6 0 Melden
    600
  • Braun Pascal 14.09.2016 10:38
    Highlight Man darf doch bitten jeder der studiert weiss auf einem zukommt
    9 108 Melden
    • Alias 14.09.2016 12:55
      Highlight Mit so einem fadenscheinigen Argument kann man jegliche Ausbeute rechtfertigen. Dann kann man gleich das ganze Arbeitsrecht abschaffen, jeder der einen Job annimmt weiss ja dann, was ihn erwartet...
      70 3 Melden
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  • Alias 14.09.2016 09:38
    Highlight Weder die Uni Zürich noch das Fach Tiermedizin sind mit solchen Arbeitsbedingungen eine Ausnahme. Ich würde sagen, jeder, der ein naturwissenschaftliches oder medizinisches Studium abgeschlossen hat, kennt solche Situationen. An der ETH gibt es z.B. PhD Studenten die während bis zu 6 Jahren die "Maximalarbeitszeit" von 50 Wochenstunden regelmässig überschreiten, zum Teil massiv (in Extremsituationen hört man von 80-90 Wochenstunden), und das zu einem Migroskassenlohn. Sich zu wehren bringt jedoch nichts, da man es ja "freiwillig" macht. Wer nicht will kann jederzeit gehen; das ist die Haltung.
    77 3 Melden
    • kleiner_Schurke 14.09.2016 11:14
      Highlight Genau und wenn man "Glück" hat nennt einem der Prof., der ausser von der ETH auch noch vom Scrips in Kalifornien eine dicken Lohn zieht, vor dem versammelten Institut einen Idioten. Ist einem Kollege von mir so ergangen.
      40 1 Melden
    600
  • elivi 14.09.2016 09:14
    Highlight das die uni sowas erst nach dem der kassensturz da war 'bemerkt' ... war ja nur ne frage der zeit bis ein student fehler macht wegen übermüdung oder stress und dafür müsste dan die uni gerade stehen. Eigentlich müsste die uni dem kassensturz danken ...
    84 3 Melden
    600
  • Fumo 14.09.2016 08:51
    Highlight Aber, wenn man jetzt die Situation verbessert, nimmt man den armen Studenten doch die Ansprüche auf höhe Löhne nach dem Studium.
    Ich meine, irgendwie müssen sie es ja begründen dass sie später 200.- verlangen damit man nur in ihre Praxis laufen darf und sie dann das Haustier entführen bis man Bar bezahlt.
    Ach nein stimmt, sie machen es aus Liebe zu den Tieren, damit auch alle schön gesund bleiben.
    28 190 Melden
    • Real John Doe 14.09.2016 11:34
      Highlight Würdest du über deinen Hausarzt dasselbe sagen? Der Hausarzt bekommt sein Geld für die an dir erbrachten Leistungen von der Krankenkasse. Wäre das nicht der Fall, was denkst du was beim Hausarzt der Fall wäre?? Tiermediziner sind genauso gut ausgebildet wie Humanmediziner, Leistungen die sie an den Tieren erbringen sind genauso aufwändig und zu honorieren wie beim Hausarzt. Absolut legitim dass man direkt Bares verlangt. Du kannst mir glauben, es gibt leider sehr viele Zechpreller und solche die sich ihr Tier sobald es um medizinische Versorgung geht, gar nicht leisten könnten.
      40 2 Melden
    • allesklar 14.09.2016 11:34
      Highlight selten so einen armseligen kommentar gelesen
      37 5 Melden
    • zzZüri 14.09.2016 12:48
      Highlight So ein hasserfüllter mensch!🙈

      25 4 Melden
    • Spooky 15.09.2016 01:29
      Highlight Genau so ist es, wie Fumo es sagt. Diese Studentlein haben nämlich alle das Gefühl, sie hätten nach dem Studium ihre scham- und masslos überrissenen Saläre verdient.
      1 16 Melden
    600
  • Mora 14.09.2016 08:10
    Highlight "Allerdings müssen die Studenten wegen eines Mangels an Arbeitskräften nun einfach mehr Schichten absolvieren."
    Bei diesen Bedingungen wird es auch in Zukunft an Arbeitskräften mangeln.
    92 9 Melden
    • allesklar 14.09.2016 11:36
      Highlight und wie sieht die lösung aus: keine studenten mehr im tierspital einsetzen, dafür die nächsten vier jahre mit zu wenig personal arbeiten (sind ja nur tiere) und dann hoffen, dass die ehemaligen studenten sich alle beim tierspital bewerben?
      4 3 Melden
    600
  • Flint 14.09.2016 08:04
    Highlight Verstösse gegen das Arbeitsgesetz scheinen in den Spitälern ziemlich üblich zu sein. Ich höre regelmässig von Spitalangestellten von Verstössen wie auch von übermüdeten Chirurgen(!). Mit etwas Recherche findet man hierzu bestimmt Noch ganz viel Stoff.

    Eine Frage sollte man den Ämtern mal stellen @Watson: warum wird sowas, wie vom Kassensturz aufgezeigt, nicht automatisch entdeckt? Drückt man hier beide Augen zu? Ich habe den Eindruck, dass die Privatwirtschaft konsequenter kontrolliert wird wie Staatsberiebe.
    80 7 Melden
    • Bowell 14.09.2016 08:26
      Highlight Als Student sitzt du immer am kürzeren Hebel. Wer einen naturwissenschaftlichen Masterabschluss oder PhD gemacht hat kann davon wahrscheinlich ein Lied singen.
      51 2 Melden
    • Fabio74 14.09.2016 08:47
      Highlight Ganz einfach es gibt viel zu wenig Kontrolleure
      14 5 Melden
    • thi 14.09.2016 08:55
      Highlight In der Human Medizin nützt man jegliche schlupflöcher um nicht rechtliche dienstpläne durchzubringen. Auch wenn es mal nicht rechtens zu geht wird ein Auge zugedrückt und der Fachkräftemangel vorgeschoben. Leider entsteht so ein Teufelskreis. Immer mehr Fachkräfte schulen um.
      38 1 Melden
    • Bruno S. 88 14.09.2016 10:38
      Highlight Im Privatrecht gilt im Gegensatz zum öffentlichen Recht (Behörden) folgender Grundsatz: Wo kein Kläger da kein Richter. Deswegen gibt es auch keine Automatismen bei einem Verstoss gegen das Privatrecht.
      Im Klartext. Die Studenten haben es versäumt, gegen die Uni zu klagen.
      14 1 Melden
    600
  • Rhabarber 14.09.2016 07:59
    Highlight Ich frag nachher meine Tierärztin, ob sie auch in Züri studiert hat. Sie kommt gegen 9.30 Uhr vorbei. Bin neugierig.
    Ist ja eine Frechheit sowas. Den medizinischen Stoff zu büffeln ist schon anspruchsvoll genug. Auch ohne das Gehirn in 14stündigen Nachtschichten zu matschen.
    55 24 Melden
    • Hubert Cumberdale 14.09.2016 10:59
      Highlight Und? (Ich bin auch neugierig :))
      10 0 Melden
    • Real John Doe 14.09.2016 11:38
      Highlight Und vor ein paar Jahren war die Spätschicht noch von Freitag bis Freitag! Also eine ganze Woche, immer 14 Stunden! Wenn möglich danach noch etwas schlafen um später noch in die Vorlesungen zu gehen. Für die 98h Arbeit während der Nacht gabs 150.-
      8 1 Melden
    • Rhabarber 14.09.2016 12:17
      Highlight Sie hat in Bern studiert. Sagt, es sei überall dasselbe. Sie war aber gar nicht sauer deswegen.

      Sie sagte, das sei ein super Praktikum für die Realität nach dem Studium. Denn auch danach sind 48-Stunden Pikett-Dienste oder 14stündige Nachtschichten sind Normalität. Das gehöre beim Beruf dazu. Und man würde sehr viel lernen.

      Sie hat übrigens keinen einzigen Rappen dafür bekommen. Möchte die Zeit aber nicht missen. Weil sie sehr lehrreich war und man gute Kontakte für später schliessen konnte, bzw. ein Netzwerk aufbauen.

      Alles in allem: Sie findet das soweit völlig ok bis sogar gut.
      20 3 Melden
    • Hubert Cumberdale 14.09.2016 13:14
      Highlight Danke Dir fürs Nachfragen!
      6 0 Melden
    • Rhabarber 14.09.2016 15:21
      Highlight Kein Problem. Wenn doch grad zufällig Gelegenheit war. Ich liebe es, dass die Tierärztin zu uns kommt und wir nicht zu ihr müssen. Das ist viel besser für die Tiere. Massiv weniger Stress.
      2 1 Melden
    600
  • ChrisA 14.09.2016 07:57
    Highlight Ist ist ganz klar eine Sauerei - egal wo das passiert. Auch wann man Praktikantenlöhne von weniger als 2500.- zahlt oder einen Stundenlohn unter 20.- auszahlt.

    Schlichte Ausbeutung.
    84 7 Melden
    • Macke 14.09.2016 11:26
      Highlight Im Artikel ist nich von einem Stundenlohn die Rede. Sondern von CHF 20.-/Nacht.
      13 0 Melden
    • ChrisA 14.09.2016 15:29
      Highlight Ist schon klar. Umso mehr ist es eine Sauerei. Die 20.-/h sehe ich als absoluten Minimallohn an.
      5 0 Melden
    600
  • Madison Pierce 14.09.2016 07:54
    Highlight Beim Nachtdienst geht es nicht um den Verdienst, sondern er gehört zur Ausbildung. Von daher ist der kleine "Lohn" kein Problem. Die langen Arbeitszeiten sollen die Studenten an ihre Grenzen bringen. Kann nicht schaden, aber die aktuell scheint es übertrieben zu werden.

    Viel schlimmer finde ich aber die Situation, wenn man nach dem Studium einen PhD anhängt: Anstellung zu 50%, aber je nach Chef Arbeit fast Tag und Nacht, Arbeitsrapport schicken am Sonntag etc. Das geht dann 3-4 Jahre so, nicht nur ein paar Nächte.
    19 49 Melden
    • Macke 14.09.2016 11:36
      Highlight Der Nachtdienst ist laut Artikel nicht Teil des Studienplans, also ist es eben nicht Teil des Studiums. Und was, wenn die Studis in dieser Zeit eigentlich arbeiten sollten, um ihr Studium zu finanzieren? Sollen nur noch Reiche Tiermedizin studieren dürfen? Selbst wenn du Stipendien erhältst, musst du meist noch einen Teil dazu verdienen.
      Als PhD-Studi mit 50% kannst du wenigstens überleben, auch wenn es eine blöde Situation ist.
      11 1 Melden
    600
  • MacB 14.09.2016 07:41
    Highlight *Erholungszeit... Nicht Erhohlungszeit
    26 6 Melden
    • Normi 14.09.2016 08:25
      Highlight WoW boh eh du hast einen fehler gefunden 😱

      Was für ein held 😈
      22 31 Melden
    • MacB 14.09.2016 09:25
      Highlight Es geht nicht um Fehlersuche. Von einem Medium, dessen Aufgabe Wiedergabe von Information (also schreiben) ist, dass es eben keine Schreibfehler macht. Gerade für Journis ist das ein no-go aus meiner Sicht.
      Es zeugt von fehlendem Lektorat und fehlender Genauigkeit. Ich erwarte da mehr, schliesslich lebt watson davon!
      19 13 Melden
    • Bruno S. 88 14.09.2016 10:39
      Highlight @MacB
      Wie viel hast du für Watson bezahlt?
      12 6 Melden
    • Alex_Steiner 14.09.2016 13:45
      Highlight @Bruno S. 88: Kommt drauf an wie viel sie mit dem Verkauf von meinen Informationen und der Werbung machen - so viel.
      7 2 Melden
    600
  • kleiner_Schurke 14.09.2016 07:39
    Highlight Ich habe während meinem Studium noch nicht mal 20 Fr für irgend etwas bekommen. Später als Assistent habe ich für einen Lohn von 1600 Fr. Lohn pro Monat 4 Jahre lang bis zu 60 Stunden pro Woche gearbeitet. Dafür habe ich Studenten und Diplomanden betreut und ausgebildet. In der Nachbargruppe gab es keine Schweizer, dafür die doppelte Zahl Chinesen. Begründung des Profs: Chinese haben hier keine Familie und arbeiten wesentlich härter – zum halben Lohn. Sie sind nicht angemeldet in der Schweiz und an der Uni. Wenn er sie nicht spurten wie er wollte dann....
    44 12 Melden
    600
  • Nameless Hero 14.09.2016 07:18
    Highlight Ist doch auch bei den Humanmedizinern so? Stichwort "Unterhundjahr" oder Uhu?
    46 2 Melden
    • studmed 14.09.2016 10:06
      Highlight Ich bin gerade so ein Uhu, und meistens ist es recht human. Ein Grund mag sein, dass wir nichts ganz alleine machen können und unser Nutzen für das Spital beschränkt ist. Erst als Assistenzarzt wird es dann hart ;)
      9 1 Melden
    • Nameless Hero 14.09.2016 15:05
      Highlight Ja, aber ich kenne Uhus, die zwar 'nur' zwischen 42-50 Stunden arbeiten müssen, aber nicht Mal einen 1000er verdienen. Das ist imo auch nicht ganz Preis/Leistung.
      Aber noch viel Erfolg beim Arbeiten und späteren doktorieren! :D
      2 0 Melden
    600
  • thokel 14.09.2016 07:05
    Highlight erweitert doch bitte mal noch die recherche: an der uni bern siehts bzgl. nacht- und wochenenddienst nur wenig besser aus.. auch das prüfungssystem sollte man zwingend unter die Lupe nehmen. praktikas in tierarztpraxen sind (wenn man dann mal eines findet) immer unbezahlt.. kurz und knapp: das veterinärmedizin-studium in der schweiz ist veraltet und braucht dringend eine überprüfung und veränderung.
    92 3 Melden
    • zutre 14.09.2016 08:32
      Highlight Sowohl in der Human- wie auch in der Veterinärmedizin ist die Nichteinhaltung der Höchstarbeitszeit von 50 Stunden Standard, viele Ärzte würden 50 Stunden eine kurze Woche nennen... und auch wenn man dann nach dem Studium und einigen Jahren Arbeit zu Hungerlöhnen Mal etwas besser bezahlt wird, die Arbeitsstunden bleiben für viele sehr hoch. Dachte das wäre ein offenes Geheimnis.
      21 1 Melden
    600
  • mitch01 14.09.2016 06:32
    Highlight Warum wehrten sich die Studentem nicht schon früher dagegen?? Sind ja keine Arbeitskräfte die aus dem Ausland kommen und schlecht Deutsch sprechen
    47 25 Melden
    • Der Beukelark 14.09.2016 08:24
      Highlight wer setzt schon einfach so sein studium aufs spiel.
      37 1 Melden
    600
  • Olf 14.09.2016 05:30
    Highlight Der Satz "das Leben ist kein Ponyhof" bekommt da eine ganz andere Bedeutung.
    145 6 Melden
    • alles auf rot 14.09.2016 10:21
      Highlight Echt, welche denn?
      Er passt mit seiner Bedeutung einfach nur ziemlich gut...
      2 7 Melden
    600
  • botrytis cinerea 14.09.2016 02:50
    Highlight Ich bin nicht Partei in dieser Sache, kenne die Situation aber gut: Eine Sauerei. Aus Sicht Tierschutz: Engagierte aber noch nicht ausgebildete Studenten werden dazu gezwungen komplexe Eingriffe an Tieren "übungshalber" vorzunehmen. Aus Sicht der Studenten: Manche sind überfordert, weil bei Unsicherheiten niemand erreichbar ist. Einige brechen ihr Studium nach und wegen diesen Einsätzen ab.
    101 5 Melden
    600
  • Spooky 14.09.2016 02:37
    Highlight Möchten diese Studentlein vielleicht lieber mit einem Bauarbeiter tauschen?
    33 427 Melden
    • SoOderSo 14.09.2016 06:14
      Highlight Ganz soo schlecht geht es uns aso schon nicht ;)
      120 3 Melden
    • Amboss 14.09.2016 06:41
      Highlight Waaaaaas! Bauarbeiter sind noch schlechter bezahlt??? Hab ich gar nicht gewusst...
      Was bekommen denn die ? 50 Rappen pro Stunde?
      Ein Skandal. Wie will man davon eine Familie ernähren ?

      Du musst das publik machen!
      194 10 Melden
    • ottonormalverbraucher 14.09.2016 08:12
      Highlight Bauarbeiter sein ist geil, wo ist dein Problem Spooky? Einfach mal etwas diskriminieren?
      59 1 Melden
    • Alnothur 14.09.2016 08:19
      Highlight Stell dir vor, ich bezahle dafür, an die Vorlesungen und Ufzgi machen zu dürfen.
      35 5 Melden
    • Ingolmo 14.09.2016 08:59
      Highlight Klar Bauarbeiten. Easy. Gehst um 0700 auf die Baustelle bis 1700 und dann, ja genau nichts, Feierabend. Und das bis Freitag und dann? Genau nichts Wochenende. Fertig.
      Ich bin Stromer und seit 2 Jahren an der Uni. Manchmal vermisse ich die Baustelle. Nichts zu lernen, nicht am Wochenende arbeiten, dass man wenigstens ein wenig Geld hat. Studium, lernen, Nebenverdienst, Praktikum und Freizeit Organisieren und die Balance halten ist nicht so einfach.
      War das ein easy Leben als Bauarbeiter, Überstunden beziehen und ab in 8 Wochen Ferien. War das eine Zeit!
      62 3 Melden
    • Pius C. Bünzli 14.09.2016 09:25
      Highlight Also ich verdiene weit mehr und arbeite viel weniger als diese Studenten. Ich finde 5800 Franken einen Fairen Lohn
      26 3 Melden
    • Pingupongo 14.09.2016 09:46
      Highlight @ingolmo: znüni hast du vergessen.
      17 2 Melden
    • alles auf rot 14.09.2016 10:26
      Highlight @ingolmo:
      Also was denn nun?
      Entweder schaffen von 7-17 Uhr,
      oder 4 Wochen Überstunden (ca. 170 h) leisten,
      damit du auf deine 8 Wochen Ferien kommst.
      2 4 Melden
    • Ingolmo 14.09.2016 11:06
      Highlight @alles auf rot.
      7-17 = 10 Stunden. - 1h Mittag. - 8h Arbeitszeit (ja andere haben 8.5 oder 8.33) . gibt 1 Überzeit.
      5h In der Woche. d.h. 34 Wochen. oder 8.5 Monate.
      Ich sehe das Problem nicht.
      6 1 Melden
    • Spooky 14.09.2016 17:56
      Highlight Der Lohn eines Bauarbeiters wird sich aber auf dem Niveau von zirka 5000.-- einpendeln und fast nicht mehr ansteigen, bis der Bauarbeiter 65 ist. Der Lohn eines Studenten wird aber schon bald nach dem abgeschlossenen Studium auf das Vielfache des Lohnes eines Bauarbeiters ansteigen. Der ehemalige Student wird, finanziell gesehen, ein sorgenfreies Leben haben. Genau darum wird kein Student, auch wenn er im Moment hart arbeiten muss, mit einem Bauarbeiter tauschen wollen. Das habe ich mit meinem Kommentar (oben) gemeint.
      0 6 Melden
    600

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