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Bayern München

Wissenschaftlich bewiesen: Der Bayern-Bonus existiert

Bayern gegen Frankfurt: Schiedsrichter entscheiden im Zweifelsfall eher für die Münchner und gegen die Eintracht.
Bayern gegen Frankfurt: Schiedsrichter entscheiden im Zweifelsfall eher für die Münchner und gegen die Eintracht.
Bild: Sebastian Widmann/freshfocus

Wissenschaftlich bewiesen: Der Bayern-Bonus existiert tatsächlich

Geahnt hat es wohl jeder Fussball-Fan. Nun hat ein Forscher belegt: Bayern München wird tatsächlich systematisch von den Schiedsrichtern bevorzugt. Auf die Schweiz lassen sich die Ergebnisse der Studie wohl nicht 1:1 übertragen.
19.04.2016, 13:4619.04.2016, 14:28

Wo Erfolg ist, da sind Neider nie fern. Der deutsche Rekordmeister Bayern München ist deshalb gleichzeitig der populärste wie auch der meistgehasste Fussball-Klub im Land. Er ist seit fünf Jahrzehnten der dominierende Verein in der Bundesliga – auch dank seinem Ruf? Wissenschaftler Dr. Eberhard Fees hat den vermuteten Bayern-Bonus untersucht und er hat herausgefunden, dass es diesen tatsächlich gibt.

«Spielt der FC Bayern München gegen eine Mannschaft, die in der ‹ewigen Tabelle› keinen Spitzenplatz einnimmt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Elfmeter dem schwachen Team fälschlicherweise nicht gegeben wird, drei Mal grösser als im statistischen Mittel», so Fees. Sein Urteil: «Was in der Öffentlichkeit gerne gesagt wird, stimmt einfach.»

Sinnbild für den Bayern-Bonus: Im Heimspiel gegen Aussenseiter Augsburg rennt Costa in der 89. Minute in Gegenspieler Feulner, der Schiri pfeift Penalty und Bayern siegt mit 2:1.streamable

Für ihre Studie griffen die Wissenschaftler auf die Daten, welche die Bundesliga erheben lässt, zurück. Umstrittene Tor- und Penaltyszenen aus mehr als 4000 Partien seit dem Jahr 2000 wurden dazu ausgewertet.

Grossklubs und Heimteams sind im Vorteil

Einen Bonus haben aber nicht nur die Bayern, sondern auch Mannschaften, für die etwas auf dem Spiel steht, wie der Klassenerhalt oder das Erreichen eines Europacup-Platzes. Eine dritte Kategorie Mannschaften profitiert ebenfalls davon, dass sie unbewusst vom Schiedsrichter bevorteilt werden: Teams, die zuhause spielen.

Fees und die Mitverfasser der Studie räumen damit mit dem Urteil auf, wonach sich Fehlentscheide im Verlaufe einer Saison aufheben würden. «Mich hat immer aufgeregt, dass das pseudo-statistisch verkauft wird», sagte Feess von der Frankfurt School of Finance & Management in der FAZ über seine Motivation. Nun könne er sagen, dass diese Behauptung einfach nicht stimme. «Die Wahrscheinlichkeit, dass ein zu Unrecht nicht gegebener Elfmeter das schwache Team betrifft, ist viel grösser als jene, dass er das starke Team betrifft.»

Dr. Feess: Ein Forscher mischt die Bundesliga auf.
Dr. Feess: Ein Forscher mischt die Bundesliga auf.
bild: frankfurt school

Andere Bilanz in der Schweiz

Auch das Schweizer Fussball-Magazin «Zwölf» widmete sich vor einiger Zeit dem Thema Fehlentscheide. Es nahm dazu sämtliche Partien der Super-League-Saison 2014/15 unter die Lupe. Das Resultat: St.Gallen wäre bei korrekten Entscheiden drei Plätze besser gewesen und hätte es als Dritter in die Europa League geschafft. Und anstelle von Aarau wäre Vaduz abgestiegen.

Interessant ist, dass – anders als in Deutschland die Bayern – nicht der Ligakrösus Basel den grössten Schiedsrichter-Bonus hatte. Es war mit Thun ein «Zwerg» der Super League, der am häufigsten bevorteilt wurde. Zudem wurden Auswärtsteams häufiger bevorteilt als Heimmannschaften.

Schöner fliegen mit Arjen Robben

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Schöner fliegen mit dem Holländer – Arjen Robben fliegt durch die Strafräume dieser Welt
Air Robben – bestimmt segelt kein anderer Fussballer so oft durch die Luft wie der Holländer von Bayern München.
quelle: ap / martin meissner
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