Schweiz
Justiz

Quadroni-Richter freigesprochen

Rosenkrieg um Whistleblower: Quadroni-Richter freigesprochen

17.09.2021, 10:5917.09.2021, 10:59
Adam Quadroni, Whistleblower im Buendner Bauskandal, aufgenommen am Donnerstag, 10. Mai 2018, in Ramosch. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Whistleblower Adam QuadroniBild: KEYSTONE

Der im Rosenkrieg des Whistleblowers Adam Quadroni wegen Amtsmissbrauchs angeklagte Unterengadiner Richter ist freigesprochen worden. Er hat laut dem Urteil für das Wohl der Kinder gehandelt.

Das Regionalgericht Prättigau/Davos in Klosters GR sprach dem freigesprochenen Richter denn auch eine Entschädigung in der Höhe von über 30'000 Franken zu.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann innert dreissig Tagen angefochten werden. Dies erwartet denn auch die Richterin, wie sie im Anschluss der Urteilsverkündung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Der Anwalt des Richters sprach im Anschluss von einem «wegweisenden Urteil».

Die Bündner Staatsanwaltschaft und auch der Whistleblower warfen dem Freigesprochenen vor, einen Polizeieinsatz in Quadronis Wohnung in Ramosch GR angeordnet und durchgesetzt zu haben, obwohl noch eine Berufung Quadronis dagegen lief.

Der angeklagte Richter hatte den Whistleblower im Bündner Baukartellskandal im November 2017 zur Herausgabe von Gegenständen der Kinder an die getrennt lebende Ehefrau und die gemeinsamen drei Töchter verpflichtet. Sollte Quadroni die Gegenstände nicht hergeben, berechtigte der Richter die Ehefrau, die Wohnung in Begleitung von Polizeibeamten zu betreten und die Sachen zu holen. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Missbrauchsfall in Untersiggenthal: Wie es den Opfern heute geht
Iwona und Paula L. haben den Missbrauch durch den Aargauer SVP-Grossrat Patrick Frei öffentlich gemacht. Sie erfuhren viel Solidarität, mussten aber auch Rückschläge hinnehmen. Nun erzählen sie, wie es ihnen ergangen ist.
Vor drei Monaten machten Iwona und Paula L. den Missbrauch durch den ehemaligen SVP-Grossrat Patrick Frei öffentlich. Seither haben Mutter und Tochter viel Zuspruch und Unterstützung erfahren, mussten aber auch einige Hürden überwinden.
Zur Story