Sport

Schweizer Turnverband wirft Trainerinnen nach schweren Vorwürfen raus

Turnverband wirft Chef- und Nationaltrainerin nach schweren Vorwürfen raus

24.06.2020, 14:0624.06.2020, 14:06

Der Schweizerische Turnverband (STV) trennt sich im Bereich der Rhythmischen Gymnastik per sofort von der Cheftrainerin Iliana Dineva und der Nationaltrainerin Anelia Stantscheva. Der Entscheid ist eine Folge einer internen Untersuchung der Verantwortlichen des STV in den letzten Tagen.

Ehemalige Athletinnen des Nationalkaders hatten gegenüber dem «Blick» schwere Vorwürfe gegen Dineva aufgrund deren Trainingsmethoden erhoben. Unter anderem seien die Gymnastinnen angehalten worden, trotz Verletzungen weiter zu trainieren.

Zudem kam es zu physischen und verbalen Übergriffen. Dineva soll abschätzige Bemerkungen über die Figur einzelner Athletinnen gemacht haben, wie der «Blick» am Dienstag berichtete. In Magglingen habe ein Klima der Angst geherrscht.

Nun steht erneut ein Neufbau an

Der STV hatte im Herbst 2018 nach dem Verpassen der Qualifikation für die WM 2019 Konsequenzen gezogen und einen sportlichen Neuanfang ausgerufen. Die Verträge mit den sechs Nationalkader-Athletinnen Tania Cardinale, Gina Dünser, Jasmin Frieden, Tamara Stanisic, Rahel Steinger und Julia Wymann wurden allesamt aufgelöst.

Dineva, die Anfang 2017 zur Cheftrainerin aufrückte, erhielt den Auftrag, im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris ein neues Team aufzubauen. Stantscheva bekleidete das Amt der Nationaltrainerin erst seit einem Jahr. Die beiden Stellen werden laut STV neu ausgeschrieben, das Training wird bis auf Weiteres interimistisch geleitet. (ram/sda)

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