Digital
Musik

Spotify gewinnt noch mehr Nutzer und schreibt einen grösseren Verlust

Spotify gewinnt noch mehr Nutzer und schreibt einen grösseren Verlust

24.05.2016, 11:1624.05.2016, 14:03

Der Musik-Streamingdienst Spotify hat seine Nutzerzahl bis Ende 2015 auf rund 89 Millionen gesteigert. Der Umsatz des Marktführers aus Schweden stieg um 80 Prozent auf 1,945 Milliarden Euro.

Doch weil Spotify viel investierte, machte der Streamingdienst 173 Millionen Euro Verlust. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

Seit der Gründung 2008 hat Spotify noch keinen Gewinn gemacht. Die Nutzer können mit dem Streamingdienst ohne zu zahlen Musik hören – dann wird Werbung eingeblendet.

Wer das nicht möchte, zahlt eine monatliche Gebühr. Die Zahl der zahlenden Abonnenten bezifferte Spotify-Chef Daniel Ek im März auf mehr als 30 Millionen.

«Wir glauben, dass unser Modell in grossem Massstab profitabel ist», erklärte Spotify bei Vorlage der Jahreszahlen am Montag. «Wir werden daher weiter unermüdlich in unser Produkt investieren, um die Reichweite schnell auszuweiten.»

Das Unternehmen soll über 8 Milliarden Dollar wert sein

Nutzer können bei Spotify nach Unternehmensangaben mehr als 30 Millionen Songs hören. Der Streamingdienst hat aber starke Konkurrenz: der erst 2015 gestartete Dienst Apple Music, Deezer aus Frankreich oder Tidal von Rapper Jay-Z.

Spotify wird immer noch von seinen Gründern kontrolliert, den Schweden Daniel Ek und Martin Lorentzon. Verschiedene Investoren stiegen in den vergangenen Jahren ein, um die Investitionen zu finanzieren – ihr jeweiliger Anteil ist aber nicht bekannt.

Beim Börsengang eines Investors, des schwedischen Telekommunikationsunternehmens Telia, im Juni 2015 wurde aber bekannt, dass Spotify mit 8.2 Milliarden Dollar bewertet wird.

(dsc/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
In diesem Land entscheiden sich 99 Prozent der Autokäufer für ein E-Auto – und bei uns?
Sind Elektroautos auf dem Vormarsch oder noch immer eine Nische? Das hängt ganz davon ab, auf welches Land man blickt.
Europas E-Auto-Markt kommt in Schwung. Die fünf grössten Märkte – Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich – erlebten von Januar bis März ein Rekordquartal für Elektroautos. Gegenüber dem Vorjahr betrug das Wachstum 35 Prozent. In ganz Europa wurden 26 Prozent mehr Stromer verkauft. In der Schweiz legten Elektroautos seit Anfang Jahr um 13 Prozent zu.

Im April ging der Höhenflug weiter: Italien plus 99 Prozent gegenüber April vor einem Jahr, England plus 56 und Frankreich und Deutschland plus 41 Prozent. Solche Wachstumszahlen sahen wir in Europa schon länger nicht mehr.

In einer eigenen Liga spielt Norwegen: Das Land vermeldet, dass im April 99 Prozent aller erstmals eingelösten Personenwagen vollelektrische Autos waren – ein neuer Monatsrekord. Auch Hongkong (94.6 % E-Autos), Dänemark (81.9 %) und Singapur (61.2 %) etablieren sich als Elektroauto-Hochburgen.
Zur Story