Huawei
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Chinese President Xi Jinping, right, and Russian President Vladimir Putin attend the ceremony of presenting Xi Jinping degree from St. Petersburg State University at the St. Petersburg International Economic Forum in St. Petersburg, Russia, Thursday, June 6, 2019. (AP Photo/Dmitri Lovetsky, Pool)

Chinas Präsident Xi Jinping trifft Wladimir Putin in St. Petersburg. Bild: AP/AP POOL

Huawei soll in Russland schnelles 5G-Netz aufbauen – USA warnen Schweiz vor China

Russland setzt beim Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes auf Huawei. Derweil warnt US-Aussenminister Mike Pompeo die Schweiz vor dem chinesischen Techgiganten.



Russland will beim Aufbau des schnellen 5G-Mobilfunknetzes den chinesischen Anbieter Huawei mit ins Boot holen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete der russische Telekom-Anbieter MTS mit seinem chinesischen Konkurrenten, wie das russische Unternehmen zum Besuch von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping mitteilte.

Xi ist Staatsgast beim Internationalen Weltwirtschaftsforum in St. Petersburg, das am Donnerstag begann. Huawei soll demnach in diesem und nächsten Jahr beim «Pilotstart» des schnellen 5G-Datennetzes in Russland helfen. Geplant seien Testzonen wie in Hochgeschwindigkeitszügen, U-Bahnen und Hochhäusern.

China gibt früher als erwartet Startschuss für 5G-Aufbau

China selbst gibt früher als erwartet grünes Licht für den Aufbau kommerzieller 5G-Mobilfunknetze. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie vergab Lizenzen an die vier staatlichen Konzerne China Telecom, China Mobile, China Unicom und China Broadcasting Network.

Der Beginn des Ausbaus war ursprünglich für 2020 geplant gewesen. Der Schritt könnte dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei nützen, der in den USA unter Spionageverdacht geraten ist. China und andere grosse Märkte wetteifern um die Vorreiterrolle bei der neuen Mobilfunktechnologie. 5G ist der Schlüssel für Fortschritte bei Zukunftstechnologien wie der künstlichen Intelligenz und dem autonomen Fahren.

Auch ausländische Unternehmen könnten sich am Aufbau des 5G-Netzes beteiligen, teilte das Ministerium mit. Mögliche Interessenten sind die skandinavischen Konzerne Nokia und Ericsson.

Ihr chinesischer Konkurrent Huawei, der auf Betreiben der USA in einigen westlichen Ländern von 5G-Aufträgen ausgeschlossen wird, teilte mit, er sei bereit, den chinesischen Aufbau zu unterstützen. Staatlichen Medien zufolge will der Konzern in diesem Jahr mehr als zehn Milliarden Yuan (rund 1,5 Milliarden Franken) in die Forschung und Entwicklung von 5G-Technologie investieren.

Chinas grösster Telekombetreiber, China Mobile, will nach eigenen Angaben bis Ende September 5G-Dienste in mehr als 40 chinesischen Städten anbieten.

Huawei Schweiz weist Vorwürfe von Pompeo zurück

Huawei Schweiz hat Vorwürfe von US-Aussenminister Mike Pompeo zurückgewiesen, wonach China durch das Telekomunternehmen in der Schweiz Spionage betreibe. Die Vorwürfe seien absurd, erklärte der Vizepräsident von Huawei Schweiz, Felix Kamer, gegenüber «Le Temps».

Pompeo hatte in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Dienstag die Schweiz vor den Risiken bei einer Annäherung mit China gewarnt. «Wenn China Ihnen Informationstechnologie anbietet, sollten Sie sich bewusst sein, dass der entsprechende Hersteller von Mitgliedern der Kommunistischen Partei kontrolliert wird», hatte er erklärt.

Falls die Schweiz chinesische Technologie verwende, so der US-Aussenminister in der «NZZ», lieferten die Schweizer ihre Informationen direkt an die Kommunistische Partei Chinas. «Da gibt es keine Privatsphäre», mahnte Pompeo.

Felix Kamer, Vize-Chef Schweiz bei Huawei, sagte dazu am Donnerstag in einem Online-Interview mit der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps», es gehe hier um einen von den USA begonnenen Handelskrieg. «Wir sind in ständigem Kontakt mit unseren Kunden in der Schweiz, um sie laufend über die aktuelle Situation zu informieren. Die grössten von ihnen haben totales Vertrauen in uns.»

Huawei hat kürzlich die Schaffung von tausend Arbeitsplätzen im Forschungsbereich in der Schweiz angekündigt.

Huawei weiter auf schwarzer Liste der USA

Die USA haben den chinesischen Telekom-Riesen auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Die USA fürchten, das Unternehmen könne für Peking spionieren. Huawei weist die Vorwürfe zurück.

Huawei ist der grösste Netzwerkausrüster der Welt. Viele Länder und Firmen greifen auf die Produkte zurück, mit denen Netze für den neuen Mobilfunkstandard 5G gebaut werden können. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Staaten aufgefordert, auf Huawei beim 5G-Ausbau zu verzichten. Diese verweigern ihm aber die Gefolgschaft. In der Schweiz halten etwa auch Swisscom und Sunrise an Huawei als Lieferant fest.

(sda/dpa/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • esclarmonde 08.06.2019 15:58
    Highlight Highlight Ob China oder USA, spionieren tun beide gern. Und dass die USA sich genauso gerne - und dank Trumpel noch offensichtlicher - einmischen, ist offensichtlich.
  • DemonCore 08.06.2019 07:18
    Highlight Highlight Die Schweizer kaufen halt gerne bei totalitären, mörderischen Regimes. China richtet pro Jahr über 2000 Personen hin, unterdrückt und fälscht die Geschichte (Tiananmen-Massaker) und schickt unliebsame Journalisten und Aktivisten ins Konzentrationslager.

    Machen die Amerikaner alles super? Nein. Aber die Amerikaner tolerieren Opposition und Kritik und massakrieren keine Demonstranten.
    • Ökonometriker 08.06.2019 16:32
      Highlight Highlight Und die hunderttausenden Toten durch den Irakkrieg werden geflissentlich unterschlagen.
    • DemonCore 08.06.2019 17:15
      Highlight Highlight Unsinn. Niemand hat Zahlen zu den Toten des Irakkrieges unterschlagen. Btw, der Krieg selbst forderte kaum Opfer. Was viele Opfer forderte, möglicherweise hunderttausende ist die inner-islamische sektiererische Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten. Auch da könnte man bei der Wahrheit bleiben.
    • Avenarius 09.06.2019 10:24
      Highlight Highlight Das einzige totalitäre Land der Erde ist die USA.
      A propos Massaker: Rassen-Demos, Baltimore, Louisiana, Newark, New Jersey, Memphis, Charlotte und hunderte andere! Kein Land der Welt bedrängt, beeinflusst, korrumpiert und bringt mehr Menschen ausserhalb ihres Landes um, als die Amis. Die Amis arbeiteten mit jedem Schwein und Politischem-Verbrecher der letzten 70 Jahre zusammen. Ich glaube es waren 30 Kriege, die die Amis angefangen haben ... ohne Black Ops, zum eigenen Nutzen natürlich. Die Chinesen sind Kuschelkätzchen im Vergleich zu den Amis. Investieren auch mehr in Bildung als Krieg !
  • Alter-Sack 07.06.2019 16:45
    Highlight Highlight Wo immer es geht sind die Amis bei mir auf der schwarzen Liste!
    • AdvocatusDiaboli 07.06.2019 18:19
      Highlight Highlight Was habe ich denn dir angetan?
    • mycredo 08.06.2019 12:33
      Highlight Highlight Es ist natürlich einfach, Scherze zu machen und in blinder Naivität mit den Chinesen zusammen zu arbeiten. Typisch Schweiz, das Eldorado für Spione.

7-Jähriger liefert sich Tanz-Battle mit Polizisten

Ein ziemlich cooles Tanz-Battle lieferten sich kürzlich der 7-jährige Jayden und ein Polizist aus Denver.

Der Junge wollte eigentlich nur ein Bild des Motorrads machen, doch der Polizist fordert den Jungen kurzerhand zu einem Battle heraus. Der Vater des 7-Jährigen filmte dabei mit seinem Handy – und stellte den unterhaltsamen Tanzwettbewerb darauf ins Netz. Das war begeistert – von den Tanzkünsten Jaydens und natürlich auch jenen des Polizisten.

(ohe)

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