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Kreml will trotz Norilsk-Leck Arktispläne vorantreiben

In this handout photo provided by the Russian Marine Rescue Service, a rescuer works collecting oil contaminated water from an oil spill outside Norilsk, 2,900 kilometers (1,800 miles) northeast of Mo ...
Ein Mitarbeiter des russischen marinen Rettungsservice sammelt kontaminiertes Wasser, nachdem nahe der Stadt Norilsk Tausende Tonnen Diesel ausgelaufen sind und zu massiven Umweltschäden geführt haben.Bild: keystone

Kreml will trotz Norilsk-Leck Arktispläne vorantreiben

Trotz der Umweltkatastrophe bei Norilsk hält Wladimir Putin weiter an seinen energiepolitischen Plänen in der Arktis fest.
08.06.2020, 17:2508.06.2020, 17:25

Der Kreml will trotz der massiven Umweltschäden nach dem Leck in einem Kraftwerk am Nordpolarmeer an seinen Plänen zur Nutzung der Arktis festhalten. «Ich glaube nicht, dass das diese Pläne beeinflusst», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau.

Die Erschliessung der Gebiete sei wichtig für die Wirtschaft. Dabei wolle man Regeln für die Umwelt und Technologie strikt einhalten. Dennoch werden zusätzliche Kontrollmassnahmen erforderlich sein, wie er der Agentur Tass zufolge sagte.

Ende Mai waren nahe der Stadt Norilsk rund 21'000 Tonnen Diesel aus einem Kraftwerk des Nickelproduzenten Nornickel ausgelaufen und bedrohen die Natur in Teilen des Grossen Arktischen Schutzgebietes, eines Naturreservates.

Die Reinigung des schwer verschmutzen Flusses Ambarnaja geht zwar voran. Doch die Arbeiten mit Hunderten Einsatzkräften und Spezialgeräten sollen noch wochenlang dauern, wie der Zivilschutz mitteilte. Umweltschützer gehen davon aus, dass die Natur Jahrzehnte zur Erholung brauchen wird.

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Das Satellitenbild zeigt ein Öl-Leck (rot) in der Nähe der sibirischen Stadt Norilsk im Fluss Ambarnaja. Bild: sda

Regierungschef Michail Mischustin will in den nächsten Wochen das Naturschutzgesetz überarbeiten. Unternehmen sollen dadurch stärker zur Kontrolle ihrer Kraftwerke verpflichtet werden, bei denen es Risiken für die Umwelt geben könnte.

Kremlchef Wladimir Putin hatte im März ein Dekret unterschrieben, durch das die wirtschaftliche Nutzung der Arktis bis zum Jahr 2035 vorangetrieben werden soll. Im Fokus steht dabei die weitere Erschliessung der Nordostpassage durch die Arktis, die als Route die Transportwege nach Asien wesentlich verringern würde. (sda/dpa)

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