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Parmelin gedenkt Holocaust-Opfern: Instabile Zeiten begünstigen extremistische Tendenzen



Bundespraesident Guy Parmelin in seinem Buero im Bundeshaus Ost, vor der Aufzeichnung der Neujahrsansprache fuer das Jahr 2021, am Mittwoch, 30. Dezember 2020, in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bild: keystone

Bundespräsident Guy Parmelin hat am Mittwoch aus Anlass des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocausts daran erinnert, dass jede Zeit der Instabilität extremistische Tendenzen und ungesunde Impulse begünstige.

Es genüge in der gegenwärtigen Gesundheitskrise ein Blick auf das aktuelle internationale Geschehen, um sich davon ein Bild zu machen, stellte Parmelin in seiner Botschaft zum Holocaust-Gedenktag fest.

«Dieser psychologische Mechanismus muss durchbrochen werden und wir dürfen um keinen Preis der Versuchung nachgeben, zur Gewalt zu greifen», so Parmelin. Daher verurteile die Schweiz nach wie vor mit aller Deutlichkeit jede Form von Antisemitismus, von Diskriminierung und von Rassismus.

Harmonie und Zusammenhalt in der Gesellschaft gründeten letztlich auf dem Geist der Offenheit, der Bereitschaft zum Dialog und der Bekundung von Respekt.

Der Bundespräsident zitierte eine Aussage des israelischen Historikers Yehuda Bauer, der mehrfach darauf hingewiesen hat, dass das Fürchterliche an der Shoa nicht darin besteht, dass die Nazis von menschlichen Normen abwichen, sondern gerade darin, dass dies nicht der Fall war.

Nach 1945 seien weitere Völkermorde verübt worden, stellte Parmelin fest. Umso entschlossener müssten heute konkrete Vorkehren getroffen werden, um solche Gräueltaten zu vermeiden.

Die Schweiz habe hier Pionierarbeit geleistet, indem sie vor einigen Jahren den Anstoss zur Schaffung des Netzwerks «Global Action against Mass Atrocity Crimes» gegeben habe. Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter von Staaten und der Zivilgesellschaft aus allen Kontinenten entwickelten hier Präventionsinstrumente. (sda)

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