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US-Verteidigungsminister 

USA wollen Zugang zu türkischem Luftwaffenstützpunkt



Defense Secretary Chuck Hagel, left, accompanied by Deputy Defense Secretary Bob Work, briefs reporters at the Pentagon, Wednesday, Oct. 1, 2014, on the military health care system. (AP Photo/Cliff Owen)

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel: Zugang zu türkischen Luftwaffenstützpunkt gefordert. Bild: AP/FR170079 AP

Im Kampf gegen den IS sondieren die USA die Möglichkeiten einer Unterstützung durch die Türkei. Wie US-Verteidigungsminister Chuck Hagel gegenüber der Nachrichtenagentur AP sagte, würden die USA den Zugang zu türkischen Luftwaffenstützpunkten, namentlich demjenigen in Incirlik, begrüssen. Dies sagte Hagel anlässlich einer Südamerika-Reise in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota. Bereits zuvor hatten US-Offizielle in Gesprächen mit türkischen Behördenvertreter ein Eingreifen der Türkei im Syrien-Konflikt erwogen.

Standort des Luftwaffenstützpunkts Incirlik.  google maps

US-Aussenministeriumssprecherin Jennifer Psaki teilte am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mit, in der kommenden Woche werde sich eine Militärdelegation nach Ankara begeben, um die bereits begonnenen Gespräche über den gemeinsamen Kampf gegen den IS fortzusetzen.

German Bundeswehr Transall C-160 plane carrying humanitarian aid stands on tarmac at Incirlik airbase near Adana, August 15, 2014. Germany's armed forces on Friday began sending aid supplies to northern Iraq where thousands of people have fled Islamic State militants, and the defense minister said Germany was looking into whether it would also deliver military equipment. REUTERS/Axel Heimken/Pool (GERMANY - Tags: MILITARY POLITICS CONFLICT)

Transportflugzeug der deutschen Luftwaffe auf dem türkischen Militärflughafen Incirlik (August 2014).  Bild: POOL/REUTERS

Es gebe «fortlaufende» Gespräche über die Rolle der Türkei in dem Kampf. Es gehe derzeit nicht darum, an die Türkei «Forderungen zu stellen», sagte Psaki. Washington hatte bereits den pensionierten US-General John Allen und den Irak-Beauftragten Brett McGurk nach Ankara geschickt. Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Donnerstag, es sei «nicht realistisch», dass die Türkei «allein eine Bodenoperation» ausführe.

Kern der Debatte ist die Lage in der kurdischen Grenzstadt Kobane. Die mehrheitlich von Kurden bewohnte Stadt ist seit Wochen von IS-Kämpfern umzingelt. Einige tausend kurdische Kämpfer der YPG harren in Kobane aus. Der Fall der Grenzstadt würde den Dschihadisten die Kontrolle über das Grenzgebiet verschaffen und hätte unübersehbare Konsequenzen für die gesamte Region.

epa04438450 A picture taken from Turkey shows smoking rising as airstrikes by an alleged alliance war plane on Islamic State targets in the west of Kobane, Syria, where Kurdish fighters YPG are trying to defend the city, near Suruc district, Sanliurfa, Turkey 09 October 2014. Islamic State militants captured part of a strategic hill overlooking the southern entrance to the besieged Kurdish town of Kobane on Syria's border with Turkey, a monitoring group said. The Islamic State's reported advance came despite what appeared to be the most intense airstrikes yet on jihadist forces around the town by a US-led coalition that formed to fight the militants.  EPA/SEDAT SUNA

Rauchschwaden über einem Hügel bei Kobane nach einem mutmasslichen Luftschlag der internationalen Koalition. Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Der Türkei wird vorgeworfen, mit Waffenlieferung oder einem militärischen Eingreifen abzuwarten, um den kurdischen Autonomieansprüchen in der Region nicht Geltung zu verschaffen. Seit Montag flog die internationale Koalition um die USA mehr als 30 Luftangriffe auf IS-Stellungen in und um Kobane. Dennoch behauptet der IS nach letzten Meldungen einen Drittel der Stadt für sich. (wst/sda)

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