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Steht in der Kritik: Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula van der Leyen auf Truppenbesuch in Afghanistan.
Steht in der Kritik: Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula van der Leyen auf Truppenbesuch in Afghanistan.Bild: EPA/DPA POOL

Bericht deckt «schwere Mängel» bei Einsatzbereitschaft der deutschen Bundeswehr auf

26.02.2018, 21:3927.02.2018, 06:13

Das deutsche Verteidigungsministerium hat laut einem Zeitungsbericht schwere Mängel bei der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr eingeräumt. Im vergangenen Jahr seien durchschnittlich nur 13 von 58 Transporthubschraubern vom Typ NH90 einsatzbereit gewesen, meldete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf einen Ministeriumsbericht.

Diese Helikopter kommen vor allem in Afghanistan und Mali zum Einsatz. Auch beim Militärhubschrauber vom Typ Tiger kam es demnach zu erheblichen Ausfällen, nur zwölf von 62 Maschinen seien im Schnitt einsatzfähig gewesen, hiess es in der Dienstagsausgabe des Redaktionsnetzwerks.

Schwere Defizite gab es laut dem Bericht auch bei den 15 Transportflugzeugen A400M, von denen durchschnittlich nur drei einsatzbereit waren. Von den 128 zur Verfügung stehenden Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter konnten demnach im Durchschnitt nur 39 genutzt werden.

Ministerium: «Lage hat sich verbessert»

Auch zu Wasser war die Bundeswehr laut dem Zeitungsbericht nur bedingt einsatzfähig. Von 13 Fregatten standen nach Informationen des Redaktionsnetzwerks im Durchschnitt fünf zur Verfügung, bei U-Booten der Klasse 212A war es eines von insgesamt sechs. Von den 244 Leopard-2-Panzern seien nur 105 einsatzbereit gewesen.

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Nach Angaben des Verteidigungsministeriums habe sich die Lage aber dennoch verbessert, hiess es in dem Bericht weiter. So sei die Anzahl der einsatzbereiten Waffensysteme in den vergangenen drei Jahren «um ca. 550 gestiegen».

Über den Bericht des Ministeriums soll am Mittwoch der Verteidigungsausschuss des Bundestages beraten. Zuletzt hatte es mehrfach Kritik an der Ausrüstung und Einsatzfähigkeit der Bundeswehr gegeben. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, beklagte vergangene Woche «grosse Lücken bei Personal und Material» in der Bundeswehr. (sda/afp)

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