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epa06398087 Germany's acting Defence Minister Ursula von der Leyen (C) has a walk with German 'Bundeswehr' army officers at Camp Marmal in Mazar-e-Sharif, Afghanistan, 19 December 2017. Von der Leyen pays the traditional pre-Christmas visit of the German Defence Minister to the country's troops deployed within the International Security Assistance Force (ISAF) mission in Afghanistan.  EPA/MICHAEL KAPPELER / POOL

Steht in der Kritik: Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula van der Leyen auf Truppenbesuch in Afghanistan. Bild: EPA/DPA POOL

Bericht deckt «schwere Mängel» bei Einsatzbereitschaft der deutschen Bundeswehr auf



Das deutsche Verteidigungsministerium hat laut einem Zeitungsbericht schwere Mängel bei der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr eingeräumt. Im vergangenen Jahr seien durchschnittlich nur 13 von 58 Transporthubschraubern vom Typ NH90 einsatzbereit gewesen, meldete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf einen Ministeriumsbericht.

Diese Helikopter kommen vor allem in Afghanistan und Mali zum Einsatz. Auch beim Militärhubschrauber vom Typ Tiger kam es demnach zu erheblichen Ausfällen, nur zwölf von 62 Maschinen seien im Schnitt einsatzfähig gewesen, hiess es in der Dienstagsausgabe des Redaktionsnetzwerks.

Schwere Defizite gab es laut dem Bericht auch bei den 15 Transportflugzeugen A400M, von denen durchschnittlich nur drei einsatzbereit waren. Von den 128 zur Verfügung stehenden Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter konnten demnach im Durchschnitt nur 39 genutzt werden.

Ministerium: «Lage hat sich verbessert»

Auch zu Wasser war die Bundeswehr laut dem Zeitungsbericht nur bedingt einsatzfähig. Von 13 Fregatten standen nach Informationen des Redaktionsnetzwerks im Durchschnitt fünf zur Verfügung, bei U-Booten der Klasse 212A war es eines von insgesamt sechs. Von den 244 Leopard-2-Panzern seien nur 105 einsatzbereit gewesen.

Spezialeinheiten auf der ganzen Welt

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums habe sich die Lage aber dennoch verbessert, hiess es in dem Bericht weiter. So sei die Anzahl der einsatzbereiten Waffensysteme in den vergangenen drei Jahren «um ca. 550 gestiegen».

Über den Bericht des Ministeriums soll am Mittwoch der Verteidigungsausschuss des Bundestages beraten. Zuletzt hatte es mehrfach Kritik an der Ausrüstung und Einsatzfähigkeit der Bundeswehr gegeben. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, beklagte vergangene Woche «grosse Lücken bei Personal und Material» in der Bundeswehr. (sda/afp)

Bei diesen Nachbarn umso weniger: Ein Krieg an der Schweizer Grenze sei praktisch undenkbar

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Me, my shelf and I 27.02.2018 07:38
    Highlight Highlight Uschis Resterampe, wie die Heute-Show die Bundesweit liebevoll nennt, ist nix neues. Die Bundeswehr ist seit Jahren zu schlecht ausgerüstet. Niemand will fürs Überleben der Soldaten blechen, aber jeder will sie in Einsätze schicken.

    Bin zwar für die Abschaffung des Militärs, aber halbpatziges sollte in diesem Metier nicht veranstaltet werden. Es geht ums Leben von Soldaten. Entweder ganz oder gar nicht.
  • _kokolorix 27.02.2018 06:33
    Highlight Highlight Ich denke das ist der Normalzustand von jeder Armee. Da die Rüstungsindustrie einen Grossteil des Budgets für extrem überteuerte, kaum praxistaugliche Waffen- und Transportsysteme abzügelt, bleibt nicht genug übrig um Personal und Wartung auf dem notwendigen Stand zu halten.
    Die Gründe sind klar. Der Filz von Rüstungsindustrie, Militärspitze und Politik sorgt dafür, dass das viele Geld in die Taschen der Aktionäre wandert, statt in die effektive 'Verteidigungsbereitschaft'
  • Wilhelm Dingo 27.02.2018 06:08
    Highlight Highlight Mediengeplänkel zur Rechtfertigung des von der NATO geforderten erhöhtem Wehretat
  • walsi 27.02.2018 05:58
    Highlight Highlight Man fragt sich was die Bundeswehr mit dem Geld macht? Im Jahre 2006 betrug der Verteidigungsetat € 27.8 Mia. im Jahre 2017 wahren es € 35.1 Mia. was einer Steigerung von 26.2% entspricht. Bei der Bundeswehr wurde also nicht gespart sondern immer mehr Geld ausgegeben.

    Mir scheint eher man sucht einen "plausiblen" Grund zu finden um das Budget auf die 2% vom Bip zu bringen wie es die USA/NATO von Deutschland verlangt.
    • Wilhelm Dingo 27.02.2018 08:38
      Highlight Highlight @walsi: psst nicht so laut sagen! Warum WATSON hier nicht ein weniger kritisch hinterfragt ist mir schleierhaft.
  • Posersalami 27.02.2018 01:58
    Highlight Highlight Die Verteidigungsministerin ist dank ihrer Unfähigkeit der beste Garant für Frieden in Europa. Find ich gut!
  • atomschlaf 26.02.2018 23:14
    Highlight Highlight Kein Wunder bei der Chefin 🙄
  • Luchs 26.02.2018 23:03
    Highlight Highlight Ist und passt, das deutsche HK G 36 verfehlt Ziel nach 12-24 Schuss sowieso. Mir ist es voll wöhler wenn die Nachbarn so drauf sind, das war auch schon anders, Gott behütte..

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