DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bald stürmt er nicht mehr gegen, sondern für Servette: Joël Vermin.
Bald stürmt er nicht mehr gegen, sondern für Servette: Joël Vermin.
Bild: KEYSTONE
Eismeister Zaugg

Der Pulverdampf verzieht sich – Vermin bis 2024 bei Servette

Eine Lösung zeichnet sich ab, bei der alle das Gesicht wahren können. Lausanne gibt Joël Vermin frei schickt ihn für Tim Bozon und Petr Cajka nach Genf.
14.09.2020, 17:5315.09.2020, 10:43

Seit Wochen steht fest, dass Joël Vermin (28) Lausanne verlassen muss. Der SC Bern hat sich um ihn bemüht, konnte jedoch kein Tauschgeschäft anbieten. Biel und Lugano waren auch interessiert – aber nun haben sich die Parteien heute doch noch auf einen Transfer zu Servette geeinigt. Der WM-Silberheld bekommt von Lausanne die Freigabe und zügelt nach Genf. Dort bekommt er einen neuen Vertrag bis 2022 plus Option für zwei weitere Jahre bis 2024. Im Gegenzug wechseln Tim Bozon und – das ist aber noch Verhandlungssache – auch Petr Cajka von Servette zu Lausanne.

Mit diesem Deal können die Parteien das Gesicht wahren. Tim Bozon (26) hat die hohen Erwartungen als Junior (von Montréal 2012 als Nummer 64 gedraftet) zwar nie bestätigt und für die NHL hat es bei weitem nicht gereicht. Aber er ist in unserer höchsten Liga ein zuverlässiger Energiestürmer für die dritte Linie geworden. Zuletzt mit 12 und zwei Mal 14 Punkten. Bleibt der Sohn der Legende Philippe Bozon eine ganze Saison gesund, können es 20 Punkte werden.

Tim Bozon zieht am Genfersee ostwärts.
Tim Bozon zieht am Genfersee ostwärts.
Bild: KEYSTONE

Servettes Sportchef Marc Gautschi hat Petr Cajka (19) kürzlich «als möglichen neuen Star» bezeichnet. Nach Lehrjahren bei den Pikes, in Rapperswil und Zug ist das elegante Kufentier nun Lizenz-Schweizer geworden. Auf den Aussenbahnen kann der tschechische Junioren-Internationale neben einem guten Center Neuling des Jahres werden. Ob auch er zusammen mit Tim Bozon nach Lausanne wechselt, ist noch Verhandlungssache.

Ein Deal, der Servette besser macht

Lausanne kann mit Bozon die Kadertiefe vergrössern und sichert sich, wenn es klappt, mit Cajka ein vielversprechendes Talent. Servette bekommt mit Vermin zwar keinen Topskorer. Aber der WM-Silberheld von 2018 ist ein kompletter Stürmer für alle drei Positionen und dominant in allen drei Zonen. Er macht Servette besser und stärkt das Selbstverständnis der Genfer, in der Romandie die Nummer 1 zu sein.

Kann ein Grosser werden: Petr Cajka.
Kann ein Grosser werden: Petr Cajka.
Bild: KEYSTONE

Und letztlich stimmt der Deal auch für Joël Vermin. In Genf kann er wieder mit Tanner Richard (27) stürmen. Die beiden haben in Nordamerika bereits gemeinsam im Farmteam von Tampa in der AHL gespielt.

Vernunft kehrt ein am Genfersee

Oder platzt der Deal doch noch im letzten Moment wie schon so viele Male in den letzten Wochen? Die Aussichten, dass die ganze Angelegenheit nun zu einem guten Abschluss kommt, sind so gut wie noch nie. Der Pulverdampf der Polemik hat sich verzogen und die Vernunft ist eingekehrt. Dabei spielt wohl auch eine Rolle, dass inzwischen die Möglichkeit im Raume steht, mit einem inszenierten Auslandtransfer (etwa für einen schwedischen oder finnischen Klub) Joël Vermins Freigabe in Lausanne zu erwirken – und dann würde Lausanne leer ausgehen und sich blamieren.

So wie nun aber die Sache besprochen, aufgegleist und mündlich abgemacht worden ist, können alle Parteien sagen, es sei ein guter Deal.

watson Eishockey auf Instagram
Selfies an den schönsten Stränden von Lombok bis Honolulu, Fotos von Quinoa-Avocado-Salaten und vegane Randen-Lauch-Smoothies – das alles findest du bei uns garantiert nicht. Dafür haben wir die besten Videos, spannendsten News und witzigsten Sprüche rund ums Eishockey.

Folge uns hier auf Instagram.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Was ist denn da am Genfersee los?

1 / 7
Was ist denn da am Genfersee los?
quelle: keystone / laurent gillieron
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Im 6 Grad kalten Wasser Fondue essen – wieso nicht?

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bayern, Real und PSG verlieren alle überraschend – Liverpool und ManCity trennen sich 2:2

Bayern München bezieht seine erste Niederlage unter Trainer Julian Nagelsmann. Der Bundesliga-Leader verliert in der 7. Runde zuhause gegen Eintracht Frankfurt trotz Führung 1:2.

Filip Kostic sicherte den Gästen in der 83. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel den überraschenden Sieg beim Serienmeister, der seit Ende August sämtliche Partien hoch gewonnen hatte. Djibril Sow konnte sich den Assist gutschreiben lassen.

Nach einer halben Stunde hatte Leon Goretzka die Bayern noch standesgemäss …

Artikel lesen
Link zum Artikel