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Le joueur du club lausannois, Joel Vermin, centre, a la lutte pour le puck avec le joueur du club genevois, Roger Karrer, gauche, devant le gardien genevois, Robert Mayer, droite, lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League LNA, entre le Geneve Servette HC et le Lausanne HC, LHC, ce jeudi 30 janvier 2020 a la patinoire des Vernets a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Bald stürmt er nicht mehr gegen, sondern für Servette: Joël Vermin. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Der Pulverdampf verzieht sich – Vermin bis 2024 bei Servette

Eine Lösung zeichnet sich ab, bei der alle das Gesicht wahren können. Lausanne gibt Joël Vermin frei schickt ihn für Tim Bozon und Petr Cajka nach Genf.



Seit Wochen steht fest, dass Joël Vermin (28) Lausanne verlassen muss. Der SC Bern hat sich um ihn bemüht, konnte jedoch kein Tauschgeschäft anbieten. Biel und Lugano waren auch interessiert – aber nun haben sich die Parteien heute doch noch auf einen Transfer zu Servette geeinigt. Der WM-Silberheld bekommt von Lausanne die Freigabe und zügelt nach Genf. Dort bekommt er einen neuen Vertrag bis 2022 plus Option für zwei weitere Jahre bis 2024. Im Gegenzug wechseln Tim Bozon und – das ist aber noch Verhandlungssache – auch Petr Cajka von Servette zu Lausanne.

Mit diesem Deal können die Parteien das Gesicht wahren. Tim Bozon (26) hat die hohen Erwartungen als Junior (von Montréal 2012 als Nummer 64 gedraftet) zwar nie bestätigt und für die NHL hat es bei weitem nicht gereicht. Aber er ist in unserer höchsten Liga ein zuverlässiger Energiestürmer für die dritte Linie geworden. Zuletzt mit 12 und zwei Mal 14 Punkten. Bleibt der Sohn der Legende Philippe Bozon eine ganze Saison gesund, können es 20 Punkte werden.

Genfs Tim Bozon, Torschuetze zum 0:1, jubelt, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SCL Tigers und Genf-Servette HC, am Montag, 23. Dezember 2019, im Ilfisstadion in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Tim Bozon zieht am Genfersee ostwärts. Bild: KEYSTONE

Servettes Sportchef Marc Gautschi hat Petr Cajka (19) kürzlich «als möglichen neuen Star» bezeichnet. Nach Lehrjahren bei den Pikes, in Rapperswil und Zug ist das elegante Kufentier nun Lizenz-Schweizer geworden. Auf den Aussenbahnen kann der tschechische Junioren-Internationale neben einem guten Center Neuling des Jahres werden. Ob auch er zusammen mit Tim Bozon nach Lausanne wechselt, ist noch Verhandlungssache.

Ein Deal, der Servette besser macht

Lausanne kann mit Bozon die Kadertiefe vergrössern und sichert sich, wenn es klappt, mit Cajka ein vielversprechendes Talent. Servette bekommt mit Vermin zwar keinen Topskorer. Aber der WM-Silberheld von 2018 ist ein kompletter Stürmer für alle drei Positionen und dominant in allen drei Zonen. Er macht Servette besser und stärkt das Selbstverständnis der Genfer, in der Romandie die Nummer 1 zu sein.

Geneve-Servette's players defender Arnaud Jacquemet, left, goaltender Robert Mayer, center, and Geneve-Servette's defender Petr Cajka, of Czech Republic, right, look disappointed after losing against Lugano, during a National League regular season game of the Swiss Championship between Geneve-Servette HC and HC Lugano, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Tuesday, January 14, 2020. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Kann ein Grosser werden: Petr Cajka. Bild: KEYSTONE

Und letztlich stimmt der Deal auch für Joël Vermin. In Genf kann er wieder mit Tanner Richard (27) stürmen. Die beiden haben in Nordamerika bereits gemeinsam im Farmteam von Tampa in der AHL gespielt.

Vernunft kehrt ein am Genfersee

Oder platzt der Deal doch noch im letzten Moment wie schon so viele Male in den letzten Wochen? Die Aussichten, dass die ganze Angelegenheit nun zu einem guten Abschluss kommt, sind so gut wie noch nie. Der Pulverdampf der Polemik hat sich verzogen und die Vernunft ist eingekehrt. Dabei spielt wohl auch eine Rolle, dass inzwischen die Möglichkeit im Raume steht, mit einem inszenierten Auslandtransfer (etwa für einen schwedischen oder finnischen Klub) Joël Vermins Freigabe in Lausanne zu erwirken – und dann würde Lausanne leer ausgehen und sich blamieren.

So wie nun aber die Sache besprochen, aufgegleist und mündlich abgemacht worden ist, können alle Parteien sagen, es sei ein guter Deal.

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Was ist denn da am Genfersee los?

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