5G
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Deux employes de l'entreprise Axians installent une antenne 5G de communication pour les mobiles sur un mat situe sur le toit d'un immeuble du quartier de la Gradelle a Chene-Bougeries ce vendredi 5 avril 2019 dans le canton de Geneve. Swisscom tient une conference de presse sur la construction de l'antenne 5G ce mercredi 10 avril 2019 a Zurich. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Über 100 5G-Antennen sind im Land schon installiert worden. Bild: KEYSTONE

Trotz Protesten: So viele 5G-Antennen hat die Swisscom bereits installiert

Der Telekomanbieter Swisscom ist trotz Widerständen in der Politik beim Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes vorangekommen. Laut Konzernchef Urs Schaeppi installierte das Unternehmen bereits über hundert entsprechende Antennen in 58 Ortschaften.



«Ich verstehe, dass Menschen Ängste haben»: Swisscom-Chef Urs Schaeppi. Bild: KEYSTONE

Swisscom will bis Ende Jahr 90 Prozent der Bevölkerung mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G versorgen. «Wir sind eigentlich auf Kurs. Aber durch die angekündigten Moratorien tun wir uns im Moment sehr schwer mit der Standortsuche für Antennen», sagte Schaeppi in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Es komme zu Verzögerungen beim Neubau oder beim Umbau aller Antennen.

Sabotage-Akte wie im Kanton Waadt, wo am letzten Sonntag in Denens eine Handy-Antenne in die Luft gesprengt worden war, verurteilte der 59-jährige Konzernchef. «Das sind Einzelfälle, aber wir nehmen die Vorfälle äusserst ernst. Sie sind absolut inakzeptabel.» Solche Vorgänge habe es schon von der Einführung von 3G gegeben. Heute sage niemand mehr etwas gegen 3G. Bei der Antenne in der Waadt handelte es sich nicht um ein 5G-Projekt.

«Sabotageakte sind inakzeptabel»

Urs Schäppi

Schaeppi beklagt, dass Leute aufgrund von Falschinformationen den Ausbau behinderten. Er verstehe, dass Menschen Ängste hätten, wenn neue Technologien eingeführt würden. Doch gerade Mobilfunkstrahlung sei ein sehr gut erforschtes Thema. «Es gibt Tausende von Studien dazu, und keine zeigt eine wissenschaftliche Evidenz, dass Mobilfunk bei der Einhaltung der Grenzwerte schädlich ist.»

Keine Zusatzerlöse erwartet

Betriebswirtschafter Schaeppi erwartet, dass bald breite Bevölkerungsschichten die neue Technologie nutzen: «Meine Prognose ist: Bis in fünf Jahren werden rund 80 Prozent der Schweizer ein 5G-Handy haben und 5G-Anwendungen nutzen.»

Swisscom will in einer ersten Phase möglichst rasch eine breite Abdeckung der Schweiz erreichen, dafür müssten laut Schaeppi nicht so viele neue Antennen gebaut werden. Alle Kunden könnten mit den heutigen Abonnementen 5G standardmässig nutzen - allerdings mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung. «Aber wenn wir in einer zweiten Phase wirklich sehr schnelle Verbindungen erreichen wollen, müssen wir entweder die Grenzwerte erhöhen oder viel mehr Antennen bauen.»

Weil im Telekommarkt ein Verdrängungskampf herrscht, erwartet der Swisscom-Chef mit 5G keine direkten Zusatzerlöse. «Die Wahrscheinlichkeit, dass die Anbieter mit der 5G-Netzleistung zusätzliches Geld verdienen, ist relativ klein.» Deshalb sei die Strategie von Swisscom zusätzliche Dienstleistungen wie cloudbasierte Lösungen, Internet-der-Dinge-Anwendungen oder komplette IT-Lösungen anzubieten.

In der Schweiz kamen die 5G-Lizenzen im Februar unter den Hammer. Swisscom, Salt und Sunrise erwarben die 5G-Frequenzen für 380 Millionen Franken. Das Bieterrennen um die Frequenzen in der Schweiz hatte bei 220 Millionen für alle Frequenzen begonnen. Fünf Frequenzblöcke à 5 Megahertz blieben jedoch ungenutzt. Die ComCom will diese zu einem späteren Zeitpunkt erneut ausschreiben. (bzbasel.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 17.06.2019 03:15
    Highlight Highlight Leider fordert der Fortschritt immer Opfer. Überwiegt der Nutzen die Folgen?
  • Füürtüfäli 16.06.2019 21:25
    Highlight Highlight «Die Wahrscheinlichkeit, dass die Anbieter mit der 5G-Netzleistung zusätzliches Geld verdienen, ist relativ klein.» jaaaa ne, is klar .Das "relativ" passt meiner Meinung nach nicht so ganz rein.
  • Hierundjetzt 16.06.2019 20:28
    Highlight Highlight „Verdrängungskampf“ bei 60-70% Markanteil 🤔

    Swiiiiisscoooom... Also Bitte
    • weachauimmo 17.06.2019 02:11
      Highlight Highlight In den späten 90ern waren es halt noch 100% der nationalen Festnetz- und Autotelefonbenutzer. Und alle hatten noch Münz oder eine Taxcard im Portemonnaie, um unterwegs und zu unterschiedlichsten Tages-, Abend-, Nacht- und Ortstarifen telefonieren zu können. ;)

      Hach.. um weiterhin etwas weg vom eigentlichen Thema zu bleiben:

      Erinnert sich noch jemand an die dicken Telefonbücher (z.B. in den Telefonkabinen) und daran, als diese plötzlich durch diese elektronischen Monochrom-Displays mit den runden Tastatur-Metallknöpfen ersetzt wurden?
    • Hierundjetzt 17.06.2019 08:46
      Highlight Highlight Telecom PTT mit -.30 danach -.20 Rappen pro SMS ♥️
  • 1$ opinion 16.06.2019 17:43
    Highlight Highlight Okay, Wifi, Bluetooth, 3G, 4G, 5G, DVB-T, DVB-S, UKW usw.

    Was keiner berücksichtigt ist, dass wir mit diesen Strahlen den gesamten Weltraum kontaminieren und zwar in alle Richtungen. Unser Planet ist eine riesige Elektrosmog -Schleuder.

    Okay, ist aus der Aluhut-Perspektive, aber falls es nun doch auf einem Planet intelligentes Leben geben würde und die ebenfalls eine ähnliche Technologie hätten, würden wir entweder ihre Frequenzen beeinträchtigen oder sie unsere.

    Wir verhalten uns mit unserer Technologie, als ob wir alleine im gesamten Universum wären.

    Blitz me baby one more time.
    • Raffaele Merminod 17.06.2019 07:10
      Highlight Highlight Ich glaube kaum, dass man 5G der Swisscom auf einem Lichtjahre entfernten Planeten noch nutzen kann.
      Aber hei wäre cool wenn man da hinreisen kann und per Whatsapp seine Angehörige benachrichtigen und Selfies senden kann ...
      ... hunderte Lichtjahre entfernt ... ohne Telekomanbieter wechseln zu müssen.
    • Maya Eldorado 17.06.2019 09:23
      Highlight Highlight Beeinträchtigung droht aber von ganz woanders her zu kommen.
      Die Wettervorhersagen brauchen auch solche Frequenzen. Wenn nun 5G kommt, kann das die sichere Vorhersage von Wetterprognosen schwer beeinträchtigen.
      Hier bei Infosperber zu lesen:
      https://www.infosperber.ch/Politik/5G-konnte-Wetterbeobachtung-storen
      In meinen Augen ist Infosperber ein sehr seriöses und sachliches Internetmedium.
    • Leon1 17.06.2019 11:49
      Highlight Highlight Die 5G Antennen scheinen gewissen Menschen schon an die kognitiven Fähigkeiten zu gehen, bevor sie mit dem Strahlen beginnen.

      Im Artikel steht was von 24 GHz Frequenzen, in der Schweiz wurden Blöcke zwischen 700MHz und 3.5 GHz versteigert. Äpfel und Birnen!
      Ausserdem kann ich beruhigen, in der Schweiz überlegt man sich schon, welche Frequenzen für was freigehalten werden. Zu Beeinträchtigungen kommt es höchstens bei Fehlfunktion eines Senders - und das kann man ermitteln und beheben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Watcher 16.06.2019 16:41
    Highlight Highlight Wozu gibt es Grenzwerte? Diese werden jeweils wieder nach dem aktuellen Stand hochgeschraubt. Warum nicht auch die CO2 Grenzwerte hochschrauben? Welche Auswirkungen die Handynetze auf sensible Tierarten haben, ist noch nicht erforscht, na dann, das Experiment kann beginnen. Schnelles Internet und die damit erwirtschafteten Umsätze sind wichtiger als die Tierwelt.
  • Hercanic 16.06.2019 16:31
    Highlight Highlight Ich habe bereits Sicherheitsmassnahmen vorgenommen.
    Benutzer Bild
    • Fairness 17.06.2019 09:40
      Highlight Highlight Als Strahlensammler, damit der Rest weniger abkriegt?
  • Oliver Weber 16.06.2019 16:22
    Highlight Highlight In meiner stadt haben wir eine 5G antenne, seit der inbetriebsnahme gibts hier vögel mit 3 augen, ich sehe da keine nachteile wenn sich der mensch dadurch weiterentwickelt.

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