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Internet via Satellit fürs Handy? Das sagen Swisscom, Sunrise und Salt

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Das Starship von SpaceX kann Starlink-Satelliten aussetzen. Unten auf der Erde sollen auch Mobilfunkanbieter davon profitieren.Bild: imago-images.de

Internet via Satellit für dein Handy? Das sagen Swisscom, Sunrise und Salt

28.06.2026, 15:5428.06.2026, 15:54

Die Schweizer Telekomkonzerne sehen Handy- oder Internetempfang über Satelliten derzeit nur als Ergänzungsangebot. Dies erklärten die Chefs von Swisscom, Sunrise und Salt in einem Podiumsgespräch am Jahrestreffen des Telekomverbandes Asut am Donnerstag in Bern.

«Die Satellitentechnologie wird die irdischen Telekomnetze nicht ersetzen», sagte Salt-Chef Max Nunziata: «Die Bandbreite ist nicht gross genug, das zu leisten, was unsere heutigen Netze leisten können. Aber wir haben vor einem Jahr bewiesen, dass die Satellitentechnologie funktioniert.»

Der drittgrösste Schweizer Provider hatte in einem Test in Interlaken gezeigt, dass das Verschicken von SMS über die Satelliten des US-Anbieters Starlink von Elon Musk klappt.

Die Starlink-Satelliten fungierten dabei quasi als fliegende Mobilfunkmasten für Salt. Sie übertrugen das Signal direkt an normale Smartphones über reguläre Mobilfunkfrequenzen. Dafür waren weder spezielle Geräte noch zusätzliche Apps notwendig.

Wo klemmt es?

Staatliche Erlaubnis fehlt

«Die Technologie ist schon da, aber der regulatorische Rahmen noch nicht», sagte der Salt-Chef weiter. Deshalb können die Kundinnen und Kunden davon nicht profitieren. Denn die Verwendung der jetzigen Mobilfunkfrequenzen seien nur für den Empfang von Handyantennen zugelassen, aber nicht für den Empfang von Satelliten.

Bis es so weit sei, dauere es noch ein paar Jahre. Die Spezifizierung müsse zuerst auf dem Gipfel der Uno-Organisation für Telekommunikation (ITU) im nächsten Jahr festgelegt werden. Dann werde die Regulierung in der EU erfolgen, und erst dann könnten die Schweizer Regulierungsbehörden Comcom und Bakom die Erlaubnis hierzulande erteilen.

Damit soll sichergestellt werden, dass bei der Verbindung mit Satelliten im Orbit zu keinen Interferenzen kommt. Und zudem wollen die Schweizer Behörden keine andere Regulierung als die Nachbarländer. Damit dürfte die Technologie in der Schweiz frühestens ab 2028 zum Einsatz kommen, sagte Swisscom-Chef Christoph Aeschlimann am Rande im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Und die Konkurrenz?

Auch Swisscom und Sunrise prüfen Technik

Die Verbindungen über Satelliten seien eine gute Technologie, um Lücken in der Abdeckung zu stopfen, sagte Sunrise-Chef André Krause. Aber die Abdeckung der Bevölkerung mit Mobilfunk und Festnetz sei in der Schweiz schon sehr hoch. Heute sei auch die letzte Berghütte erschlossen. Zudem funktioniere die Technik nur im Freien, aber nicht in Gebäuden. Deshalb sei das Marktpotential der Satellitenverbindungen überschaubar.

Sunrise habe schon eine Kooperation mit dem europäischen Satellitenanbieter AST für einen Versuchsbetrieb, sagte Krause im Gespräch mit AWP. Zudem prüfe man eine Zusammenarbeit mit dem Satellitennetz von Elon Musk.

Die Swisscom prüft ebenfalls eine Zusammenarbeit mit Starlink, AST und anderen Anbietern. Ein Entscheid soll noch in diesem Jahr fallen, sagte Aeschlimann weiter.

Der Swisscom-Chef rechnet damit, dass schlussendlich alle drei grossen Schweizer Telekomkonzerne die Satellitenverbindungen einführen werden. Die käme zum Einsatz, wenn irgendwo das Mobilfunknetz ausfalle oder eine Glasfaserleitung unterbrochen sei. «Das kann schnell mal passieren bei Erdrutschen in den Bergen oder Gewittern, dass eine Mobilfunkantenne keine Verbindung mehr hat», sagte Aeschlimann.

Starlink statt Festnetz

Auch das Festnetz ist von der Verbindung aus dem All betroffen. Das Satelliten-Internet des US-Unternehmens Starlink könne man heute schon kaufen und es funktioniere mit einer Geschwindigkeit von 200 bis 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) sehr gut, sagte der Swisscom-Chef.

Dies führe heute schon zu einer gewissen Kannibalisierung des Festnetzes auf dem Lande, wo es keine Glasfaserverbindung gebe. «Das frisst schnell mal 1 bis 2 Prozent Marktanteil weg», sagte Aeschlimann. Das sei spürbar. Zudem werde sich die Satellitentechnologie in den nächsten Jahren nochmals rasant entwickeln, «Dann hat jeder einen Gigabit-Anschluss.»

(sda/awp)

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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Squawk 7700
28.06.2026 16:17registriert Mai 2025
Satelliteninternet ist etwas gutes, wenn man sonst keinen Empfang hat. Aber nur darauf zu setzen, wäre ein grosser Fehler. Die Russen stören ja jetzt schon GPS Singnale aus dem Weltraum. Satelliteninternet würden sie sicher nur zu gerne stören.
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Rantaplan
28.06.2026 16:20registriert August 2020
Sollte Salt Starlink irgendwann einzusetzen gedenken, haben sie mich als Kunden verloren.
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