DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Spielzeugriese geht neue Wege

Erschrecken Sie nicht, wenn Sie das Personal im Franz Carl Weber auf Englisch anspricht

13.12.2014, 07:4613.12.2014, 08:38

Drei Wörter, die Eltern fürchten und Kinder lieben: Franz Carl Weber. Wer sich in der Weihnachtszeit in eine Filiale des Spielwaren-Fachhändlers traut, muss psychisch und physisch in Topverfassung sein. Dieses Jahr kommt im Stammhaus an der Zürcher Bahnhofstrasse unter Umständen ein zusätzlicher Stressfaktor dazu: Personal, das kein Deutsch spricht. «English is okay, right?», tönt es, wenn man einen dieser Angestellten ansteuert.

Ein Schweizer Traditionshaus, das mit seinen Kunden auf Englisch parliert? «Wir reden hier von einem Mitarbeiter pro Etage (die Filiale an der Bahnhofstrasse hat vier Etagen, Anm. d. Red.), bei total 60 Verkäufern», relativiert Yves Burger, Geschäftsführer von Franz Carl Weber und damit Chef über 19 Filialen und 240 Mitarbeiter.

Bei dem einsprachigen Personal handelt es sich demnach um Produktvorführer des britischen Spielwarenhändlers Hamleys, einer Schwesterfirma Franz Carl Webers. Nach einem Testlauf im August setze man die Leute nun erstmals fix ein. «Das ist gewöhnungsbedürftig, das war uns bewusst. Aber während der Testphase hatten wir kaum Beschwerden und jetzt im Dezember noch gar keine», versichert Burger.

Ein Produktvorführer von Hamleys demonstriert eine Drohne.
video: youtube/watson
Yves Burger, Geschäftsführer von Franz Carl Weber.
Yves Burger, Geschäftsführer von Franz Carl Weber.
bild via linkedin.com

Mit 10 Prozent über das ganze Jahr und noch mehr zu Spitzenzeiten wie vor Weihnachten stellen Ausländer für Franz Carl Weber ein wichtiges Kundensegment dar. «In anderen Städten könnten wir so etwas nicht machen, aber in Zürich bewegen wir uns in einem sehr internationalen Umfeld», so der Geschäftsführer von Franz Carl Weber.

Trotzdem: Was ist so besonders an den Produktvorführern, dass sie nicht in der Schweiz rekrutiert werden können? «Das ist nicht so einfach, die Schulung ist sehr anspruchsvoll», sagt Burger. Längerfristig werde man auch in der Schweiz rekrutieren und schulen, aber das brauche noch etwas Zeit.

Schweizer Kunden, die sich vor den Kopf gestossen fühlen, rät Burger zu Gelassenheit: «Ja, es mag zunächst exotisch anmuten, aber wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, wie wichtig ausländische Touristen und Expats für unsere Wirtschaft sind. Nur Deutsch zu sprechen, ist für uns keine Option mehr.»

Die schönste Zeit des Jahres

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Das Schweizer Fernsehen verliert das Millionenlos

Ende April 2022 wird in der SRF-Sendung «Happy Day» zum letzten Mal live eine Millionärin oder ein Millionär gekürt: Swisslos richtet das Losgeschäft neu aus - Gewinnerinnen und Gewinner sollen nicht mehr auf eine Samstagabend-Show warten müssen.

«Wer ein Los kauft, will heutzutage sofort wissen, ob ein Gewinn erzielt wird oder nicht», wird Rolf Kunz, Leiter Marketing und Distribution bei Swisslos, in einer Mitteilung vom Freitag zitiert. Deshalb sei künftig beim Aufreisslos auch der …

Artikel lesen
Link zum Artikel