Schweiz
Zürich

Polizeieinsatz gegen unbewilligte WEF-Demonstration in Zürich

Polizeieinsatz gegen unbewilligte WEF-Demonstration in Zürich

21.05.2022, 06:5221.05.2022, 06:52

Wegen einer unbewilligten Demonstration gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos ist es am Freitagabend zu einem grösseren Polizeieinsatz in Zürich gekommen.

Die Polizei setzte Gummigeschosse und Tränengas gegen die Demonstranten ein. Laut einer Pressemitteilung der Stadtpolizei Zürich hatten sich mehrere Dutzend Personen kurz vor 20.30 Uhr am Bahnhof Stadelhofen versammelt. Im Internet war zu einer Demonstration unter dem Slogan «Smash WEF» aufgerufen worden.

Die Versammelten hätten einen unbewilligten Demonstrationszug gebildet, der bis ins Stadtzentrum marschiert sei. Die Polizei habe vorübergehend mehrere Brücken geschlossen, um die Demonstranten daran zu hindern, die Limmat zu überqueren.

Eine Gruppe von Demonstranten habe versucht eine Polizeisperre zu durchbrechen. Die Polizei habe dagegen kurzzeitig Gummigeschosse und Tränengas eingesetzt. Die Demonstration löste sich kurz danach auf.

Die Stadtpolizei Zürich kontrollierte im Vorfeld der Demonstration mehrere Personen. Sie berichtet, sie habe Wegweisungen ausgesprochen und pyrotechnische Gegenstände sichergestellt. Zwei Personen seien für weitere Abklärungen in eine Polizeiwache gebracht worden.

Eine Frau sei gestürzt, als sie die Polizeisperre durchbrechen wollte und verletzte sich dabei. Sie wurde in ein Spital gefahren. Die Demonstration führte zu Verkehrsbehinderungen im Stadtzentrum von Zürich. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Klimawandel: WEF-Kritiker marschieren nach Davos
1 / 9
Klimawandel: WEF-Kritiker marschieren nach Davos
Das WEF soll sich der Klimaverantwortung stellen: Mit dieser Forderung ist in Landquart der Klimamarsch nach Davos gestartet.
quelle: keystone / walter bieri
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Trump-Besuch in Davos sorgt für Aufregung
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Junger Straftäter
«Carlos» ist jetzt ein Fall fürs Bundesgericht
Das Bundesgericht muss darüber entscheiden, ob der wegen einer Sonderbehandlung bekannt gewordene junge Straftäter «Carlos» aus dem Massnahmenzentrum Uitikon (MZU) entlassen werden muss. Der 18-Jährige hat den Entscheid des Zürcher Obergerichts zur vorsorglichen Versetzung nach Uitikon nach Lausanne weitergezogen.
Das Bundesgericht gab am Freitag bekannt, dass eine Beschwerde gegen den Entscheid des Zürcher Obergerichts eingegangen ist. Aufgrund einer Fernseh-Reportage von SRF im August 2013 war das teure Sonder-Setting für den wiederholt straffällig gewordenen Jugendlichen zum öffentlichen Thema geworden. Die Kosten der Sonderbehandlung beliefen sich auf monatlich gut 29'000 Franken.
Zur Story