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An anti-government protester tries to calm down other protesters, as she stands in front of Lebanese soldiers who bloc a road that links to the presidential palace, during a protest against the Lebanese President Michel Aoun, in Baabda east of Beirut, Lebanon, Saturday, Sept. 12, 2020. Soldiers fired rubber bullets and live rounds in the air to disperse hundreds of protesters trying to march to the presidential palace during an anti-government demonstration. (AP Photo/Bilal Hussein)

Die Demonstranten marschierten vom Justizpalast in Beirut zum Präsidentenpalast, wo sie auf hunderte Anhänger von Präsident Michel Aoun trafen. Bild: keystone

Libanesen protestieren wegen langsamer Untersuchung der Explosion



Im Libanon sind hunderte Menschen auf die Strasse gegangen, um mehr als einen Monat nach der Explosionskatastrophe im Hafen der Hauptstadt Beirut auf die mangelnden Fortschritte bei den Untersuchungen aufmerksam zu machen.

Die Demonstranten marschierten am Samstag vom Justizpalast in Beirut zum Präsidentenpalast, wo sie auf hunderte Anhänger von Präsident Michel Aoun trafen. Sicherheitskräfte feuerten Warnschüsse in die Luft, als es zu Zusammenstössen zwischen den Lagern kam, berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP.

«Ich bin hierher gekommen, um dieses korrupte politische System zu Fall zu bringen. Wir wollen Michel Aoun stürzen. Genug ist genug», sagte die 19-jährige Carla Moukahal. Auf Twitter schrieb die Armee, sie habe einen Sicherheitskreis gebildet, um die rivalisierenden Gruppen zu trennen. Die Soldaten hätten in die Luft geschossen, nachdem einige Demonstranten sie mit Steinen beworfen und mit Stöcken geschlagen hätten.

Bei einer Doppelexplosion im Hafen von Beirut waren am 4. August mehr als 190 Menschen getötet und über 6500 weitere verletzt worden. Die Explosion von rund 2750 Tonnen ungesichert gelagertem Ammoniumnitrat richtete massive Zerstörungen in der libanesischen Hauptstadt an, rund 300'000 Menschen wurden obdachlos.

Die Regierung trat nach der Katastrophe zurück. Eine internationale Untersuchung wurde jedoch abgelehnt. Bislang befinden sich 25 Verdächtige in Haft, darunter hochrangige Hafen- und Zollbeamte sowie syrische Arbeiter, die Stunden vor der Explosion Schweissarbeiten im Hafen vorgenommen haben sollen. (sda/afp)

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