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Iran gewährt irakischen Tankern freie Fahrt durch Hormus

Iran gewährt irakischen Tankern freie Fahrt durch Hormus

22.08.2026, 10:5622.08.2026, 13:53

Der Iran gewährt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mehreren Öltankern aus dem benachbarten Irak eine Passage der Strasse von Hormus. Die Erteilung einer Sondergenehmigung gehe auf eine der wichtigsten Forderungen der irakischen Führung während des Besuchs von Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf in dieser Woche in Bagdad zurück.

Die Agentur machte keine Angaben, wie viele Tanker aus dem Irak die strategisch wichtige Meerenge bislang passiert haben und ob die Sondergenehmigung dauerhaft für Schiffe aus dem Nachbarland gilt.

Iraks Präsident: Können ohne Ölexport keine Gehälter zahlen

Iraks Präsident Nisar Amedi sagte, er habe Ghalibaf darauf hingewiesen, dass der Irak grosse finanzielle Verluste erlitten habe und die irakische Regierung die Gehälter der Beamten nicht zahlen könne, solange die Strasse von Hormus für irakische Ölexporte gesperrt sei.

Nach Angaben des US-Senders CNN haben auch China, Indien und Pakistan mit dem Iran Sondergenehmigungen für Öltanker ausgehandelt.

Der Irak spiel für den Iran eine Schlüsselrolle

Die Genehmigung erfolgte vor dem Hintergrund eines verschärften wirtschaftlichen Drucks der USA auf den Iran. Das Nachbarland Irak nimmt für die Führung in Teheran eine Schlüsselrolle ein. Beide Länder verbindet eine rund 1600 Kilometer lange Grenze sowie ein enges Netz aus politischen und wirtschaftlichen Beziehungen.

Nach Erkenntnissen des US-Finanzministeriums nutzt Teheran die Kooperation mit dem Irak systematisch zur Umgehung von Sanktionen. Eine Methode sei, iranisches Rohöl oder Heizöl mit irakischem zu vermischen, mit Hilfe falscher Dokumente in irakisches Öl umzudeklarieren und dann auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Als eine weitere Methode wird der klassische Grenzschmuggel genannt. (hkl/sda/dpa)

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