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Russland

16 Tote, über 100 Verletzte: Russland greift zivile Ziele in Ukraine an

Todeszahl steigt in Selenskyjs Heimatstadt – Ukraine schlägt zurück

Nach dem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der südostukrainischen Grossstadt Krywyj Rih ist die Zahl der Toten auf mindestens 16 gestiegen.
21.08.2026, 17:3722.08.2026, 10:08

Der ukrainische Zivilschutz sprach am Morgen von noch neun Vermissten, darunter zwei Kinder. Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte bei Telegram mit, dass die Such- und Rettungsarbeiten andauerten. Er hatte Russland einen Terroranschlag auf Zivilisten vorgeworfen. Im Krankenhaus wurden mehrere Schwerverletzte behandelt.

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Unter anderem trafen die Drohnen auch ein grosses Shoppingcenter in der Stadt.Bild: x

Am Freitagabend war zunächst von 15 Toten und 130 Verletzten die Rede gewesen. Unter den Verletzten waren viele Kinder. Selenskyj verurteilte diesen und weitere Angriffe in anderen Teilen des Landes. In Saporischschja seien drei Menschen bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Stadtbus verletzt worden. Er appellierte erneut an die Verbündeten, Abfangraketen für das Flugabwehrsystem Patriot zu liefern, damit das Land Leben schützen könne.

Russland griff in der Nacht erneut auch die ukrainische Hauptstadt Kiew an. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden, es gebe auch Verletzte, teilten die Behörden mit. Ein Lager geriet demnach in Brand. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurde ein Eisenbahndepot mit Lokomotiven getroffen. Die Ukraine bestätigte den Angriff. Die ukrainische Flugabwehr hatte zuvor vor einem Angriff mit ballistischen Raketen gewarnt.

Ukraine attackiert erstmals russischen Versandhändler Ozon

Nach Berichten ukrainischer Medien griff Kiew erneut im Gebiet Samara eine grosse Ölraffinerie an – und erstmals auch ein Lager des russischen Online-Versandhändlers Ozon. Das Unternehmen bestätigte einen Angriff auf sein Logistikzentrum im Gebiet Samara. Das Lager sei in Brand geraten, es seien 500 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht worden; es gebe aber auch Verletzte, teilte Ozon am Morgen mit. Für Mitarbeiter und Angehörige sei ein Notruftelefon eingerichtet worden.

Zuvor hatte die Ukraine seit Wochen den grössten russischen Online-Versandhändler Wildberries wiederholt mit Drohnen angegriffen. Die Schäden allein bei dem Unternehmen gehen nach Schätzungen von Branchenexperten in die Milliarden.

Moskau meldet neue Drohnenangriffe

Auch die russische Hauptstadt Moskau meldete am Morgen neue ukrainische Drohnenangriffe. Laut Behörden gab es wegen Flugalarms auf den Hauptstadtflughäfen zeitweilig keine Starts und Landungen.

Russland und die Ukraine haben ihre gegenseitigen Luftangriffe deutlich verstärkt. Experten sprechen von einer Eskalation der Gewalt auf beiden Seiten. Russland griff zuletzt verstärkt mit Marschflugkörpern und Raketen an, während die Ukraine überwiegend auf immer schnellere und weitreichendere Drohnen, aber auch auf Marschflugkörper setzt.

Die Ukraine wehrt sich seit viereinhalb Jahren mit westlicher Militärhilfe gegen den russischen Angriffskrieg. (sda/dpa)

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