Interview
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Interview

Der Mann jagte, die Frau hütete Kinder? Basler Archäologin räumt mit Uralt-Klischees auf

Der Mann war Jäger, die Frau hütete Kinder: Dieses Bild der Urzeitmenschen wird oft herangezogen, um Familienmodelle oder Geschlechterrollen zu rechtfertigen. Archäologin Brigitte Röder sagt im Interview, wie es früher wirklich war.

Annika Bangerter / ch media



Archaeologists have suggested that Stone Age people sometimes ate one another for nutritional reasons. But a new study suggests that from a calorie perspective, hunting and eating other humans wasn't efficient.

Geschlechterrollen sind nicht seit der Steinzeit starr: Diesen Beutezug führt eine Frau an. (Illustration Bild: keystone

Bis heute wird das Bild des Jägers und der Sammlerin herangezogen, um ein unterschiedliches Verhalten der Geschlechter zu erklären. Was ist da dran?
Brigitte Röder: Die Idee, dass Männer von Natur aus Jäger seien, ist ein Klischee. Das Bild vom mutigen Jäger, der einem Mammut auflauert, finden wir in vielen Schulbüchern, Museen, Romanen oder Filmen. Der Mann soll seit Urzeiten die Familie ernährt haben, während sich die Frau um Kinder und Haushalt gekümmert habe.

Was spricht dagegen?
Um dieses Klischee rankt sich die Vorstellung von der gefährlichen und heldenhaften Grosswildjagd, die Männersache gewesen sei. Sie fand zwar statt, aber ihre Bedeutung wird massiv überschätzt. Das zeigen moderne archäologische Untersuchungen. Dank feinerer Grabungsmethoden finden wir an Fundstellen aus der Altsteinzeit inzwischen auch Skelettreste von kleinen Tieren und sogar Fischschuppen. Daher wissen wir, dass der Fischfang eine grosse Rolle spielte, ebenso die Jagd auf Kleinwild und Vögel. Das Bild der heldenhaften Grosswildjagd muss also überdacht werden. Das Nahrungsspektrum war viel breiter.

Wer hat denn tatsächlich gejagt?
Einem Speer oder einem Bogen sieht man nicht an, ob ein Mann oder eine Frau ihn benutzt hat. Wer in der Urgeschichte gejagt hat, ist nicht mit letzter Sicherheit zu entscheiden. Dafür bräuchte man Schriftquellen. Wir ziehen stattdessen Vergleiche aus historischen Zeiten heran. So haben Ethnologen Gemeinschaften beschrieben, in denen auch Frauen gejagt haben. Bekannt ist auch, dass bei den Inuit Mädchen zur Grosswildjagd ausgebildet wurden, wenn der männliche Nachwuchs in der Familie fehlte. Kurz: Es gibt keinen Grund, auszuschliessen, dass Frauen auch in der Urgeschichte gejagt haben.

Woher kommt dann dieses Bild vom Mann als Jäger und der Frau als Sammlerin?
Die Geschlechterrollen, die für die Urgeschichte gezeichnet werden, sind ungemein stereotyp. Stets erscheinen die Männer als Ernährer, die mobil waren, Handel oder Bergbau betrieben und sämtliche Innovationen kreierten. Ihnen stehen die ewigen Hausfrauen und Mütter am Herdfeuer gegenüber. Diese Rollenteilung geht auf Idealvorstellungen der bürgerlichen Gesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts zurück. Damals wurde das Geschlechter- und Familienmodell neu konstituiert und für universal erklärt. Es wurde auch festgelegt, welchen «Geschlechtscharakter» Männer respektive Frauen haben. Noch heute gilt dieses bürgerliche Geschlechtermodell vielfach als ursprünglich – und wird auf die Urgeschichte projiziert.

«Diese Rollenteilung geht auf Idealvorstellungen der bürgerlichen Gesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts zurück.»

Brigitte Röder

Brigitte Röder ist Professorin für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Basel. Sie forscht zur prähistorischen Sozial-, Geschlechter- und Kindheitsgeschichte. Sie ist Mitkuratorin der archäologische Sonderausstellung «Ich Mann, Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?», die erstmals in Freiburg im Breisgau gezeigt wurde und ab dem 21. September 2019 ins NMB Neue Museum Biel kommt. Röders Buch «Lebensweisen in der Steinzeit», das mit urgeschichtlichen Klischees aufräumt, ist im Hier und Jetzt Verlag erschienen. (aba)

Brigitte Röder ist Professorin für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Basel. Sie forscht zur prähistorischen Sozial-, Geschlechter- und Kindheitsgeschichte. Sie ist Mitkuratorin der archäologische Sonderausstellung «Ich Mann, Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?», die erstmals in Freiburg im Breisgau gezeigt wurde und ab dem 21. September 2019 ins NMB Neue Museum Biel kommt. Röders Buch «Lebensweisen in der Steinzeit», das mit urgeschichtlichen Klischees aufräumt, ist im Hier und Jetzt Verlag erschienen. (aba) Bild: Severin Bigler

Wie lebten die damaligen Menschen wirklich?
Historisch und ethnografisch ist eine unglaubliche Vielfalt an Geschlechtermodellen, Familien-, Verwandtschafts- und Haushaltsformen belegt. Wer für archäologische Befunde Analogien sucht, müsste also ein breites Spektrum in Betracht ziehen. Interessanterweise fokussieren die meisten Interpretationen aber auf das, was wir von der bürgerlichen Gesellschaft kennen. Etwa die Idee, dass in jedem Pfahlbau eine Kernfamilie wohnte. Studien der Universität Basel zeigen jedoch, dass diese Idee falsch ist. Die Siedlungen waren erstaunlich kurz bewohnt, manche nur acht oder zwölf Jahre. Die Gruppen müssen sich immer wieder aufgeteilt und neu zusammengesetzt haben. Die Vorstellung von Bauernfamilien, die über Jahrhunderte im selben Dorf gelebt haben, muss aufgegeben werden.

Heute sind solche flexiblen Wohnformen nicht allzu ungewöhnlich. Das war vor 50 Jahren wohl noch anders. Heisst das, dass die Archäologie auch etwas über die Gegenwart erzählt?
Ja. Fragen, die gegenwärtig stark beschäftigen, werden auch in der Archäologie behandelt. Eine aktuelle These ist etwa, dass es in der Bronzezeit eine erste Globalisierungswelle von Westeuropa bis China gegeben habe. Oder mittlerweile kommen auch die sogenannten neuen Väter in der Archäologie an. Zum Beispiel in einer Ausstellung, die einen Vater zeigt, der seinem Kind den Po abwischt.

Haben die frühen Väter auch mal den Brei vorgekaut oder die Kinder betreut?
Mit archäologischen Funden können wir solche Fragen nicht beantworten. Wie auch? Wir haben Hausruinen, materielle Kultur und darunter ganz wenige Objekte, die wir mit Kindern in Verbindung bringen können. Ohne Schriftquellen ist völlig offen, wer sich um sie gekümmert hat. Das sieht man auch einem Skelett nicht an. Die Wissenslücken werden deshalb leider häufig mit Vorstellungen gefüllt, die uns vertraut sind und die wir für ursprünglich halten. Deshalb erscheinen sie plausibel und werden nur selten hinterfragt.

Wann begann die Archäologie die angeblich ursprüngliche Rollenteilung zu hinterfragen?
Vor etwa dreissig Jahren. Seither gibt es diverse Beispiele, die bisherige Bilder auf den Kopf stellen. Sehr interessant finde ich Hallstatt, eine Fundstelle in Österreich. Dort gab es in der Eisenzeit sowohl ein Salzbergwerk als auch den dazugehörigen Friedhof. Anhand markanter Unterschiede an den Skeletten von Männern und Frauen liess sich eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung rekonstruieren. Ergänzt durch die Funde im Berg, liess sich zeigen, dass die Männer das Salz mit Bronzepickeln geschlagen und die Frauen es nach oben getragen haben. Ein sehr überraschendes Ergebnis brachte auch die Untersuchung der Kinderskelette: Sie zeigte, dass auch Kinder in den Bergbau involviert waren und sehr schwer gearbeitet haben.

«Anhand markanter Unterschiede an den Skeletten von Männern und Frauen liess sich eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung rekonstruieren.»

Brigitte Röder

Wie alt waren diese Kinder?
Im Bergwerk fand man neben Kinderschuhen auch eine Babykappe. Die Kinder waren also von klein auf dabei und sind in die Arbeit buchstäblich reingewachsen. Nach Ausweis der Skelette müssen die Kinder etwa ab dem Alter von fünf bis sieben Jahren hart gearbeitet haben. Das sprengt all unsere Vorstellungen von einer behüteten Kindheit. Die Bergleute von Hallstatt waren zudem enorm reich. In ihren Gräbern fanden sich kunsthandwerkliche Spitzenprodukte aus kostbaren Rohmaterialien, darunter importiertes Elfenbein und Bernstein. Auch das sprengt gängige Klischeevorstellungen.

Inwiefern?
Wir nehmen ja an, dass Menschen, die so reich waren wie jene in Hallstatt, andere – beispielsweise Sklaven – für sich arbeiten liessen und sich darauf beschränkten, den Reichtum abzuschöpfen. Doch selbst bei ganz reich bestatteten Individuen sieht man anhand der Skelette, dass sie von frühster Kindheit an hart gearbeitet haben. Das passt nicht zu den gängigen Vorstellungen von Reichtum und gesellschaftlichen Hierarchien.

In Hallstatt waren die Menschen bereits sesshaft. Gibt es Skelette, die Aufschluss über noch frühere Zeiten geben?
Für die ganz frühen Zeiten gibt es nur Fossilien, und zwar meist nur Fragmente, sodass eine Geschlechtsbestimmung oft gar nicht möglich ist. Erst aus den letzten 40 000 Jahren gibt es dann auch vermehrt komplette Skelette, die im Hinblick auf Tätigkeiten, Gesundheitszustand oder Lebenserwartung von Frauen und Männern untersucht werden können. Neue geschlechtergeschichtliche Erkenntnisse liefern auch forensische Methoden. Etwa zur Höhlenmalerei. Bis vor kurzem ging man ganz selbstverständlich davon aus, dass sie das Werk von Männern war.

This undated handout photo provided by Nature Magazine shows stencils of hands in a cave in Indonesia. Ancient cave drawings in Indonesia are as old as famous prehistoric art in Europe, according to a new study that shows our ancestors were drawing all over the world 40,000 years ago. And it hints at an even earlier dawn of creativity in modern humans, going back to Africa, than scientists had thought. (AP Photo/Kinez Riza, Nature Magazine)

Nicht nur Männer, sondern auch Frauen und Kinder bemalten Höhlen. Bild: AP/Nature Magazine

Das stimmt nicht?
Das Bild von den altsteinzeitlichen Männern, die die Kunst erfunden haben, bekommt Risse, weil man an Handabdrücken sehen kann, dass auch Frauen ihre Hände auf den Höhlenwänden verewigt haben. Ebenso Kinder. Wir müssen davon ausgehen, dass Männer, Frauen und Kinder vermutlich gemeinsam in Höhlen rituelle Praktiken durchführten. Nicht zuletzt deshalb ist zu hinterfragen, weshalb die figürlichen Darstellungen ausschliesslich von Männern stammen sollten. Dafür gibt es keinen Beweis – und auch keinen Grund. Was für Männer selbstverständlich und ohne wissenschaftliche Grundlage gesetzt wird, braucht für Frauen umgekehrt eine hieb- und stichfeste wissenschaftliche Beweisführung – etwa, dass sie auch einen Beitrag zur Ernährung, zur Kunst oder zu Innovationen geleistet haben.

Ärgert Sie das?
Ich finde es unsinnig – und obendrein unwissenschaftlich, denn hier wird methodisch mit zweierlei Mass gemessen.

Ist das bis heute in der Archäologie der Fall?
Das Denken verändert sich, aber sehr langsam. Als Prähistorikerin, die auf zweieinhalb Millionen Jahre Menschheitsgeschichte zurückblickt, bin ich an das Denken in langen Zeiträumen jedoch gewöhnt. (aargauerzeitung.ch)

History Porn Teil XLIV: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern

Archäologen entdecken Maya-Schatz

Play Icon

Frauen der Geschichte

Wie Faye Schulman als jüdische Partisanin den Holocaust überlebte

Link zum Artikel

Marija kaufte einen Panzer und rächte ihren getöteten Ehemann

Link zum Artikel

Freddie verführte und erschoss Nazis vom Velo-Gepäckträger aus

Link zum Artikel

Wie sich die indische Banditenkönigin an den Männern rächte

Link zum Artikel

Blutgräfin Báthory, die ungarische Serienmörderin

Link zum Artikel

Die Kroatin, die im Schatten eines zwielichtigen Gottesmannes unterging

Link zum Artikel

Isabelle Eberhardt, die Schweizerin, die als Mann durch die Wüsten Nordafrikas zog

Link zum Artikel

Wie Hannah Arendt die Welt vor der Banalität des Bösen retten wollte

Link zum Artikel

Frida Kahlo: Die Frau, die den Tod auslachte

Link zum Artikel

Die irische Rebellin, die lieber stirbt, als auf die britische Krone zu schwören

Link zum Artikel

Katharina die Grosse war so viel mehr als nur ihre vielen Liebhaber

Link zum Artikel

Sabina Spielrein: Die Frau, die viel mehr war als C.G. Jungs Patientin im Burghölzli

Link zum Artikel

Macht, Mord und Monobrauen: Im Harem des persischen Schahs

Link zum Artikel

Gebär du mal 16 Kinder wie Maria Theresia und verteidige gleichzeitig dein Reich

Link zum Artikel

Lucrezia Borgia: Die päpstliche Bastardbrut der Renaissance

Link zum Artikel

Das bittere Ende der Frau, die den «Vater des Gaskriegs» nicht stoppen konnte

Link zum Artikel

Von geliebten Männern weggesperrt: Das traurige Schicksal von Johanna der Wahnsinnigen

Link zum Artikel

Kaiserin Theodora von Byzanz: Die Frau, die ihre Vagina mitten im Gesicht trug

Link zum Artikel

Kaiserin Agrippina: Das herrschsüchtige Teufelsweib, das ganz Rom verführte und die Männer zu Sklaven machte

Link zum Artikel

Die keltische Kriegerkönigin Boudica, die tausende Römer niedermetzelte

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Frauen der Geschichte

Wie Faye Schulman als jüdische Partisanin den Holocaust überlebte

27
Link zum Artikel

Marija kaufte einen Panzer und rächte ihren getöteten Ehemann

16
Link zum Artikel

Freddie verführte und erschoss Nazis vom Velo-Gepäckträger aus

29
Link zum Artikel

Wie sich die indische Banditenkönigin an den Männern rächte

49
Link zum Artikel

Blutgräfin Báthory, die ungarische Serienmörderin

11
Link zum Artikel

Die Kroatin, die im Schatten eines zwielichtigen Gottesmannes unterging

22
Link zum Artikel

Isabelle Eberhardt, die Schweizerin, die als Mann durch die Wüsten Nordafrikas zog

8
Link zum Artikel

Wie Hannah Arendt die Welt vor der Banalität des Bösen retten wollte

53
Link zum Artikel

Frida Kahlo: Die Frau, die den Tod auslachte

27
Link zum Artikel

Die irische Rebellin, die lieber stirbt, als auf die britische Krone zu schwören

34
Link zum Artikel

Katharina die Grosse war so viel mehr als nur ihre vielen Liebhaber

14
Link zum Artikel

Sabina Spielrein: Die Frau, die viel mehr war als C.G. Jungs Patientin im Burghölzli

19
Link zum Artikel

Macht, Mord und Monobrauen: Im Harem des persischen Schahs

50
Link zum Artikel

Gebär du mal 16 Kinder wie Maria Theresia und verteidige gleichzeitig dein Reich

24
Link zum Artikel

Lucrezia Borgia: Die päpstliche Bastardbrut der Renaissance

20
Link zum Artikel

Das bittere Ende der Frau, die den «Vater des Gaskriegs» nicht stoppen konnte

19
Link zum Artikel

Von geliebten Männern weggesperrt: Das traurige Schicksal von Johanna der Wahnsinnigen

28
Link zum Artikel

Kaiserin Theodora von Byzanz: Die Frau, die ihre Vagina mitten im Gesicht trug

44
Link zum Artikel

Kaiserin Agrippina: Das herrschsüchtige Teufelsweib, das ganz Rom verführte und die Männer zu Sklaven machte

28
Link zum Artikel

Die keltische Kriegerkönigin Boudica, die tausende Römer niedermetzelte

93
Link zum Artikel

Frauen der Geschichte

Wie Faye Schulman als jüdische Partisanin den Holocaust überlebte

27
Link zum Artikel

Marija kaufte einen Panzer und rächte ihren getöteten Ehemann

16
Link zum Artikel

Freddie verführte und erschoss Nazis vom Velo-Gepäckträger aus

29
Link zum Artikel

Wie sich die indische Banditenkönigin an den Männern rächte

49
Link zum Artikel

Blutgräfin Báthory, die ungarische Serienmörderin

11
Link zum Artikel

Die Kroatin, die im Schatten eines zwielichtigen Gottesmannes unterging

22
Link zum Artikel

Isabelle Eberhardt, die Schweizerin, die als Mann durch die Wüsten Nordafrikas zog

8
Link zum Artikel

Wie Hannah Arendt die Welt vor der Banalität des Bösen retten wollte

53
Link zum Artikel

Frida Kahlo: Die Frau, die den Tod auslachte

27
Link zum Artikel

Die irische Rebellin, die lieber stirbt, als auf die britische Krone zu schwören

34
Link zum Artikel

Katharina die Grosse war so viel mehr als nur ihre vielen Liebhaber

14
Link zum Artikel

Sabina Spielrein: Die Frau, die viel mehr war als C.G. Jungs Patientin im Burghölzli

19
Link zum Artikel

Macht, Mord und Monobrauen: Im Harem des persischen Schahs

50
Link zum Artikel

Gebär du mal 16 Kinder wie Maria Theresia und verteidige gleichzeitig dein Reich

24
Link zum Artikel

Lucrezia Borgia: Die päpstliche Bastardbrut der Renaissance

20
Link zum Artikel

Das bittere Ende der Frau, die den «Vater des Gaskriegs» nicht stoppen konnte

19
Link zum Artikel

Von geliebten Männern weggesperrt: Das traurige Schicksal von Johanna der Wahnsinnigen

28
Link zum Artikel

Kaiserin Theodora von Byzanz: Die Frau, die ihre Vagina mitten im Gesicht trug

44
Link zum Artikel

Kaiserin Agrippina: Das herrschsüchtige Teufelsweib, das ganz Rom verführte und die Männer zu Sklaven machte

28
Link zum Artikel

Die keltische Kriegerkönigin Boudica, die tausende Römer niedermetzelte

93
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

145
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
145Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Walser 04.04.2019 17:05
    Highlight Highlight Man fragt sich. Was will uns diese Frau eigentlich mitteilen? Das dazumal auch Frauen gejagt haben? Tut mir leid. Aber es ist halt einfach so dass bisher die Männer die Geschichte überwiegend beherrscht und gelenkt haben. Ist nicht mehr zu ändern. Vermutlich ändert sich das jetzt. Es wirkt eher peinlich hier kramphaft in der Geschichte etwas anderes rauslesen zu wollen. Selbstbewusste Frauen haben das nicht nötig und gehen ihren Weg.
  • Friedhofsgärtner 04.04.2019 07:48
    Highlight Highlight Liest sich irgendiwe sehr politisch/ideologisch für ein wissenschafliches Interview.
  • Dani B. 03.04.2019 18:19
    Highlight Highlight Die letzten Steinzeitkulturen sind am Aussterben. Etwa in Brasilien oder Sentinel Island. Es gibt sie aber noch. Und sie haben eine gewisse Rollenteilung. Natürlich sammeln auch Männer wärend der Jagd Früchte. Natürlich stellten auch Männer Kleidung her. Natürlich hüteten auch Männer Nachwuchs. Natürlich kamen Frauen zur Treibjagd mit. --- Aber man muss erkennen, dass diese Frauen ab dreizehn Jahren dauerschwanger waren. Dafür hatten sie kaum je eine Menstrtuation.
    • loquito 03.04.2019 19:00
      Highlight Highlight Was für schwachsinn. Eurozentristischer und evolutionistischer gehts wohl kau.... Und deshalb sollte ein minimum an Anrhropologie für alle obligatorisch sein...
    • loquito 03.04.2019 19:02
      Highlight Highlight Wtf zum 2. Jagd machte je nachdem 20% des Lebens aus... Also wirde nicht bei der Jagd gesammelt, sondern zwischendurch nebst dem Sammeln auch etwas gejagt.... Und dauerschwanger? Woher haben Sie denn das?
    • Mutzli 04.04.2019 14:32
      Highlight Highlight @Dani B.

      Sorry, aber da haben Sie einiges durcheinandergebracht. 1. "Steinzeitkulturen" gibt es nicht. Es gibt Kulturen bzw. Gruppen, welche einen anderen Technologiestandard haben, aber deswegen ist das nicht eine Einheit. Nur weil ich ein Handy habe, habe ich nicht die gleiche Kultur wie eine Japanerin z.B.->dementsprechend kann man da auch nicht salopp Jahrhundertausende an Geschichte in einen Topf werfen. 2. Geschlechtsreife ab 13 J. ist eine neue Entwicklung und es gibt keine Anhaltspunkte von "Dauerschwangeren" auszugehen. Basics der Verhütung kennt man seit Ewigkeiten.
  • Iseeus 03.04.2019 17:51
    Highlight Highlight Was sie erzählt ist aus meiner Sicht weder neu noch überraschend. Das Patriarchat konnte sich erst mit der Staatenbildung aus sich heraus entwickeln.
    Vorher halfen alle einfach mit um die Familie bzw. den Stamm in Sicherheit zu halten.
    Sobald Beamte, Diener, Krieger usw. als Professionen auftauchten, war es gleichberechtigten oder matriarchalen Gruppen nicht möglich diese Variante aufrecht zu erhalten. Einfach weil Frauen ab 11-14 Jahren oft bis zu ihrem Tod durchgehend Schwanger waren und die Kinder stillten. Da gab es noch keine Schoppen, Verhütung und KiTas. Ausnahmen gab es natürlich.
    • Mutzli 04.04.2019 14:38
      Highlight Highlight So pauschal kann man nicht von partriarchalen und matriarchalen Gruppen reden, erst recht nicht in der Vorzeit bei der schlicht jede Datengrundlage für eine solche Einteilung fehlt. Das herausbilden von Professionen und sozialen Unterschieden hat auch mehr mit Sesshaftigkeit & Ackerbau zu tun, Staaten gab es erst Jahrtausende nach der von Frau Röder besprochenen Steinzeit.
      Gibt auch keinen Grund davon auszugehen, dass Frauen dauerschwanger waren. Auch in der überlieferten Antike, lange vor modernen Verhütungsmethoden gab es so was nicht, man kann ja auch auf Sex verzichten, anderes tun etc.
  • Jim_Panse 03.04.2019 16:11
    Highlight Highlight Aber konnten sie auch twerken??
  • Hupendes Pony 03.04.2019 15:14
    Highlight Highlight logisch sind Männer auf die Jagd und Frauen eher nicht, weil Männer für das bestehen der Spezies nicht so wichtig und ersetzbar sind. Frauen sind viel wertvoller als Männer. Wieso das überleben einer Spezies riskieren.
    • Der Rückbauer 03.04.2019 16:31
      Highlight Highlight Ja, Frauen sind viel wertvoller als Männer. Deshalb werden die Bibis auch geschreddert. Die Männer kann frau durch ein paar Reagenzglaswixer ersetzen, wie die Drohnen.
      Sag mal, in welcher Welt lebst Du?
    • Wenzel der Faule 04.04.2019 09:54
      Highlight Highlight Reagenzglaswixer🤣😂 ich piss mich ein!
    • Mutzli 04.04.2019 14:42
      Highlight Highlight @cypcyphurra

      Würde mich ziemlich überraschen, wenn der Köbi Altsteinzeitler so Evolutionstheoretisch-Eugenisch unterwegs war. "Nee Trudi, du bleibst daheim, du musst den Frotbestand der Spezies sichern."

      Was auch berücksichtigt werden muss: Die allermeisten Jagden waren sicherlich nicht besonders riskant. Rehe, Hasen, Vögel und ähnliches sind viel häufiger in Deponien von damals zu finden als z.B. Mammuts. Sammeln kann da leicht ähnlich gefährlich sein, in einer Zeit lange vor sicheren Wegen, Raubtieren im Wald etc. Jagd war nicht automatisch gefährlicher.
  • Basswow 03.04.2019 14:55
    Highlight Highlight Also, wenn man sich Afrika oder Indien ansieht fällt einem auf, dass die, die dort Arbeiten, Frauen sind. Also wäre es ganz gut möglich, dass die Jungs vor tausenden von Jahren auch nur rumgesessen sind und sich haben bedienen lassen 🤷🏽‍♂️
  • Iltis 03.04.2019 14:49
    Highlight Highlight Seltsames Interview.
    In dieser Zeit gings nicht um Gleichberechtigung sondern ums nackte Überleben. Da ist es einem egal ob die Beeren vom Mann gesammelt oder die Taube von der Frau geschossen, man will was zu essen.
    Wohlstandsverwahrlosung?
    • loquito 03.04.2019 19:04
      Highlight Highlight Wieder falsch. 4h haben Menschen in der Steinzeit pro Tag fürs Überleben "gearbeitet" ser rest war Kunst, Musik und Hängen... Das war tiemluch gemütlich im Vergleich zu heute...
    • Mutzli 04.04.2019 14:45
      Highlight Highlight Auch wenn @loquito sehr geblitzt wird: Grundsätzlich ist das nicht falsch. Natürlich kann man nicht Zehntausende von Jahren so einfach herabbrechen, aber mit Beginn der Sesshaftigkeit nahm die durchschnittliche Lebensdauer in der Regel merklich ab, so wie es sich anhand der Skelette darstellt. Nahrung wurde einseitiger, aufwändiger zu produzieren, Dürre etc. riskanter & Menschen anfälliger für Krankheiten. Dafür liessen sich Überschüsse besser planen und aufbewahren. Aber wieso Menschen überhaupt sesshaft wurden ist effektiv eine ungelöste Frage bis heute in der Archäologie.
    • Mutzli 04.04.2019 14:48
      Highlight Highlight @Iltis

      Das ist ja genau die Aussage von Frau Röder: Man muss die Daten an sich und ihren Kontext analysieren und sich nicht durch eigene, heutige Vorstellungen zu allzu einfachen & nicht belegbaren Rückschlüssen verleiten lassen. Auch wenn die Steinzeit wohl keineswegs so apokalyptisch war, wie Sie es darstellen.

      ...Keine Ahnung was das "Wohlstandsverwahrlosung" bedeuten soll hier.
  • sikki_nix 03.04.2019 13:20
    Highlight Highlight Was heisst das etwa, die ganzen Entwicklungspsychologischen Heftchen darüber dass Frauen schlecht einparken und Männer nicht zuhören basieren auf falschen Annahmen??
    • Rabbi Jussuf 03.04.2019 15:19
      Highlight Highlight Sei unbesorgt! Frauen konnten schon in der Steinzeit nicht gut einparken. Das ist wissenschaftlich erwiesen!
  • quallbum 03.04.2019 13:11
    Highlight Highlight Einige Kommentare hier zeigen schön auf, weshalb Sexismus in unserer Gesellschaft so aktuell ist. Frau Röder versucht keinesfalls "zwanghaft" die Rolle der Frau historisch aufzuwerten. Sie weist lediglich darauf hin, dass wir bei vielen Errungenschaften davon ausgehen, dass Männer an deren Ursprung stehen und dass diese Annahme unserer Sozialisation geschuldet ist und nicht etwa auf wissenschaftlichen Kenntnissen beruht. Wie etwa bei Höhlenmalereien.
    • aglio e olio 03.04.2019 15:24
      Highlight Highlight Dieser Kommentar verdient ein Highlight.
    • DerMeiner 03.04.2019 17:06
      Highlight Highlight Der Körperbau von Frau und Mann verrät vieles. Beispielsweise die genetisch bedingte Fettverteilung. Während bei Männern oft das Wohlstandbäuchlein wächst, haben Frauen oftmals mit Fetteinlagerungen an Armen und Beinen zu kämpfen. Was das für Auswirkungen auf den Bewegungsapparat hat, bietet ziemlich gute Verweise auf die Lebensweise damals. Keine (positive) genetische Mutation passiert ohne Grund.
    • aglio e olio 04.04.2019 10:04
      Highlight Highlight "Männern oft das Wohlstandbäuchlein"
      "Frauen oftmals mit Fetteinlagerungen an Armen und Beinen zu kämpfen"

      Sicher unabsichtlich und ohne Hintergedanken, aber schon bemerkenswert...
      Euphemismen für männlich Fettansammlung aber Frauen haben zu kämpfen. ;)

      Welche Verweise siehst du da?

      "Keine (positive) genetische Mutation passiert ohne Grund."
      Das tönt als wäre da was gesteuert. Mutationen treten jedoch zufällig auf und einige wenige bieten eine Möglichkeit zu verbesserter Anpassung. Oder so. ;)

    Weitere Antworten anzeigen
  • Reudiger 03.04.2019 13:03
    Highlight Highlight Wer hat den behauptet, dass man nur riesige Tiere jagte?
    Ich werde da lieber der Mehrzahl der Forscher zustimmen, als ihrer Ansichtsweise.
    Männer sind biologisch besser für physische Belastung (nicht psychische!) ausgestattet. Gepaar mit den bereits bestehenden Erkenntnissen, scheint es mir einleuchtend zu sein, dass Männer primär die Versorgungsrolle übernahmen.
    Ich werde das Gefühl nicht los, das hier hinter etwas politisches steckt.
    • Garp 03.04.2019 13:18
      Highlight Highlight Versorgungsrolle? Du meinst die Männer sammelten Beeren, Nüsse, Samen und gingen jagen und die Frauen sassen zu Hause und zogen die Kinder gross?
    • Astrogator 03.04.2019 15:38
      Highlight Highlight Das ist wohl so nicht ganz korrekt. Von der Fliegerei weiss man, dass Frauen hohe G-Belastungen physisch besser verkraften als Männer.

      Schwangerschaft und Geburt ist auch etwas was von mir aus gerne die Frauen übernehmen können, bin mir nicht sicher wie ein Mann das wegstecken würde...

      Der Mann hat mehr Muskelmasse - aber in Relation zu einem Mammut? Ich denke der schlauere Jäger hat da gewonnen, nicht der stärkere...

      Zudem heisst "versorgen" nicht nur Protein durch Jagd mit Waffen. Fischen, Fallen und auch sammeln von Früchten, Beeren usw.
    • loquito 03.04.2019 19:07
      Highlight Highlight Es ist schon lange klar in der Anthropologie, dass Arbeitsteilung nicht so strukturiert war wie heute. Medizinfrauen, Jägerinnen, Kriegerinnen, Schamaninnen, aber auch Sammler etc. waren in vielen Kulturen akzeptiert...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walser 03.04.2019 13:02
    Highlight Highlight Vermutlich bekamen Frauen damals soviele Kinder wie es biologisch möglich war. Da blieb nicht mehr viel Zeit als den Nachwuchs zu versorgen. Des weiteren war das Leben extrem physisch geprägt. Muskelkraft war wichtig. Es war Überlebensnotwendig dass jeweils der oder die Beste für die jeweilige Aufgabe wurde. Evolution eben.
    • Rabbi Jussuf 03.04.2019 15:24
      Highlight Highlight Das mit den vielen Kindern ist eher nicht anzunehmen. Je nach Versorgungslage eben.
      In grösseren Gesellschaften gab es bestimmt schon sehr früh Geburtenkontrolle.

      Aus der Bronzezeit jedenfalls sind bereits Verhütungsmittel bekannt. (Im Interview macht die Frau einen gewaltigen Sprung von der Steinzeit in die Eisenzeit, wo erwiesenermassen ganz andere Umweltbedingungen herrschten.)
    • aglio e olio 04.04.2019 10:20
      Highlight Highlight "Da blieb nicht mehr viel Zeit als den Nachwuchs zu versorgen."
      Das wurde von der Sippe erledigt. Prinzip Chindsgi.
      Die Kleinfamilie kam erst später.
      Etwas unscharf beschrieben...
    • Mutzli 04.04.2019 15:01
      Highlight Highlight @Walser

      Es wäre in der Alt- und Mittelsteinzeit absolut verkehrt gewesen, so viele Kinder wie möglich zu haben. Auch wenn die Versorgungslage generell wohl besser war als zu Anfang der Jungsteinzeit, hätte niemand was davon gehabt, Tonnen von Kindern zu ernähren und mittragen zu müssen. Wir reden hier von Menschen wie uns, allein die Frauen dürften keinen Bock darauf gehabt haben immer wieder schwanger zu sein, besonders wenn man die Risiken einer Geburt bedenkt.

      @R. Jussuf
      Bzgl. letzter Abschnitt: Hallstattmine war Bronzezeit und die Umweltbedingungen änderten sich häufiger je nach Region
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mr. Spock 03.04.2019 13:01
    Highlight Highlight Liebe Frauen, ihr seid und ward immer stark und ohne euch können wir Männer nicht leben. Männer die dies nicht akzeptieren haben komplexe und mehr Probleme mit sich selbst als mit euch. Das ihr eure Rolle in der Gesellschaft erkämpfen musstet und leider teilweise noch müsst tut mir leid. Doch bitte verkrampft nicht und derartiges provilieren und erzwingen von Gleicheit führt zu nichts! Mann und Frau waren und werden NIE gleich sein, doch wir dürfen uns gerecht zueinander verhalten als ebenbürtige Partner im Mensch sein!
    • werther 03.04.2019 20:23
      Highlight Highlight ich habe auch komplexe. der mensch ist ein komplexes wesen. trotzdem finde ich diesen zeitgeistigen artikel komplett unnötig.
    • Mutzli 04.04.2019 15:04
      Highlight Highlight @werther
      Der Artikel ist im besten Sinne des Wortes zeitgeistig: Er präsentiert nämlich den jetzigen Stand der Wissenschaft. Da ist Fr. Röder absolut keine Aussenseiterin.

      @Mr. Spock
      Auch hier: Das enstauben der Archäologie von Klischees und alten Denkmustern aus Bildungsbürgerlichen Haushalten des 19. Jh. ist das Gegenteil von erzwungenem profilieren und erzwingen. Ganz in Gegenteil stellt es einen wichtigen Schritt zu grösserer Datentreue, naturwissenschaftlicher Analyse und weg von unfundierten theoretischen Luftschlössern dar.
    • Mr. Spock 04.04.2019 17:25
      Highlight Highlight @Mutzli: eloquent formulierte Aussage, welche mit Sicherheit eine treffende Zusamnenfassung der Thematik darstellt. Denke jedoch, das derartige Artikel in den Medien (auch von mir) als eine zwängelige Genderneutralisierung wahrgenommen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 03.04.2019 12:42
    Highlight Highlight Muss alles vergendert werden? Ich hab noch nie eine Höhlenmalerei mit Frauen gesehen und das beliebteste Motiv sind Jagden und Tiere. Etwas anderes scheint damals nicht wichtig gewesen zu sein. Dass diese von Kindern gemalt wurden, wäre sogar wahrscheinlich, wenn man die Qualität der Bilder bewertet.
    • Garp 03.04.2019 15:37
      Highlight Highlight Du hast keine Ahnung von der Entwicklung der Kunst und Kunstgeschichte, Mutbürgerin. Etwas Bildung würde Dir gut tun.
    • loquito 03.04.2019 19:10
      Highlight Highlight Musiker wurden auch gerne gemalt... Mit schnäbeli... Waren die dann mit den Flöten und Trommeln Tiere erlegen? Was Sie hier schreiben beweist nur, sie kennen keine Höhlenmalereien...
  • Clarissa74 03.04.2019 12:40
    Highlight Highlight WOW! Super interessantes Interview! ♥️lichen Dank dafür 🙏
  • Firefly 03.04.2019 12:35
    Highlight Highlight Eine kurze Geschichte der Menschheit: Am Anfang hatten die Frauen das Sagen, denn sie gebärten und gaben Leben. Sie schickten die Männer jagen, denn das war ein scheiss Job, anstrengend und mit hoher Todesfallrate. Das fanden die Männer ungerecht und erfanden das Heldentum. Der Kult um das Leben wurde zum Kult um den Tod. Später mit vortschreitender Entwicklung transformierten die Männer den Heldenkult um den Tod zum Kult des Erschaffens von Dingen die nicht Lebten (Technik). Immer noch hoffen sie diesen Dingen eines Tages Leben einhauchen zu können (KI).
    Ende der Märchenstunde, ab ins Bett.
    • Bangarang 03.04.2019 13:00
      Highlight Highlight Nee du: Die Männer sind auf die Jagt. Tag 1: Altes halbtotes Mammut gefunden. Tag 2-5: Hinter dem Felsen hocken, vergorenen Früchte trinken und lustige Blätter rauchen. Tag 6; Als Held mit Mammut zurückkehren. (Inklusiv Kratzspuren vom Besoffen ins Gebüsch fallen)
    • Astrogator 03.04.2019 15:41
      Highlight Highlight @Firefly & Bangarang:👍😂
  • DrFreeze 03.04.2019 12:21
    Highlight Highlight Das ist ja wie bei George Orwell. Die Geschichte wird umgeschrieben oder neu interpretiert, damit's politisch passt.
    • waschbär 03.04.2019 14:13
      Highlight Highlight Nein. Das wurde BIS JETZT so gemacht. Muss doch nicht ewig weitergehen - oder?
    • St. Just 03.04.2019 20:29
      Highlight Highlight @DrFreeze:
      Das ist ja genau das, was die Aufgabe von Geschichtswissenschaftler ist: Neue, gut begründete Interpretationen wagen.
    • Firefly 03.04.2019 21:30
      Highlight Highlight Ja, vor allem wenns einem selber nicht passt.
  • lilie 03.04.2019 11:21
    Highlight Highlight (2/2) Die Untersuchung ursprünglicher Gemeinschaft versucht einfach, eine genetisch-biologische Rechtfertigung für unsere Rollenverteilungen, Geschlechtermerkmale etc. zu finden.

    Dabei wird aber vergessen, dass auch im Tierreich nicht allein die Genetik, sondern viel mehr die Umweltbedingungen das Verhalten bestimmen. So gibt es z.B. eng verwandte Pavianarten, deren eine Ausprägung in der Wüste lebt und Harems ausbilden, die andere Variante aber promisk in der Savanne lebt.

    Und das sollten wir uns bewusst sein: Auch der Mensch verändert sein Verhalten, wenn sich die Bedingungen ändern.
  • lilie 03.04.2019 11:16
    Highlight Highlight (1/2) Mich wundern einige Aspekte in diesem Interview, obwohl ich es natürlich begrüsse, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse immer wieder neu hinterfragt werden.

    1. In Höhelmalereien sind sehr wohl Jagden abgebildet, und da werden mWn ausschliesslich Männer gezeigt.

    2. Männer wurden oft mit ihren Waffen beigesetzt; von Pfeilbogen weiss ich nichts, aber das wären ja auch klare Hinweise.

    3. Bei heutigen Jägern und Sammlern ("Naturvölker") gehen ausschliesslich die Männer jagen, jedenfalls habe ich nie etwas anderes gehört.

    Hinter diesen "Beweisführungen" liegt jedoch ein Denkfehler.
    • pun 03.04.2019 11:49
      Highlight Highlight @Lilie: Deinen Punkt 3. stellt Röder ja in Abrede, indem sie auf historische Ethnologen verweist:
      "Wir ziehen stattdessen Vergleiche aus historischen Zeiten heran. So haben Ethnologen Gemeinschaften beschrieben, in denen auch Frauen gejagt haben. Bekannt ist auch, dass bei den Inuit Mädchen zur Grosswildjagd ausgebildet wurden, wenn der männliche Nachwuchs in der Familie fehlte. Kurz: Es gibt keinen Grund, auszuschliessen, dass Frauen auch in der Urgeschichte gejagt haben."
    • Rabbi Jussuf 03.04.2019 12:03
      Highlight Highlight Ist natürlich ein Witz auf ein Volk zu verweisen, dass in einer derart extremen Umgebung lebt, wie Eskimos. Dass da jede verfügbare Kraft gebraucht wird, dürfte doch klar sein.
      Aber sobald Ressourcen vorhanden sind, werden nur noch die Geeignetsten Jagd und kraftaufwändige Arbeiten erledigen.
    • lilie 03.04.2019 12:10
      Highlight Highlight @pun: Du hast recht, ich habe das etwas verkürzt geschrieben. Es haben AUCH Frauen gejagt, aber eher als Ausnahme. Trotzdem blieb es hauptsächlich Arbeit der Männer. Das ist nicht so, dass die Mädchen wählen konnten, ob sie lieber Beeren pflücken oder Seelöwen jagen. Es ist ein Riesenunterschied zur heutigen Gesellschaft. Damals gingen Frauen vielleicht aus Notwendigkeit auch mal die Jagd, aber es blieb eben eine Ausnahme.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 03.04.2019 10:50
    Highlight Highlight Dass Kinder in Bergwerken arbeiten mussten ist doch eine Binse. Das kann ja heute noch beobachtet werden. Sie eignen sich besonders für kleine enge Stollen.
    Damals wurden selbstverständlich die Leute nach ihren Eigenschaften eingesetzt und nicht erst nach ihrer Genderisierung gefragt.
    So auch bei der Jagd. Es ist klar, dass Arten, die grosse Geschlechtsunterschiede aufweisen eine dementsprechende "Arbeitsteilung" zu beobachten ist. Warum sollte das bei Menschen anders sein?
    Man sollte jetzt schon mit diesem Genderblödsinn aufräumen, bevor er sich wie viktorianische Rollenbilder festsetzt!
  • Gubbe 03.04.2019 10:35
    Highlight Highlight Frau Professorin Brigitte Röder scheint mir nicht die Geschichte umschreiben zu wollen, es ist die Frauenrolle, die sie erheben will. Als nicht Ur-Historiker bin ich überzeugt, dass damals auch Frauen ihren Männern beigestanden sind. Frau Röders Antworten sagen mir, dass sie mehr auf Gleichmachung aus ist. Das war nicht so und wird sicher nie sein. Es geht mir nicht um eine Mannverherrlichung, aber rein körperlich war dieser, wie heute, der Frau überlegen. Das Essen bestand sicher nicht nur aus Mammut, mehr aus Reh, Kleintieren, Fisch und Beeren.
  • Bruno Wüthrich 03.04.2019 10:30
    Highlight Highlight Es ist gut, dass die gängige Geschichtsschreibung hinterfragt wird. Schauen wir bei den Tieren, so sehen wir, dass immer auch die Weibchen jagen. Weshalb sollte dies bei Menschen anders gewesen sein?

    Was die übrige Aufgabenteilung betrifft, kann auch Frau Röder nur spekulieren. Wir wissen es einfach nicht. In der Tierwelt finden wir unterschideliche Muster.
    Wir Männer sollten uns aber damit abfinden, dass es sowieso die Gegebenheiten sind, die unsere Rollen definieren, und nicht (mehr) das Geschlecht.

    Die Menschheit hat sich weiter entwickelt. Vielleicht dahin, wo sie schon mal war?
    • lilie 03.04.2019 11:29
      Highlight Highlight @Bruno: Das ist nicht ganz richtig. Bei den Löwen z.B. jagen AUSSCHLIESSLICH die Weibchen, die Männchen sind dazu gar nicht in der Lage, weil sie zu schwer sind.

      Werden sie altershalber aus dem Rudel verstossen, müssen sie kläglich verhungern (oder fallen völlig ausgehungert in Menschensiedlungen ein, um irgendwie über die Runden zu kommen).

      Es ist aber eh sinnlos, den Menschen mit einem Raubtier zu vergleichen, wir sind Allesfresser und können nur mit Hilfe von Werkzeugen jagen.

      Besser wäre der Vergleich mit aktuellen Jäger und Sammlern, und dort jagen nur die Männer.
    • Fabio Haller 03.04.2019 11:46
      Highlight Highlight Sie müssen sich auch nicht denn modernen Menschen vorstellen.

      Sondern denn frühen Homo Sapiens bzw. auch schon den Neandertaler. Klar sie haben dort mit einfachen Werkzeugen gehandhabt aber die körperliche Anstrengung war dort der ausschlaggebende Punkt.

      Auch die Behauptung dass heute nur Männer jagen ist völliger Schwachsinn. Es gibt auch Frauen die leidenschaftlich jagen bzw. in der Wildnis sind.
    • R. Klärer 03.04.2019 12:15
      Highlight Highlight @lilie Der Unsinn mit den Löwen, den du hier kolportierst, ist längst widerlegt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aithria 03.04.2019 10:26
    Highlight Highlight Ernest Borneman - Das Patriarchat. Damit sollte alles geklärt sein. Zumal ansehnliche Kulturen schwerlich auf der Jagd gegründet, sondern auf der vegetarischen Landwirtschaft. Dieses Ideal des Sich-Fleisch-erjagenden Mannes verweist auf einen löligen Höhlenbewohner mit Läusen, der vornehme Mann dagegen ernährt sich grundsätzlich vegetarisch und zollt so den alten Hochkulturen Achtung, meine Freunde. Frauen machen sich mit Vernunfthandlungen dieser Art weniger Schwierigkeiten, sie sollen, zumindest dahingehend, keinem Idealbild gerecht werden, denn sie dürfen sich von Beeren allein ernähren!
    • Rabbi Jussuf 03.04.2019 10:55
      Highlight Highlight Herrliche Satire!
    • LeChef 03.04.2019 14:55
      Highlight Highlight @bfm, glaube kaum, dass der Kommentar ernst gemeint war ;)
    • Aithria 03.04.2019 17:41
      Highlight Highlight Dochdoch, schon ernst gemeint aber als Veganer aus dem Vernunftreich geworfen, wo doch der Vegetarismus hätte in die Diskussion einfliessen sollen. Ein Mannsbild höchsten zeitgenössischen Adels grilliert doch tatkräftig und die Damen zupfen genüsslich an Radiesli? Die weiblichr Façon des Sich-den-Magen-Füllens treibt gewisslich ihrerseits kauzige Blüten, denn das Gemüsessen hat ja fast schon einen befehlshaften Unterton um die Schlankheit zu bewahren. Für mich sind die Erkenntnisse dieser Frau bereits gegeben im Buche, auf welches ich oben hinwies. Ich grüsse recht freundlich.
  • Markus97 03.04.2019 09:21
    Highlight Highlight Alleine schon der Körperbau spricht stark dafür, dass Männer früher oft gekämpft/ gejagt haben. Das es einzelne Gesellschaften gab in denen auch Frauen gejagt haben ist natürlich wrnig überraschend bei der langen Menschheitsgeschichte.
    • ChikiES 03.04.2019 09:42
      Highlight Highlight Körperbau? Was genau denn? Ich bin w, mein Körperbau ist von natur aus muskulös...bin ich jetzt ein Mann? Eine Kampfmaschine? Not really... Es gibt nicht "den" Körperbau, nicht "die" Frau usw. Das sind Vorstellungen die nichts mit der Realität zu tun haben. Schon krass wie sich gewisse Männer immer wieder in den Vordergrund stellen und denken sie wüssten alles besser....
    • Qui-Gon 03.04.2019 09:54
      Highlight Highlight Wahrscheinlich wurde weniger Grosswild gejagt als Hasen etc. Da spielt die Physis weniger eine Rolle.
    • Rabbi Jussuf 03.04.2019 10:52
      Highlight Highlight Qui-Gon
      Es würde sehr überraschen, wenn die sich bloss von Mammutfleisch ernährt hätten. Es wäre einfach nicht glaubhaft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skip Bo 03.04.2019 09:20
    Highlight Highlight Es bleibt aber eine biologischeTatsache, dass Frauen schon damals die Kinder geboren und bis zur Selbstständigkeit betreut haben und sich deswegen weniger an mehrtägigen Lebensmittelbeschaffungen beteiligen konnten. Die Frauen waren zudem die Zukunft einer Gemeinschaft. Es wäre schlecht für eine Gemeinschaft gewesen, Frauen unnötigen Gefahren auszusetzen. Diese Umstände lassen sich nicht wegforschen.
    Aber die Idee nur Männer hätten innovativ und künstlerisch gewirkt, entbehrt jeder Grundlage und wird endlich berichtigt.
    • Qui-Gon 03.04.2019 09:56
      Highlight Highlight Eben "unnötige Gefahren". Die Mammutjagd war kaum alltäglich. Gibt einfachere Beute...
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 03.04.2019 11:08
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass sich Steinzeitmenschen den Luxus einer bürgerlichen Ideologie leisten konnten. Wahrscheinlich haben alle gejagt und gesammelt, die noch stehen konnten. Wer zu alt war, passte auf die Kleinkinder auf. Generalisten sind in der Wildnis praktischer als Spezialisten.
      Ich würde die Mythologien berücksichtigen (Artemis/Diana, Athene/Minerva für die europäische Antike) und evtl. Grabbeigaben untersuchen, so man sie denn findet. Zu Spezialisierung kam es wahrscheinlich erst mit der Sesshaftigkeit - würde ich mal vermuten.
    • pulcherrima* 03.04.2019 12:05
      Highlight Highlight Die Spezialisierung kam noch später und nicht bereits mit der Sesshaftigkeit. Richtige Spezialisierung ist erst möglich, wenn man mehr Ressourcen hat, als nur für die Subsistenz notwendig sind. Und für eine wirkliche Arbeitsteilung, bei der nur ein Teil der Bevölkerung sich mit Nahrungsveschaffung (Jagd, Sammelwirtschaft, Ackerbau, etc.) beschäftigen muss, braucht eine Organisation, damit auch alle Nahrung bekommen. Solange dies also nicht gegeben ist, müssen sowieso ALLE auf irgendeine Weise bei der Nahrungsbeschaffung mitanpacken.
  • Der Rückbauer 03.04.2019 09:11
    Highlight Highlight Die Ansichten von Frau Professor sind wohl so trendy, tendenziös und zeitgeistlich wie jene Ihrer Vorgänger. Ja, ihre professoralen Ansichten passen in die heutige Zeit.
    • Rabbi Jussuf 03.04.2019 10:33
      Highlight Highlight Ich bin mir nicht sicher, ob da der Professorin nicht ein Strohmann hingeschoben wurde, den sie nun versucht abzufackeln.
      Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Wissenschatlerin in diesem Gebiet tatsächlich auf den Genderzug aufgesprungen ist.
      Aber wer weiss?
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 03.04.2019 09:05
    Highlight Highlight Was ist mit den Höhlenmalereien? Sind da nicht jagdszenen nachgebildet worden? Sind da frauen dabei oder nicht?
    • Saraina 03.04.2019 09:35
      Highlight Highlight Auf den Höhlenmalereien sind meist Tiere abgebildet, oder Menschen. Nicht aber Menschen, die Tiere jagen.
    • Fenyra Fux 03.04.2019 10:24
      Highlight Highlight Naja, Strichmännchen sieht man wohl kaum an, welchen Geschlechts sie sind.
      Schau mal die Cova del Cavalls Höhlenmalerei in Spanien an. Ein paar Figuren haben breite Hüften und könnten als Weiblich gedeutet werden.
      Oder als Aliens, so verzerrt wie sie sind ;-)
    • Rabbi Jussuf 03.04.2019 10:39
      Highlight Highlight Klar gibt es Jagdszenen. Wobei vermutlich die meisten der überhaupt identifizierbaren Männer sein dürften, meist einfach nur Menschen.
  • LeChef 03.04.2019 08:57
    Highlight Highlight Was sie zweifelsfrei sagen kann, ist, dass nicht nur Mammuts gejagt wurden. Was für eine Erkenntnis! Und ihr titelt „räumt mit Uralt Klischees auf“.

    Fakt ist, dass in Eingeborenengesellschaften typischerweise Männer die Jäger waren/sind (das bestreitet sie auch nicht). Das ist unser best guess was die steinzeitliche Arbeitsteilung betrifft.

    Es ist schade, wenn Forschung zu Politik wird. Ich meine, es ist sicher angenehm, wenn die eigenen Forschungsergebnisse so schön ins wohlige Weltbild passen; aber das ist natürlich nicht die Idee.
  • Kronrod 03.04.2019 08:49
    Highlight Highlight Sie kritisiert, wie ihre Berufskollegen vor 50 Jahren in ihren Befunden vom Geist der Zeit beeinflusst waren. Ironischerweise passiert ihr aber genau das gleiche. Sie versucht krampfhaft, alle Resultate mit der Idee der Gleichberechtigung zu vereinbaren. In beiden Fällen ist das sich ergebende Gesamtbild wohl etwas verzerrt.
    • ingmarbergman 03.04.2019 09:08
      Highlight Highlight Hast du den Artikel überhaupt gelesen? Nichts von dem was du da hineininterpretierst steht im Artikel.
    • flascheleer 03.04.2019 09:29
      Highlight Highlight Das sehe ich nicht so, sie nimmt nur nicht an, dass die Geschlechterrollen so waren, wie sie heute sind. Dies ist absolut nachvollziehbar. Sie sagt schliesslich nichts über die gesellschaftlichen Verhältnisse, nur über die wahrscheinliche oder unwahrscheinliche Arbeitsteilung.
    • Menel 03.04.2019 09:43
      Highlight Highlight Tut sie das? Ich finde sie zeigt sehr klar auf, dass man oft gar nicht sagen kann wies damals war und prangert einfach an, dass man "Lücken" nicht einfach "Lücken" sein lässt, sondern gleich mit Vorstellungen füllt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maranothar 03.04.2019 08:44
    Highlight Highlight Bei näherer Überlegung halte ich es sogar für sehr unwahrscheinlich dass nur Männer Grosswildjagd betrieben.

    Zu Beginn unserer Entwicklung waren die Gemeinschaften nicht sehr gross und gerade die Jagd auf so grosse Tiere wie Mammuts benötigte viele Jäger, da ein einzelnes Tier von der Herde getrennt und dann getötet werden musste.
    • Menel 03.04.2019 09:46
      Highlight Highlight Dazu kommt noch, dass die Jagd von so grossen Tieren sehr gefährlich war und daher wohl nur in kargen Zeiten betrieben wurde.
    • Ylene 03.04.2019 10:31
      Highlight Highlight Ja, wer macht schon freiwillig eine gefährliche, zeitaufwändige, 'unsichere' (bez. Erfolg) Jagd auf ein Mammut, solange man bspw. Fische, Vögel, Hasen, Pilze, Beeren in Hülle und Fülle findet. Besonders zu einer Zeit, in der schon die kleinste Verletzung je nachdem zu einer Blutvergiftung und Tod führen kann. Bei den Neandertaler gibt es zudem einige Funde von Kannibalismus https://www.spektrum.de/magazin/verhaengnisvoller-kannibalismus/948030 Ich vermute, dass bspw. bei einer Treibjagd die Schwächeren der Gruppe die Tiere in die Richtung gescheucht haben, wo die Stärkeren gewartet haben.
    • Mutzli 04.04.2019 23:12
      Highlight Highlight Gab gerade in den letzten Jahren ein paar interessante Theorien bzgl. Mammut bzw. Grosswildjagd in der Vorzeit. So z.B. eine, dass von Menschenhand manipulierte Mammutknochen (d.h. aufgeknackt, mit Steinwerkzeugen abgekratzt, bearbeitet etc.) in der Regel nicht als Jagderfolg gedeutet werden sollte, sondern viel mehr als Aasverwertung. Bin gerade unterwegs und kann den Artikel nicht verlinken, aber hatte eine durchaus interessante Datengrundlage für die Argumentation. Kommt dazu, dass die Jagd auf z.B. Auerochsen eher nach dem Schema verlief paar Pfeile abfeuern & warten bis das Tier verendet.
  • pamayer 03.04.2019 08:44
    Highlight Highlight bürgerliche projektionen auf die geschichte. verständlich, wenn nichts anderes als das eigene weltbild gelten soll, kann man es mittels jahrtausend alter geschichte 'belegen'. ganz praktisch eigentlich.
    • DerMeiner 03.04.2019 17:18
      Highlight Highlight Hauptsache wieder ein Politspiel daraus machen. Typisch links. Hier sind weniger die bürgerlichen schuld, als viel mehr die Evolutionstheorie, die nun mal ziemlich stichhaltig ist.
  • Toerpe Zwerg 03.04.2019 08:39
    Highlight Highlight Wieviele Kinder brachte eine Frau damals auf die Welt?
    • Kapitän Haddock 03.04.2019 09:18
      Highlight Highlight wieviele menschen gab es damals? wie alt wurde ein mensch im schnitt? wieviele kinder erreichten das erwachsenenalter? alles fragen, die das direkte überleben des stammes beeinflussten uns klar aufzeigen sollten, dass sich die menschen damals wohl kaum tiefdchürfende gedanken über gleichstellung gemacht haben dürften.
      Imho ein Artikel für die Tonne.
    • Rabbi Jussuf 03.04.2019 11:04
      Highlight Highlight Damals gab es eher wenig Menschen, aber auch nicht unbedingt eine gute Versorgungslage (je nachdem wann).
      Das heisst: Es könnte sehr wohl eine Geburtenkontrolle gegeben haben.

      Wenige Menschen in der frühen Eisenzeit: Da erklärt sich auch von selbst, warum es keine oder kaum Sklaven in den Bergwerken gab. Woher nehmen - und die auch noch durchfüttern?
  • Tepesch 03.04.2019 08:38
    Highlight Highlight Komischer Artikel. Das in der Steinzeit nicht nur Mamuts gejagt wurden sollte ja wohl mehr als klar sein. Und das Kinderarbeit verpönt ist, ist ja eher eine neuzeitliche Errungenschafft, daher wundert es mich nicht, dass diese im Bergwerk arbeiten mussten.
  • Gawayn 03.04.2019 08:35
    Highlight Highlight Der Mensch tut zum überleben was er tun muß. War immer so und wird sich nicht ändern.

    Das gefischt und Vögel gefangen wurden, wie Eier gesammelt ist logisch.
    Was kümmert ein Protein woher es stammt?

    Aber ein Mann kann kein Kind säugen.
    Seit weniger als 10'000 Jahren gibt es erst Viehhaltung.
    Deswegen muß davon ausgegangen werden, das Frauen meist zu Hause blieben.

    Wenn es aber zu wenig Jäger gibt, dann wird klar auch eine kräftige Frau ohne Kind auf die Jagd mit genommen.
    Dem Speer kümmert es nicht wer ihn führt.

    Weniger spekulieren. Mehr DENKEN!
    • Menel 03.04.2019 09:49
      Highlight Highlight Frauen sind nicht dauerschwanger und immer am Stillen. Es wäre absolut unsinnig, auf eine gesunde Arbeitskraft zu verzichten, wenn das Überleben davon abhängt. Übrigens nicht nur damals, sondern auch in der Neuzeit. Keine meiner Gross- und Urgrossmütter hätte es sich leisten können nur zuhause zu sein, sie alle waren arbeiten. Das 50er Modell ist sehr neu und mitnichten Standard.
    • Gawayn 03.04.2019 10:46
      Highlight Highlight Genau das sage ich ja auch.
      Eine Frau ohne Kind. Respektive nicht stillen muss.

      Krieg alles in 600 Zeichen rein und alles haarklein zu erklären...
    • opwulf 03.04.2019 16:16
      Highlight Highlight Menel: Die Urvölker und Naturvölker leben wohl kaum das 50er Model. Eine Schwangerschaft dauert in der Regel um die 9 Monate. Die Kindersterblichkeit war wohl, wie man auch bei wild lebenden Tieren heute noch sieht, eher gross. Das Frauen jederzeit, auch in der Schwangerschaft arbeiten mussten ist sehr wahrscheinlich und logisch. Das sie mithalfen Mammut und noch viel häufiger Büffel zu jagen mag zwar gut in eine politisch korrekte Sichtweise passen, aber genau wie Religion, hat sie nichts in der Wissenschaft verloren. Ausnahmen bestätigen die Regel, werden dadurch aber nicht selbst zur Regel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sagitarius 03.04.2019 08:31
    Highlight Highlight Interessant! Danke!
  • Pidemitspinat 03.04.2019 08:23
    Highlight Highlight Danke für dieses wichtige Interview. Wir alle sollten mehr auf die Historiker, Archäologen und Anthropologen hören, um zu verstehen, dass die soziale Realität unserer Gegenwart auch anders gestaltet sein könnte. Aber nur allzu gerne projizieren wir Menschen unsere Idealvorstellungen in die Vergangenheit, um das Tun in der Gegenwart als natürlich und deshalb notwendig rechtfertigen. Dass unser Wissen über die Vergangenheit Lücken hat, wird dabei ausgeblendet. Das ist bei den dominanten Geschlechterrollen so, bei Nationalismus und beim Wirtschaftssystem sowieso.
    • Menel 03.04.2019 09:53
      Highlight Highlight Dafür müsste man nicht mal so weit zurück gehen. Wir haben auf diesem Planeten ganz viele verschiedene gesellschaftliche Strukturen. Zu glauben, dass die westliche Kultur für die ganze Menschheit gilt, ist sehr kurzsichtig. Ein gutes Beispiel dafür sins zB. die Mosuo.

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Mit Hilfe dieser Schatzkarte wirst du reich! Eventuell. Sicher ist jedenfalls, dass du den Spuren von 75 Schätzen nachjagen kannst, die noch immer darauf warten, gefunden zu werden.

Seid willkommen, Suchende. Und tretet ein.

Wir haben für euch versunkene Schiffe, Piratenschätze, Mongolen- und Armadaschiffe, einige obligate Nazi-Schätze und natürlich die Legenden um den Nibelungenhort, die Bundeslade und den Schatz der Tempelritter.

Klickt euch wild durch die Schatzkarte oder liest erst in Ruhe unsere Empfehlungen durch, die ihr gleich darunter findet.

Unsere Karte erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, sie erzählt die Geschichten von 75 erlesenen Schätzen, die …

Artikel lesen
Link zum Artikel