International
Lateinamerika

Tsunami-Warnung nach Erdbeben der Stärke 7,7 in der Karibik

Tsunami-Warnung nach Erdbeben in der Karibik wieder aufgehoben

28.01.2020, 21:0529.01.2020, 01:12

Ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,7 hat die Karibikstaaten Kuba und Jamaika erschüttert. Es war bis in die US-Metropole Miami zu spüren. Eine Tsunami-Warnung wurde einige Zeit später wieder aufgehoben.

Das Beben ereignete sich am Dienstag in den Gewässern zwischen Kuba und Jamaika in einer Tiefe von zehn Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Berichte über mögliche Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Das Epizentrum des Bebens lag 125 Kilometer nordwestlich der jamaikanischen Stadt Lucea und 140 Kilometer südwestlich der kubanischen Stadt Niquero. Auf Kuba war das Beben in mehreren Provinzen zu spüren, wie es auf der offiziellen Webseite «Cubadebate» hiess. In der Hauptstadt Havanna verliessen tausende Menschen die Gebäude, in denen sie sich aufhielten.

Beben von 20 Sekunden Dauer

Die jamaikanische Zeitung «Jamaica Observer» berichtete, das Beben sei in weiten Teilen der Karibikinsel zu spüren gewesen. Ein Bewohner der Hauptstadt Kingston sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Beben habe rund 20 Sekunden gedauert. Besonders heftig sei es ihm aber nicht vorgekommen.

In Miami im US-Bundesstaat Florida wurden wegen des Bebens mehrere Gebäude evakuiert, wie die Polizei mitteilte. Es gebe derzeit keine Berichte über Verletzte. Strassen würden nicht gesperrt.

Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum erklärte nach dem Beben, es seien «gefährliche Tsunamiwellen» im Umkreis von 300 Kilometern vom Epizentrum möglich. Die Warnung wurde später aber wieder aufgehoben. (sda/afp)

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