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Bild: Radio24
Hausaufgaben für seine Spieler

Hitzfeld verteilt USB-Sticks mit acht Stunden Bildmaterial über Ecuador

Die Schweizer Nationalmannschaft trainiert am Donnerstag vor allem Standardsituationen. Ottmar Hitzfeld hat seinen Spielern ausserdem eine umfassende Dokumentation über den ersten WM-Gegner abgegeben.
12.06.2014, 19:5412.06.2014, 20:00

Es dauerte etwas länger, bis Nationalcoach Ottmar Hitzfeld das Training am Donnerstagmittag beenden liess. Immer und immer wieder übten die Schweizer Standardsituationen. Es habe zum Schluss ganz gut geklappt, berichtete Reto Ziegler hinterher. «Im abschliessenden Spiel fielen die drei Tore nach Corner und Freistössen», so der linke Aussenverteidiger. «Die Standards sind eine starke Waffe von uns.»

Ottmar Hitzfeld will nichts dem Zufall überlassen.
Ottmar Hitzfeld will nichts dem Zufall überlassen.
Bild: AFP

Gesehen haben diese Übungen selbstredend keine Zuschauer und auch keine Chronisten. Solches wird hinter verschlossenen Türen trainiert. «Wenn die Medien dabei sind, gehen die Bilder vom Training um die ganze Welt», erklärte Hitzfeld.

«Das wir keine Zuschauer haben wollen, hat taktische Gründe. Wir wollen im Geheimen auch mal etwas ausprobieren.» Zudem soll die Konzentration im Training hoch sein, so Hitzfeld. Das geht besser, wenn es keine Zuschauer hat.

Aber, aber: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Aber, aber: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Bild: AFP

Video-Studium im Hotelzimmer

Für die Spieler war nach der Einheit kurz vor halb eins am Mittag aber noch nicht Feierabend. Der SFV gab ihnen die Möglichkeit, sich mit dem nächsten Gegner auch im Hotelzimmer zu beschäftigen. Der Video-Analyst Vincent Cavin stellte auf einem USB-Stick Bildmaterial zusammen, das von den WM-Gegnern die letzten drei Partien in voller Länge und von jedem einzelnen Spieler eine 10-minütige Sequenz zeigt. «Wir können sein Verhalten in der Offensive und in der Defensive studieren und sehen wie der Gegner seine Tore erzielt», sagte Ziegler.

Bei Gegnern wie Ecuador oder Honduras ist das für die Vorbereitung durchaus hilfreich. Gegen Frankreich sei es weniger wichtig, so Ziegler. Über diese Spieler wisse man ohnehin fast alles. «Ich werde mir die Bilder erst einen Tag vor dem Spiel anschauen. Bis dahin ist es besser, dass ich mich auf meine Stärken und auf das unser Spiel konzentriere», so Ziegler.

Hier spielt die Schweiz am Sonntag.
Hier spielt die Schweiz am Sonntag.
Bild: Getty Images South America

Die Schweizer Mannschaft wird am Freitag um 10 Uhr nochmals in Porto Seguro trainieren und am späteren Nachmittag zum Spielort Brasilia reisen. Die Ankunft in der Hauptstadt ist für 19 Uhr geplant. Das Abschlusstraining findet im WM-Stadion «Nacional» am Samstagmorgen statt. (pre/si)

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