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ISS: Die NASA will die Raumstation ab 2020 für Weltraum-Tourismus nutzen

ISS
Die ISS soll ab 2020 intensiv für Weltraum-Touristen genutzt werden – unter anderem.Bild: shutterstock

Bricht jetzt ein neues Raumfahrtzeitalter an? Die Nasa hat für 2020 richtig grosse Pläne

Schwerelos für 35'000 Dollar pro Nacht: Ab 2020 soll die ISS verstärkt Touristen beherbergen. Zielgruppe sind nicht nur Superreiche, sondern auch die Wirtschaft. Gibt es bald Werbeclips aus dem All?
07.06.2019, 21:2607.06.2019, 21:59
In this image provided by NASA, NASA Chief Financial Officer Jeff DeWit speaks during a news conference Friday, June 7, 2019, in New York. NASA announced Friday that it will open the International Spa ...
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will Touristen ab 2020 auf der Raumstation ISS beherbergen. Das sagte Finanzchef Jeff DeWit am Freitag vor den Medien in New York.Bild: AP/NASA

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will Touristen ab 2020 in grossem Stil und zu hohen Preisen auf der Raumstation ISS beherbergen. «Die Nasa öffnet die Internationale Raumstation für kommerzielle Möglichkeiten und vermarktet diese, wie wir es noch nie zuvor gemacht haben», sagte Finanzchef Jeff DeWit am Freitag in New York.

Dabei sollen Missionen von bis zu 30 Tagen pro Gruppe möglich sein. Ein solcher Trip zur ISS ist allerdings nicht billig: Die Kosten liegen demnach bei etwa 35'000 Dollar – pro Tag und ohne An- und Abreise. Den Transportpreis schätzte DeWit auf etwa 50 Millionen Dollar.

Diesen Ausblick können Touristen auf der ISS geniessen:

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#YearInSpace: Nach 340 Tagen verabschiedet sich der Astronaut Scott Kelly von der Internationalen Raumstation ISS mit diesen atemberaubenden Bildern. Hier: La’nga Co, ein Salzwassersee im Westen Tibets, nahe der chinesischen Grenze. Wortwörtlich übersetzt bedeutet der tibetische Name "See der Dämonen".
quelle: scott kelly/nasa
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400 Kilometer über der Erde

Die genauen Kosten werden von den privaten Raumfahrtunternehmen festgelegt, mit denen die Nasa zusammenarbeiten will. SpaceX und Boeing sollen die privaten Crews zur ISS rund 400 Kilometer über der Erde bringen und auch wieder nach Hause fliegen.

Sie seien auch dafür verantwortlich, dass die Besatzungen die medizinischen Voraussetzungen und Trainingsstandards für einen Aufenthalt auf der ISS einhalten. Die Nasa plant, bis zu zwei private Missionen pro Jahr auf der Raumstation zu beherbergen.

This Wednesday, April 10, 2019 photo made available by SpaceX shows a Falcon Heavy SpaceX rocket on pad 39A at the Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Fla., after the launch was scrubbed Wednesday ...
Eine Rakete von Elon Musks Unternehmen SpaceX.Bild: AP/SpaceX

Die neue Zielgruppe der Raumfahrtbehörde sind nicht nur Superreiche, sondern auch die Privatwirtschaft. So könnten die ISS-Labore für kommerzielle Interessen geöffnet werden und Werbefilme im Weltraum gedreht werden, hiess es. Zudem kündigte die Nasa an, dass die Möglichkeit geschaffen werde, ein kommerzielles Modul an die Station anzudocken.

Geld für Mondmission

Das erklärte Ziel der US-Raumfahrbehörde ist es, das Budget für ihre geplante Mondmission 2024, bei der das erste Mal eine Frau auf dem Erdtrabanten landen soll, zu steigern. Der Schritt markiert eine grundlegende Veränderung in der wirtschaftlichen Strategie der Nasa und wird DeWit zufolge die Lasten für die US-Steuerzahler vermindern.

Zuletzt waren Menschen 1972 auf dem Mond gelandet. (Archivbild)
Die USA will endlich wieder zurück auf den Erdtrabanten.Bild: AP NASA

Die USA tragen den Grossteil der Kosten für die ISS von weit mehr als drei Milliarden Dollar im Jahr. Die Gesamtkosten für Aufbau und Betrieb belaufen sich nach Schätzungen bereits auf deutlich über 100 Milliarden Dollar.

Die künftigen Gäste auf der ISS werden nicht die ersten privaten Besucher sein. Der erste von bisher sieben Weltraumtouristen dort war 2001 der amerikanische Multimillionär Dennis Tito. (bzbasel.ch)

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