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Malaysia kritisiert Haftbefehle nach Abschuss von MH17

epa07657888 (FILE) - A Ukrainian rescue worker passes wreckage of the Boeing 777, Malaysia Arilines flight MH17, which crashed during flying over the eastern Ukraine region near Donetsk, Ukraine, 18 J ...
Teile der Boeing 777, die im Juli 2014 in der Ostukraine abgeschossen wurde.Bild: EPA/EPA

Malaysia kritisiert Haftbefehle nach Abschuss von MH17

20.06.2019, 10:0021.06.2019, 11:23

Malaysia hat die Haftbefehle gegen drei Russen und einen Mann aus der Ukraine wegen des Abschusses des malaysischen Passagierfluges MH17 im Juli 2014 kritisiert. Premierminister Mahathir Mohammad deutete am Donnerstag in Kuala Lumpur eine Verschwörung gegen Russland an.

«Wir sind sehr unglücklich», sagte der Regierungschef. «Das war von Anfang an eine politische Frage, wie man Russland eines Fehlverhaltens beschuldigen kann.» Beim Absturz der Boeing 777 von Malaysia Airlines über dem Osten der Ukraine waren vor fünf Jahren 298 Menschen getötet worden.

Mahathir sagte nach einem Bericht des Online-Nachrichtenportals Star Online weiter: «Noch bevor sie den Fall untersucht haben, haben sie Russland schon dafür verantwortlich gemacht. Das ist lächerlich.» Der Regierungschef fuhr fort: «Was uns angeht, wollen wir Beweise für die Schuld. Aber bislang gibt es keinen Beweis, nur Hörensagen.»

Am Mittwoch hatten internationale Ermittler in den Niederlanden neue Erkenntnisse vorgelegt, wonach vier hochrangige prorussische Rebellen für die Tat verantwortlich sind. Ihnen soll ab März 2020 wegen 298-fachen Mordes der Prozess gemacht werden.

Drei von ihnen sind russische Staatsbürger mit engen Kontakten zur russischen Armee. Auch die Waffe stammt den Ermittlern zufolge aus Russland, von der 53. Brigade der russischen Armee bei Kursk.

(dsc/sda/dpa)

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