Schweiz
ÖV

Passagier setzt Tramchauffeur mit Joghurt ausser Gefecht und wird zu 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt

Passagier setzt Tramchauffeur mit Joghurt ausser Gefecht und wird zu 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt

23.09.2015, 13:3023.09.2015, 13:35

Das Bezirksgericht Zürich hat am Mittwoch einen 53-Jährigen wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte zu 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Er hatte einem Tramführer ein Joghurt über den Kopf geschüttet, so dass dieser seinen Dienst nicht mehr ausüben konnte.

Der Beschuldigte war an einem Vormittag im April 2014 als Passagier der Tramlinie 11 unterwegs. Nach einem brüsken Bremsmanöver – so die Darstellung der Anklage – war er so erbost, dass er zum Führerstand ging und dort seinen ganzen Joghurtbecher über dem Tramführer ausleerte.

Der Inhalt des Bechers ergoss sich über das Gesicht und die Kleider des am Lenkrad sitzenden Tramchauffeurs. Dieser konnte danach seinen Fahrdienst nicht mehr fortsetzen.

Völlig andere Version des Angeklagten

Vor Gericht präsentierte der beschuldigte Schweizer, der ohne Verteidiger erschien, eine ganz andere Version. Demnach wollte er dem Tramchauffeur lediglich den Joghurtbecher zeigen, der beim brüsken Bremsmanöver in die Brüche gegangen sei. Aus Versehen sei ihm dann der Becher aus der Hand gerutscht.

Das Gericht taxierte diese Darstellung als unglaubhaft. Aufgrund der Videoaufnahme und der Aussage des Tramführers kam es zum Schluss, dass sich der Beschuldigte mit seiner Joghurt-Attacke für das brüske Bremsmanöver habe rächen wollen.

Der 53-Jährige ist bereits einschlägig vorbestraft. Schon einmal hatte er einen Beamten der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) angegriffen und diesen ins Bein getreten. Das Gericht verurteilte ihn deshalb nun zu einer unbedingten Strafe von 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Neue Daten zur Sexualität von Schweizerinnen räumen mit Irrglauben auf
Und was, wenn die sexuelle Erfüllung von Frauen nicht mit 25 oder 30 Jahren ihren Höhepunkt erreicht, sondern deutlich später? Neue Schweizer Daten deuten darauf hin: Mit zunehmendem Alter wünschen sich manche Frauen nicht unbedingt mehr, wissen aber besser, was sie wollen – und sprechen eher darüber.
Es gibt eine weit verbreitete Vorstellung über die weibliche Sexualität: Je jünger eine Frau ist, desto eher befindet sie sich auf dem Höhepunkt ihres Sexuallebens. Als hätte das Verlangen eine Art Ablaufdatum – mit einem Höhepunkt irgendwo zwischen 20 und 30 Jahren und einem anschliessenden langsamen Rückgang hin zu weniger sexueller Lust.
Zur Story