Fussball
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Le joueur zuerichois Oliver Buff, droite, fete le 3eme but a cote de la deception du gardien valaisan Andris Vanins, gauche, lors de la rencontre de demi-finale de la Coupe Suisse de football entre le FC Sion et le FC Zuerich ce mercredi 2 mars 2016 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Küsschen für die Fans: Oliver Buff bestritt 218 Pflichtspiele für den FC Zürich. Bild: KEYSTONE

Gehasst, verstossen, bedroht – wie Ex-FCZ-Liebling Buff seinen Wechsel zu GC erklärt

Zürich ist weder Istanbul, noch Belgrad, Glasgow oder Buenos Aires. Aber auch in der grössten Schweizer Stadt sind sich Fans zweier Fussballklubs spinnefeind. Das bekommt in diesen Wochen Mittelfeldspieler Oliver Buff zu spüren.



Plötzlich bist du fremd in der eigenen Stadt. Wirst angefeindet von jenen, die dir jahrelang zugejubelt haben. Gehasst von jenen, für die du künftig die Knochen hin hältst. Und alles nur, weil du mit 27 Jahren noch lange nicht reif für das Karriereende warst. Sondern dasjenige Angebot angenommen hast, das du dann doch noch erhalten hast. Dasjenige, das vom historischen Erzrivalen stammt.

Das ist die Situation von Oliver Buff, der seit rund einem Monat bei GC unter Vertrag steht, dem ruhmreichen Rekordmeister in der Challenge League. Und der deshalb die versteckte Drohung erhielt, sich abends besser nicht mehr in der Stadt blicken zu lassen:

Nicht nur bei vielen FCZ-Fans ist Buff unten durch. Die Anhänger der Grasshoppers empfingen ihn alles andere als warm. Auf einem Spruchband schrieben sie beim Match in Schaffhausen: «Buff: 27 Jahr en Hueresohn».

Monatelang arbeitslos

2005 tritt Buff mit 13 Jahren dem Nachwuchs des FC Zürich bei. Bleibt beim Klub, wird 2009 U17-Weltmeister. Wird mit dem FCZ Vizemeister, steigt ab und wieder auf, gewinnt zwei Mal den Cup. Doch dann wird er 2017, so sagt er es, «verstossen», weil er die angebotene Vertragsverlängerung ausschlägt. Ihm sei die Türe zugeschlagen worden, sagt Buff im «Tages-Anzeiger», er habe deswegen mit dem FCZ abgeschlossen und der Klub mit ihm.

Nach längerem Schweigen hat sich Buff entschlossen, in der Zeitung seine Beweggründe für die Unterschrift beim grossen Rivalen zu erläutern. Nach zwei Auslandsstationen (Real Saragossa und Anorthosis Famagusta) wollte ihn kein Super-League-Team mehr und in der Challenge League wollte er eigentlich nicht spielen. Buff war arbeitslos, monatelang, begann bereits für die Zeit nach der Karriere zu planen. Und staunte, wie schnell sich «kein Schwein für einen interessiert».

Zypern verliess Buff im Streit um nicht bezahlte Löhne.

«Ich bin angewiesen auf einen Verein»

Endlich erhielt er eine Anfrage. Von GC. Ausgerechnet. Buff musste nicht lange überlegen. Er kannte Trainer Uli Forte aus gemeinsamen FCZ-Zeiten, auch Sportchef Fredy Bickel. Buff wusste, dass Forte auf ihn setzen würde. Und ihm war bewusst: Es gab kein anderes Angebot. Der NZZ sagte er: «Ich habe nie gedacht: Zu GC gehe ich sicher nicht. Ich respektiere die Fans und die Rivalität, die sie leben. Aber ich bin Fussballprofi. Ich bin angewiesen auf einen Verein.»

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«Ich freue mich sehr, dass ich jetzt bei GC bin. Hopp GC!» Video: YouTube/Grasshopper Club Zürich

Also schlug er ein. Und die Fans liefen Sturm. Zur Drohung, er solle sich in Zürich nicht mehr im Ausgang blicken lassen, meint Buff, er gehe ohnehin nicht häufig weg. Und: «Auch diese Menschen werden einmal älter und besonnener.» Er könne diejenigen verstehen, die ihm den Wechsel übel nehmen. «Und doch können sie nicht von mir verlangen, dass ich meine Karriere aufs Spiel setze, nur aus Loyalität dem FCZ gegenüber, der mich nicht mehr wollte.» Auf seinen ersten Einsatz für GC wartet Oliver Buff noch. (ram)

Hier spielen die Schweizer U17-Weltmeister von 2009 heute

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43
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zeitreisender 21.11.2019 21:13
    Highlight Highlight Der FC Niederhasli soll froh sein, dass überhaupt noch jemand die Knochen für ihn hinhalten will.
  • Burkis 21.11.2019 18:16
    Highlight Highlight Common, da gibts doch einige andere die einen Wechsel über die Geleise gemacht haben: Tommy (FCZ Sportchef) Bickel, the Rufer bros., Ponte, Meier, Brunner, etc.
    ja und wer hätte das gedacht, sogar der Köbi Kuhn hats getan...
  • TingelTangel 21.11.2019 18:07
    Highlight Highlight Gab es auch so ein Theater als Zeiter zu Kloten gewechselt hat ? Nee , weil Hockey und kein Fussball.
    • Bene86 22.11.2019 12:08
      Highlight Highlight Oh doch, auch Dies wurde überhaupt nicht gerne gesehen. Gehört halt bei der Stadtrivalität auch ein bisschen dazu. Ich bin übrigens Kloten-Fan und weiss schon, was ich in der Kurve so gehört habe.
    • wurstundbier 23.11.2019 07:35
      Highlight Highlight Man muss aber auch sehen, dass es damals noch kein Internet & Social Media gab. Der Hass entlud sich im kleinen Kreis, womit die Reichweite und der Wert des gegenseitigen Aufschaukelns gering war. Denis Hollenstein und Roman Wick durchlebten schon unangenehmere Zeiten, allerdings - und da gebe ich Dir Recht - niemals in dieser Intensität, wie sie Oli Buff derzeit erlebt.
  • Füdlifingerfritz 21.11.2019 13:19
    Highlight Highlight "Mami, Mami, dieser eine Zürcher Tschutter hat innerhalb des Kantons den Verein gewechselt getut, jetz find ich den voll doof und so!"
    Bitte erwachsen werden. Danke.
    • Zecke 21.11.2019 14:22
      Highlight Highlight He Füdle (deinen Namen mag ich), wenn du keine Ahnung von leidenschaftlichem Fussball und damit verbundener Loyalität hast, lässt du solche Aussagen lieber stecken.
    • Johnny Geil 21.11.2019 15:47
      Highlight Highlight Und dann sagt er noch, man solle erwachsen werden und nennt sich Füdlifingerfritz ¯\_(ツ)_/¯
    • Djego 21.11.2019 16:03
      Highlight Highlight Hey Zecke (deinen Namen mag ich dafür weniger). Leidenschaft und Loyalität sind schön und gut, solang's nicht in Fanatismus kippt. Buff ist beileibe nicht der erste der über die Gleise wechselt - es sollen sogar schon Spieler aus Zürich nach Basel gewechselt haben (!). Drohungen sind da ganz sicher Fehl am Platz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • jaähä 21.11.2019 13:18
    Highlight Highlight Ehrlicher wäre gewesen: ich wollte in zürich bei meinem umfeld bleiben, mit forte und bickel 2 bezugspersonen im verein haben und für Chl verhältnisse gut verdienen. Dass kein anderer Verein Interesse gehabt haben soll, ist humbug. Jeser chl verein würde einen Buff mit Handkuss nehmen, auch ohne spielpraxis.
  • RichiZueri 21.11.2019 12:09
    Highlight Highlight Naja, er stellt jetzt Zürich so hin, als wenn er für nichts verstossen worden wäre. Aber ihm wurde die Türe zugeschlagen, weil er zugunsten eines grösseren Handgeldes auf eine Vertragsverlängerung verzichtet hat. Nur hat er sich leider verkalkuliert und muss halt doch wieder in der Schweiz spielen, weils für mehr nicht reicht. Das Mitleid hält sich in Grenzen...
    • Ikarus 21.11.2019 12:47
      Highlight Highlight Oh ja die 2 ausland clubs sind ja bekannt dafür millionen in nen spieler zu stecken..

      Kannst du dir auch vorstellen das er nach fast 10 jahren beim fcz und der doch nicht so ruhmreichen karriere wie erwartet, einfach mal im ausland fussball spielen wollte? Soviel mehr geld gabs sowieso nicht

      Es ist einfach nur peinlich wenn fans denken sie haben das recht spieler nonstop zu beleidigen und zu bedrohen. Der typ hat ewigs für die erste mannschaft die knochen hingehalten und jetzt hat man einfach keinen respekt mehr und dafür gibts kein grund.
    • RichiZueri 21.11.2019 13:24
      Highlight Highlight @Ikarus: Ich spreche vom Verein, nicht von Fans. Oder denkst du, die Fans hätten ihm einen neuen Vertrag angeboten...
  • chnobli1896 21.11.2019 10:44
    Highlight Highlight [...] Sondern dasjenige Angebot angenommen hast, das du dann doch noch erhalten hast.[...]

    Bullshit. Es gab noch ein Angebot von Lausanne und er hätte sogar bei YB mittrainieren können um sich zu empfehlen. Er wollte einfach den Kanton Zürich nicht verlassen und ging darum zu GCN.
    • dä brüeder vom heinz 21.11.2019 11:17
      Highlight Highlight GCN, sehr erwachsen. Ausserdem ist der Mann Profi und nicht Fan eines Clubs, dass er das für ihn passende Angebot wählt ist mehr als legitim
    • Zwingli 21.11.2019 12:46
      Highlight Highlight Wenn der Herr Profi ist kann er auch damit leben und muss sich nicht rechtfertigen, aber das tut er ja nun...
    • bibaboo 21.11.2019 14:19
      Highlight Highlight Nur weil man Profi ist, muss man nicht "damit leben", sich nicht mehr frei bewegen zu können, ohne um Leib und Leben fürchten zu müssen.
      Ich verstehe ja, wenn Fans einen Spieler auspfeifen oder ein paar unschöne Beleidigungen Richtung Spielfeld rufen, aber dann sollte auch mal wieder gut sein.
  • Elpampa 21.11.2019 10:36
    Highlight Highlight Und staunte, wie schnell sich «kein Schwein für einen interessiert».

    Ist halt eine Frage der Karriereplanung, wer nach Zypern wechselt verliert definitiv aufgrund der mangelhaften Qualität der Liga
    • xTuri 21.11.2019 11:34
      Highlight Highlight Sag das dem FCB, der letztes Jahr in der Europa-League Quali gegen Apollon Limassol ausgeschieden ist.
    • circumspectat animo 21.11.2019 17:15
      Highlight Highlight Ja selber schuld halt, pech gehabt, mir doch egal.
  • cheko 21.11.2019 10:35
    Highlight Highlight Ich vermute mal dass sich der eine oder andere Verein in der Chellange League für ihn interessiert hätte. Wenn er dort jedoch nicht spielen wollte hat die Aussage «kein Schwein für einen interessiert» einen faden Beigeschmack.. Naja immerhin hat er es zu einem grösseren Chellange League Verein geschafft und kann eeevtl. bald wieder Super Legaue spielen ;-)
    • Elpampa 21.11.2019 11:51
      Highlight Highlight Wieso? Wechselt er im Sommer oder Winter schon wieder, dass er bald evtl Super League spielen kann?
    • tr3 21.11.2019 17:10
      Highlight Highlight Vor allem zahlt GC vermutlich deutlich mehr als der Rest der Liga...
    • Loe 22.11.2019 07:05
      Highlight Highlight Schon mal überlegt was es finanziell für einen Sportler bedeutet wenn er in der CL und nicht in der SL spielt? Wenn deine Karriere mit 35 endet bis du um alles Geld froh, was du auf der Seite hast.
      In der Schweiz (vor allem zweitklassig) wirst du als Fussballprofi aufs leben gesehen ganz sicher nicht reich, und alle die behaupten, sie wären einfach in die CL gewechselt: ich will euch alle mal sehen in eine deutlich schlechter bezahlte Arbeitsstelle zu wechseln, wenn ihr ein finanziell besseres Angebot habt. Habe fertig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerRaucher 21.11.2019 10:33
    Highlight Highlight War Buff nicht einer der sich nach dem Abstieg die Challenge League nicht antun wollte mit dem FCZ? Ein weiterer Spieler der sich selbst massiv überschätzte und nun über jedes Angebot froh ist.
    • Frida Kahlo 21.11.2019 11:16
      Highlight Highlight Nein, das war nicht so. Buff hat für den FCZ in der Saison 16/17 Challenge League gespielt.
      Erst nach der Saison ist sein Vertrag ausgelaufen und er wechselte ablösefrei zu Real Saragossa.
    • Score 21.11.2019 12:54
      Highlight Highlight Und es gibt verschiedene Quellen die besagen das er gerne geblieben wäre aber kein gutes Angebot bekam von Canepa. Natürlich nur Gerüchte, aber bei ihm glaubte ich wirklich das er noch länger bleiben wollte...
  • Der_Infant 21.11.2019 10:22
    Highlight Highlight "...wollte ihn kein Super-League-Team mehr und in der Challenge League wollte er eigentlich nicht spielen."

    Ja das hat er dann offensichtlich toll hingekriegt.
    Meines Wissens hatte Lausanne Interesse.
    Warum Oli....warum?
    • Now 21.11.2019 10:54
      Highlight Highlight Schon mal überlegt, dass diese Leute auch ein Privatleben haben und er sich vielleicht in der Stadt Zürich einfach wohl fühlt?

      Diese Leute sind nicht dafür verantwortlich euer schräges Bild der Fussballwelt aufrecht zu erhalten, die wollen einfach einen Job in einem guten Umfeld.
    • Elpampa 21.11.2019 11:52
      Highlight Highlight Einen Job in einem guten Umfeld und dann zu GC wechseln passt irgendwie nicht:-)
    • Now 21.11.2019 12:31
      Highlight Highlight Elpama, mir ist ja bewusst das GC-Bashing im Moment sehr leicht auf Zuspruch trifft;) Jedoch in einer Stadt mit hoher Lebensqualität leben, im 6-stelligen Bereich verdienen, auf einem Platz mit guter Infrastruktur zu trainieren, von Personen die man kennt und offensichtlich schätzt geführt zu werden.... was ist denn für dich ein gutes Umfeld?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yaluethi 21.11.2019 10:16
    Highlight Highlight Der Oliver ist für mich der Michi Frey von Zürich. In seiner Stadt verachtet.
    Jedes Mal wenn der Michi in Bern das Nachtleben geniesst, muss er mindestens eine Bierdusche in Kauf nehmen.
    • Lululuichmagäpfelmehralsdu 21.11.2019 11:11
      Highlight Highlight Total chindisch.. 🙄
    • Bülach 21.11.2019 11:19
      Highlight Highlight Frey ist der verräter ever, soll Oli Buff stempeln gehen? Ich bin auch nicht begeistert das er zum Erzfeind geht aber es ist jetzt so und wird so bleiben denken wir nur mal an die Rufer brothers übrigens schnappte der FCZ Nathan desweiteren war es Canepa der ihn nicht mehr wollte dieser Mann Canepa verdreht jetzt alles so kann er sich weiss waschen er hohlt lieber 5. klassige spieler oder halb tote Ich glaube Oli wäre auch zu uns gekommen ihn mit Frey vergleichen ist echt zum kotzen M. Koller ging auch zum FCB ohne Tamtam
    • Hier Name einfügen 21.11.2019 12:08
      Highlight Highlight @Bülach
      Satzzeichen beissen nicht.
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