Nächste Legende soll übernehmen: Andrea Pirlo wird wohl Italiens Nationaltrainer
Pep Guardiola sollte es werden, doch der Katalane sagte ab. Auch mit Carlo Ancelotti wurde gesprochen, doch der 67-Jährige steht beim brasilianischen Verband noch bis 2030 unter Vertrag. Nun ist Italien auf der Suche nach einem neuen Nationaltrainer aber anscheinend doch noch fündig geworden.
Wie italienische Medien und nun auch Transfer-Insider Fabrizio Romano übereinstimmend berichten, soll Andrea Pirlo einen Vertrag bis 2030 unterschreiben. Der 47-Jährige würde damit auf Gennaro Gattuso folgen. Mit diesem gewann Pirlo 2006 gemeinsam die Weltmeisterschaft, als Trainer verpasste Gattuso mit den Azzurri nun aber die Qualifikation für die WM in Nordamerika und trat danach von seinem Amt zurück. Für den vierfachen Weltmeister war es bereits das dritte Scheitern in der WM-Qualifikation in Folge.
Pirlo ist einer der erfolgreichsten italienischen Fussballer der Geschichte. Mit der AC Milan gewann er zweimal die Champions League, ausserdem wurde er im Trikot der Rossoneri und von Juventus Turin insgesamt sechsmal italienischer Meister. 116 Mal stand der «Architekt» für sein Land im Einsatz, nun soll er das Nationalteam als Trainer zurück zum Erfolg führen.
Es wird seine bisher grösste Aufgabe in seiner Karriere als Coach, die noch nicht besonders erfolgreich verlief. 2020 begann er als Trainer bei Juventus Turin, wo er als Spieler schon vier Jahre lang aktiv gewesen ist. Nach einer Saison wurde er trotz des Gewinns der Coppa Italia jedoch entlassen. In der Folge versuchte er sich erfolglos in der Türkei bei Karagümrük und beim italienischen Zweitligisten Sampdoria Genua. Seit einem Jahr trainiert Pirlo den United FC in Dubai, wo er noch bis 2027 unter Vertrag steht.
Dennoch entschieden sich Paolo Maldini, der als technischer Direktor für den italienischen Fussballverband fungiert, und Berater Leonardo für Pirlo als neuen Nationaltrainer. Maldini hatte vor Kurzem von Zeitdruck bezüglich der Entscheidung gesprochen, da die Nations League bereits im September beginnt. Italien trifft gleich in der ersten Länderspielpause der Saison auf Belgien, die Türkei und Frankreich.
Sollte Pirlo den Job tatsächlich übernehmen und, wie berichtet wird, einen Vertrag bis 2030 unterschreiben, hätte er also nicht viel Eingewöhnungszeit. Die richtigen Aufgaben würden aber erst im nächsten Jahr beginnen, wenn die EM-Qualifikation ansteht. (nih)
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