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Coach der Schweizer Eishockey Nationalmannschaft Patrick Fischer anlaesslich der Enthuellung der Countdown Clock fuer die Eishockey WM 2020 in Zuerich und Lausanne, am Dienstag, 10. September 2019 in Zürich. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Patrick Fischer: Morgen wird seine Vertragsverlängerung kommuniziert. Bild: KEYSTONE

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Nationaltrainer Patrick Fischer hat seinen Vertrag verlängert – bis 2024?

Nach wochenlangen Verhandlungen hat sich Verbands-Sportdirektor Lars Weibel nach übereinstimmenden Informationen mit Patrick Fischer geeinigt: der Nationaltrainer soll bis mindestens 2024 bleiben – sofern er bei der WM jeweils gewisse Resultatvorgaben erfüllt.



Der Verband hat am Mittwochabend zu einer Medienkonferenz für Donnerstagvormittag 11.00 Uhr in den Verbandsbüros an der Flughofstrasse in Glattbrugg geladen. Thema: «Die Zukunft der Schweizer Nationalmannschaft.»

Solche extrem kurzfristigen Aufgebote, die bei den grossen Redaktionen und Newsräumen wegen der heutigen Personalknappheit die gesamten Wochen-Einsatzpläne durcheinanderbringen, erfolgen im richtigen Leben eigentlich nur noch bei Kriegserklärungen, Amtsenthebungen von Staatsoberhäuptern oder Zahlungsunfähigkeit von börsenkotierten Kapitalgesellschaften. Im Sport gibt es diese Kurzfristigkeit oft bei guten Neuigkeiten, die man nicht lange geheim halten kann und will.

Vertrag mit Ausstiegsmöglichkeit

Eine solche gute Neuigkeit hat Sportdirektor Lars Weibel (49) – der Nachfolger von Raeto Raffainer (heute Davos) – zu verkünden: der Vertrag mit Patrick Fischer (42), einst sein Teamkollege in Lugano, Davos und Zug, ist verlängert worden. Wie mehrere Verbands-Vertrauensleute unabhängig voneinander melden, offenbar mindestens bis 2024 plus Optionen.

Allerdings gebe es an die WM-Resultate geknüpfte automatische Ausstiegsmöglichkeiten für den Verband. Das Risiko, nach einer Pleite-WM (ist sehr unwahrscheinlich, aber man weiss ja nie) auf einem «Rentenvertrag» sitzen zu bleiben, dürfte daher gleich null sein. Ob alle Vertragsdetails –Dauer, Optionen für Verlängerungen, Ausstiegsmöglichkeiten – transparent gemacht werden, ist offen.

Swiss Hockey Nationaltrainer Patrick Fischer beantwortet Fragen der Journalisten bei einem Medientermin am Donnerstag, 20. April 2017, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Patrick Fischer: Hätte eigentlich ein Gehalt von 600'000 Franken pro Jahr verdient. Bild: KEYSTONE

Warum eine längere Vertragsdauer? Je länger der Vertrag, desto tiefer der Jahreslohn. Eigentlich müsste Patrick Fischer als «Poster Boy» unseres Hockeys heute per anno 600'000 Franken brutto verdienen. Er wäre jeden Rappen eines solchen Gehaltes wert. Inklusive Prämien kommt er heute auf gut 300'000 Franken.

Aber der Verband zieht gerade ein Sparprogramm durch und hat dabei bereits wichtige Entwicklungsprojekte bei der U 18- und U 20-Nationalmannschaft gestrichen. Und niemand weiss mit Sicherheit, ob in zweieinhalb Jahren die TV- und Vermarktungsrechte noch einmal für mehr als 30 Millionen verkauft werden können. Also liegt eine Verdoppelung des Gehaltes für den Nationaltrainer aus wirtschaftlichen und politischen Gründen einfach nicht drin.

Das sagt Fischers Berater

Patrick Fischers Freund und Berater Daniel Giger hat die Verhandlungen geführt. Er sagt: «Ich kann dazu nichts sagen. Aber ich habe sicher meinen Job gemacht …»

Eben: Daniel Giger hat seinen Job gemacht. Das ist die Kernaussage. Der Deal kann also verkündet werden. Kein anderer Agent im Land ist ein so kluger, weitsichtiger Verhandler wie Daniel Giger (45), auch er einst in Zug ein Teamkollege des Nationaltrainers. Mit der frühzeitigen Verlängerung des Vertrages, der nach der Heim-WM 2020 ausgelaufen wäre, ist auch sichergestellt, dass schon vor und dann während der WM nicht jeden Tag die Frage nach der Zukunft des Nationaltrainers gestellt oder gar noch polemisiert wird.

Ob bis 2022, 2024 oder samt Optionen bis 2026 ist eigentlich unerheblich – Hauptsache, der neue Vertrag ist gemacht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wunderwuzzi 24.10.2019 07:19
    Highlight Highlight Ideale Besetzung,Fischer ist eine coole Socke und weiss wie man Anzüge trägt.Danach könnte er der erste Schweizer Headcoach eines NHL Teams werden.
  • Freilos 23.10.2019 22:22
    Highlight Highlight Ziemlich viel EVZ sass da am Tisch mit Giger, Fischer und Weibel. Generell habe ich das Gefühl dass der Verband schon länger aus Zug geführt wird. Sei es früher mit Fredy Egli, den in Zug hochgeschätzten Sean Simpson, oder heute mit Fischer und Weibel.
    • Rockii 23.10.2019 23:58
      Highlight Highlight Na und? Zug hin oder her... Diese Leute verstehen was von ihrem Fach!👌
      Oder hättest du lieber eine Dubé dabei?😉
    • Hallo22 24.10.2019 11:02
      Highlight Highlight Ich denke zwar nicht, dass der Verband von Zug aus geführt, jedoch wird Zug in den nächsten Jahren, dank dem OYM, zu dessen Kunden die Nationalmannschaft gehören wird, zu einem sehr wichtigen Zentrum, wenn nicht dem Zentrum des Schweizer Eishockeys werden.
  • Couleur 23.10.2019 21:37
    Highlight Highlight Eine solche Schlauheit mit dem langfristigen Vertrag inklusive leistungsbezogenen Klauseln war man sich früher nicht gewohnt von diesem Altherrenclub. Da scheinen vermehrt Füchse angestellt zu sein. Bravo an alle Beteiligten für diesen Deal, so muss es sein.
  • adam gretener 23.10.2019 21:07
    Highlight Highlight Tiptop. Der richtige Mann an der richtigen Position. Seine Aufgabe ist es nicht, per One-Shot mal ins Halbfinal zu kommen, sondern langfristig eine Basis aufzubauen.

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