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Alexander Eichwald meldet sich erneut und kritisiert die AfD

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Alexander Eichwald rechnet in einem Video mit der AfD und den Medien ab.Bild: screenshot youtube

Die AfD will ihren «Hitler-Redner» loswerden – jetzt rechnet Alexander Eichwald ab

Der durch seine in Rhetorik und Gestik an Adolf Hitler erinnernde Rede bei einem AfD-Anlass bekannt gewordene Alexander Eichwald meldet sich erneut zu Wort. Dem 30-Jährigen droht der Ausschluss aus der AfD.
23.04.2026, 08:0123.04.2026, 08:20

Seine Rede bei einem Treffen der neu aufgestellten Jugendorganisation der AfD im vergangenen November sorgte weit über Deutschland hinaus für Aufsehen: Ein junger Mann namens Alexander Eichwald irritierte mit einer nicht nur inhaltlich sondern auch in seiner gesamten Rhetorik und Gestik an Adolf Hitler mahnenden Rede selbst die AfD-Mitglieder vor Ort. Der 30-Jährige bekräftigte in der Folge, seinen Auftritt durchaus ernst gemeint zu haben.

Wenig Freude hatte man bei der AfD selbst an dem Auftritt. Selbst Co-Parteichef Tino Chrupalla sah sich genötigt, Stellung zu Eichwalds Vorstellung zu nehmen. Er kündigte ein Parteiausschlussverfahren gegen diesen an, weil er der AfD «erheblich» schade und er sie mit seiner Rhetorik direkt mit der NSDAP in Verbindung bringe.

Eichwalds Rede vor den AfD-Mitgliedern.

Nun hat sich Alexander Eichwald in einem gut 30 Minuten dauernden Youtube-Video erneut an die Öffentlichkeit gewandt. In dem als «Abrechnung» betitelten Video geht Eichwald mit der Öffentlichkeit und insbesondere mit seiner Partei hart ins Gericht. Er erklärt, dass man in der AfD Narrative gegen ihn kreiert habe, die einzig zum Ziel hätten, ihn zu diskreditieren und gleichzeitig eigene Karrieren zu pushen.

In der halbstündigen, teils ziemlich wirren Abhandlung springt Eichwald zunächst von Thema zu Thema, über die Epstein-Files, zum Iran-Krieg, Trumps Zöllen und schliesslich zu persönlichen Abrechnungen mit AfD- und anderen politischen Exponenten und hin zu Kritik an Parteichef Chrupalla, den er als «rückgratlos» bezeichnet.

Weiter kritisiert er in demselben rhetorischen Stil mit übertrieben gerolltem «R» wie bei seiner Rede, dass er in den Medien mit Adolf Hitler verglichen oder als «Satiriker» und «Graf Dracula» bezeichnet wurde. Er sei lediglich authentisch: Er würde die Rede immer wieder halten und sei weder eingeschleust worden noch habe er Geld mit dem Auftritt verdient.

Wie der Spiegel schreibt, ist die öffentliche Stellungnahme zum jetzigen Zeitpunkt nicht überraschend. Kommenden Samstag findet das Parteiausschlussverfahren der nordrhein-westfälischen AfD gegen Eichwald statt. Die AfD begründet den geplanten Ausschluss des 30-Jährigen im Antrag mit einem «enormen Ansehensverlust». Eichwald selbst lehnt diese Begründung ab. Er ist weiterhin der Ansicht, dass seine Inhalte keinen Bezug zum Nationalsozialismus hätten, sondern vielmehr dem AfD-Parteiprogramm entsprächen.

Am Donnerstag will er einen zweiten Teil seiner Video-Abrechnung publik machen und auf konkrete Vorwürfe im AfD-Parteiausschlussverfahren eingehen. Er verabschiedet sich aus der Videobotschaft mit den Worten: «Vielen Dank fürs Zuschauen, Alexander Eichwald mein Name, Volkspolitiker zu ihren Diensten.»

(con)

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