12 Milliarden Dollar: Diese Midterms sind die teuersten aller Zeiten
Mehr als 9,5 Milliarden Dollar waren gemäss den bis Mitte Oktober eingereichten Unterlagen bei der US-Wahlbehörde FEC bereits ausgegeben worden. Die Organisation OpenSecrets, die Wahlkampffinanzierung in den USA untersucht, rechnet bis zum Ende des Wahlzyklus mit insgesamt 11,9 Milliarden Dollar.
Wie ABC News berichtet, wären dies die teuersten Midterms auf Bundesebene, die je registriert wurden. Zum Vergleich: 2022 lagen die Gesamtausgaben bei rund 8,9 Milliarden Dollar. Selbst inflationsbereinigt dürfte 2026 damit einen neuen Rekord aufstellen.
Super-PACs treiben die Kosten
Ein wesentlicher Grund sind sogenannte Super-PACs. Diese politischen Organisationen dürfen unbegrenzt Geld von Privatpersonen, Unternehmen und anderen Gruppen entgegennehmen und damit Kandidaten unterstützen oder bekämpfen. Sie dürfen ihre Ausgaben allerdings nicht direkt mit den Wahlkampfteams koordinieren.
OpenSecrets erwartet, dass allein solche externen Gruppen bis zum Ende des Wahlkampfs rund 3,9 Milliarden Dollar ausgegeben haben werden. 2022 waren es noch etwa 2 Milliarden. Konservative Organisationen lagen zuletzt mit rund 2,03 Milliarden Dollar vor liberalen Gruppen mit etwa 1,67 Milliarden.
Auch bei der klassischen politischen Werbung werden Rekorde gebrochen. Für Spots in Rennen um Senat, Repräsentantenhaus und Gouverneursposten wurden laut Wesleyan Media Project bereits mehr als 7,1 Milliarden Dollar ausgegeben. Rund 1,4 Milliarden davon entfielen allein auf zwei Wochen im Oktober.
Musk ist grösster Einzelspender
Besonders stark engagiert sich Elon Musk. Nach den bisher öffentlich verfügbaren Daten hat der Unternehmer rund 445 Millionen Dollar an politische Organisationen auf Bundesebene gegeben. Dazu gehören 215 Millionen an sein eigenes America PAC sowie 168 Millionen an den republikanisch ausgerichteten Senate Leadership Fund.
Auch auf demokratischer Seite fliessen enorme Summen. Während konservative externe Gruppen mehr Geld ausgeben, liegen demokratische Kandidaten bei ihren eigenen Wahlkampfausgaben vorne. OpenSecrets erwartet bis zum Ende des Wahlzyklus mehr als 2,2 Milliarden Dollar bei den Demokraten gegenüber rund 1,4 Milliarden bei republikanischen Kandidaten.
Die endgültige Rechnung wird erst nach der Wahl feststehen. Schon jetzt ist jedoch klar: Noch nie wurde bei US-Zwischenwahlen derart viel Geld ausgegeben. (mke)
