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US-Politiker tritt nach fragwürdigem Angebot an Angestellte zurück



Wegen eines fragwürdigen Angebots an zwei Mitarbeiterinnen ist in Washington ein weiterer Kongressabgeordneter zurückgetreten. Der Republikaner Trent Franks hatte mit diesen über eine Leihmutterschaft gesprochen - sie interpretierten dies als Aufforderung zum Sex.

Franks, seit 2003 für den US-Bundesstaat Arizona im Repräsentantenhaus, erklärte US-Medienberichten zufolge am Freitag seinen sofortigen Rücktritt. Die Ethikkommission des Repräsentantenhauses leitete eine Untersuchung ein.

Trent Franks räumte in einer Mitteilung ein, zwei seiner Mitarbeiterinnen in Verlegenheit gebracht zu haben, weil er mit ihnen über eine Leihmutterschaft gesprochen habe. Er und seine Frau hätten jahrelang versucht, ein Kind zu bekommen.

Das Magazin «Politico» berichtete unter Berufung auf Kongresskreise, die beiden Frauen hätten das Gespräch vielmehr als Aufforderung zum Sex interpretiert. Es sei nicht klar geworden, ob Franks eine Leihmutterschaft über künstliche Befruchtung oder Geschlechtsverkehr gemeint habe.

Die Zeitungen «Washington Post» und «New York Times» berichteten, Franks habe einer der Frauen fünf Millionen Dollar angeboten, wenn sie ein Kind für ihn und seine Frau austrage.

Laut «Politico» wies Franks die Vorwürfe über seinen Sprecher zurück. In einer ersten Erklärung hatte der als Abtreibungsgegner geltende Franks erklärt, «absolut niemals irgendein Mitglied aus seinem Kongressbüro körperlich eingeschüchtert oder gezwungen zu haben, noch habe er versucht, sexuellen Kontakt mit einem Mitarbeiter zu haben, oder diesen gehabt».

Franks ist nach den Demokraten John Conyers und Al Franken das dritte Mitglied des US-Kongresses, das in dieser Woche wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung seinen Rücktritt erklärte. (sda/afp)

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