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Arbeitsmarkt: Schweizer Stellenmarkt deutlich schwächer als vor einem Jahr



Frankenschock und Schuldenkrise beeinträchtigen die Stimmung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Innert Jahresfrist ist die Zahl der ausgeschriebenen Stellen um 8 Prozent gesunken. Betroffen sind vor allem die Ostschweiz, Zürich und die Genferseeregion.

Dies zeigt der am Donnerstag veröffentlichte Adecco Swiss Job Market Index. In der Genferseeregion ging die Zahl der ausgeschriebenen Stellen im Jahresvergleich um 20 Prozent zurück. Besonders der Bedarf an kaufmännischem Personal sank stark. Ausserdem wurden deutlich weniger Ingenieure, Informatiker und technische Fachkräfte gesucht.

Auch in der Ostschweiz wurde in den Berufsfeldern der Ingenieure und technischen Fachkräfte weniger Personal nachgefragt. Dies führte zu einer Abnahme von 11 Prozent, wie der Personalvermittler Adecco weiter mitteilte. In der Nordwest-und der Zentralschweiz verringerte sich das Stellenangebot mit minus 10 Prozent ebenfalls deutlich.

Die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit der Währungsentwicklung, der Personenfreizügigkeit und der europäischen Schuldenkrise lässt die Unternehmen vorsichtig agieren, was sich auch in der defensiven Personalsuche äussert", wird der Arbeitsmarktexperte Alexander Salvisberg von der Uni Zürich in der Mitteilung zitiert.

Im zweiten Quartal stabil

Seit März dieses Jahres hat sich die Zahl der ausgeschriebenen Stellen mit einer minimalen Abnahme von 1 Prozent jedoch kaum verändert. Eine positive Quartalsentwicklung verzeichnen aber lediglich die Regionen Espace Mittelland (+ 9 Prozent) und Zentralschweiz (+ 2 Prozent).

Von der Marktschwäche betroffen sind hingegen vor allem die Regionen Ostschweiz (- 6 Prozent), Zürich (- 4 Prozent) und Genfersee (- 8 Prozent).

Lichtblick: Finanz und Treuhand

Eine deutlich positive Tendenz verzeichnete im zweiten Quartal der Bereich Finanz und Treuhand (+ 12 Prozent). Der in der Folge der Finanzkrise längere Zeit auf tiefem Niveau stagnierende Zweig scheint sich etwas zu erholen.

Auch in den Gebieten Industrie und Bau sowie Management und Organisation ist der Personalbedarf gestiegen (je + 4 Prozent), wobei der erste Bereich vor allem im Ausbaugewerbe Personal sucht. Weniger Personal wird in der Technik und Informatik (- 4 Prozent) gesucht. (sda)

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