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Naturhistorisches Museum Basel zeigt Mumien aus aller Welt



Über 60 Tiermumien und zahlreiche menschliche Mumien sind ab Freitag im Naturhistorische Museum Basel zu sehen. Die Sonderausstellung geht insbesondere der Frage nach, unter welchen Bedingungen tote Körper die Zeit überdauern.

Der grösste Teil der in der Ausstellung «Mumien - Rätsel der Zeit» präsentierten Exponate ist auf natürliche Weise - ohne Manipulation des Menschen - mumifiziert worden, heisst es in einer Mitteilung des Naturhistorischen Museums vom Donnerstag. Die Tiermumien seien etwa in einer Höhle ausgetrocknet, im Eis gefroren oder in einem Keller verendet.

Aufgezeigt wird in der Ausstellung zudem, dass menschliche Mumien längst nicht nur im alten Ägypten zu verorten sind, wie es weiter heisst. So werden die Geschichten von Mumien aus dem Weerdinger Moor in den Niederlanden oder derjenigen aus dem ungarischen Dominikanerkloster Vác erzählt.

Mumien seien individuelle Zeugen der Geschichte und daher kulturhistorisch unschätzbar wertvoll. Sie würden nicht nur Informationen über persönliche Schicksale liefern, sondern auch aufzeigen, welche Bedeutung unterschiedliche Kulturen dem Leben und Tod beigemessen haben.

Dame aus der Barfüsserkirche

Die in Basel gezeigte Ausstellung ist ursprünglich von den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim (D) konzipiert worden. Das Naturhistorische Museum Basel hat die Wanderausstellung mit zahlreichen Exponaten ergänzt, unter anderem mit solchen, die der Öffentlichkeit so bislang noch nie zugänglich gewesen seien. Es handle sich um eine der grössten Mumienausstellungen der Welt.

Zu sehen ist auch eine mumifizierte Dame, die 1976 in der Basler Barfüsserkirche gefunden worden war. In deren Präsentation fliessen Ergebnisse der aktuellen Forschung des Museums ein. Dabei habe sich herausgestellt, dass die mit der Barfüssermumie gefundenen Textilreste und der Sarg 200 Jahre jünger sind als die Mumie selber. Die Dame müsse demnach umgebettet und neu eingekleidet worden sein.

Auf eine Überraschung seien Forscher auch bei Untersuchungen einer über 600-Jahre alten Inka-Mumie aus Peru gestossen, wie es weiter heisst. Die als Krieger aufgemachte Mumie enthielt in ihrem Innern keinen Körper eines Erwachsenen, sondern einen achtjährigen Knaben. Über Fragen zu anderen in Basel gezeigten Mumien, etwa solcher aus Südamerika, würde derzeit noch immer gerätselt.

Die Sonderausstellung «Mumien - Rätsel der Zeit» ist im Naturhistorischen Museum Basel bis zum 30. April 2017 zu sehen. Im Umfeld der Ausstellung finden Vorträge mit Experten zu Forensik, Naturwissenschaften und zur Kulturgeschichte statt. Erlebt werden kann an einem Spezialanlass im November zudem, wie eine Mumie wissenschaftlich gescannt wird.

http://www.nmb.bs.ch (sda)

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