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Bär schafft in Uri die Wahl zur Frau Landammann nicht auf Anhieb



Bei der Urner Landammannwahl kommt es zu einem zweiten Wahlgang: Niemand hat am Sonntag das absolute Mehr erreicht. FDP-Regierungsrätin Barbara Bär, die gemäss Turnus an der Reihe wäre, liegt hinter Parteikollege Roger Nager zurück.

Nager erhielt 3746 Stimmen, Barbara Bär 3728. Auf Vereinzelte entfielen 526 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 4001 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrugt knapp 38 Prozent. Somit kommt es am 22. April überraschend zu einem zweiten Wahlgang, das ist in Uri aussergewöhnlich.

In Uri ist es Brauch, dass der scheidende Landammann von dessen Stellvertreter, dem Landesstatthalter, beerbt wird. Das war zumindest in den letzten 20 Jahren so.

Als Nachfolgerin des amtierenden Landammanns Beat Jörg (CVP) wäre gemäss Turnus Frau Landesstatthalter Bär an der Reihe. Sie eckte wegen ihrer Asyl- und Sozialpolitik an. Die SVP empfahl deswegen nicht Bär zur Wahl, sondern ihren Parteikollegen Nager.

Unbestritten war die Kandidatur von CVP-Regierungsrat Urban Camenzind als neuer Landesstatthalter. Er wurde am Sonntag mit 5989 Stimmen gewählt. Hier lag das absolute Mehr bei 3486.

Amtierende in Obwalden bestätigt

Bei den Regierungsratswahlen im Kanton Obwalden haben die drei bisherigen Regierungsräte die Wahl geschafft. Für die verbleibenden zwei Sitze gibt es am 8. April einen zweiten Wahlgang.

Das beste Resultat der amtierenden Regierungsräte erzielte Baudirektor Josef Hess (parteilos). Er kam mit 11'111 Stimmen klar über die Hürde des absoluten Mehrs von 7269 Stimmen. Dahinter folgten Christoph Amstad (CVP), Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartements, mit 10'239 Stimmen, und Finanzdirektorin und Frau Landammann Maya Büchi-Kaiser (FDP) aus Sachseln mit 7732 Stimmen.

Um die frei werdenden Sitze von Franz Enderli (CSP) und Niklaus Bleiker (CVP) kommt es zu einer Stichwahl. Das beste Resultat der neuen Kandidaten erzielte Christian Schäli (CSP). Auf ihn entfallen 6884 Stimmen, gleich dahinter folgt SVP-Kandidat Daniel Wyler aus Engelberg mit 6291 Stimmen.

Die letzten drei Plätze belegten der zweite CVP-Kandidat Michael Siegrist (5106 Stimmen) und die beiden wilden Kandidaten, der parteilose Florian Spichtig aus Sachseln (4605) und Jürg Berlinger, 48-jähriger Sarner Gemeindepräsident und CVP-Kantonsrat, der ohne die Unterstützung seiner Partei antrat (4272). Die Stimmbeteiligung lag bei fast 57 Prozent (2014: 47 Prozent).

Die SP und die SVP sind die Gewinnerinnen der Parlamentswahlen im Kanton Obwalden. Beide legen je zwei Sitze zu. Stärkste Kraft bleibt die CVP, auch wenn sie drei Sitze einbüsste. Auch die FDP verliert zwei Sitze. Die CSP gewinnt einen Sitz.

Amtierende auch in Nidwalden stark

Auch die bisherigen Regierungsmitglieder in Nidwalden, Karin Kayser, Otmar Filliger und Josef Niederberger (alle CVP), Res Schmid (SVP und Alfred Bossard (FDP) liegen deutlich in den sieben Regierungsrängen.

Zurück liegen die vier Neuen. Am besten schnitten bislang Joe Christen und Niklaus Reinhard (beide FDP) ab, vor Michèle Blöchliger (SVP). Auf dem letzten Platz liegt der wild kandidierende Conrad Wagner (Grüne). Stand jetzt würde es die FDP schaffen, einen dritten Sitz auf Kosten der SVP zu erobern.

Im Kanton Glarus verteidigte die BDP ihren Regierungssitz. Ihr Kandidat, der 49-jährige Kaspar Becker, schaffte den Sprung in die kantonale Exekutive. Dort ersetzt er Robert Marti, der nach 21 Jahren als Regierungsrat auf eine erneute Kandidatur verzichtete.

Das fünfköpfige Glarner Regierungsteam bleibt gemäss dem Resultat der Gesamterneuerungswahlen bürgerlich. Die SP schaffte die Rückkehr nach vier Jahren Abwesenheit nicht. Ihr Kandidat, der 56-jährige Christian Büttiker, holte zu wenige Stimmen, um jenen Sitz zurück zu erobern, den die Sozialdemokraten mit der überraschenden Abwahl von Christine Bickel verloren hatten.

Die vier Bisherigen wurden problemlos wieder gewählt. Dabei handelt es sich um Landammann Rolf Widmer (CVP), Landesstatthalter Andrea Bettiga (FDP), Marianne Lienhard (SVP) und Benjamin Mühlemann (FDP). Die Stimmbeteiligung betrug 41.9 Prozent. (sda)

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