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Grabkreuz von General de Gaulle in Frankreich umgestossen



Das Grab von Frankreichs legendärem früheren Staatschef Charles de Gaulle ist geschändet worden. Ein etwa 30 Jahre altes «Individuum» sei am Samstag auf das Grab im nordfranzösischen Colombey-les-deux-Eglises gestiegen.

Mit zwei Tritten habe die Person das anderthalb Meter hohe Steinkreuz auf dem Grab umgestossen, teilte die Polizei mit. Das Kreuz sei zerbrochen, der Grabstein aber nicht beschädigt worden.

Da die Grabstätte des Generals rund um die Uhr gefilmt wird, wissen die Ermittler nach eigenen Angaben, dass die Tat um 17.14 Uhr von einem Einzeltäter begangen wurde. Die Tat habe «weniger als eine Minute» gedauert, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Täter war demnach nicht vermummt.

General de Gaulle hatte sich 1940 im britischen Exil an die Spitze des Freien Frankreichs gestellt, das gegen die Nazi-Besatzung kämpfte. 1958 gründete er die Fünfte Republik in Frankreich, von 1959 bis 1969 war er ihr Präsident. 1970 starb er kurz vor seinem 80. Geburtstag. In dem Dorf Colombey-les-deux-Eglises liegt er neben seiner Frau Yvonne und seiner Tochter Anne begraben. (sda/afp)

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