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Türkei: Kurden-Gruppe aus der Türkei bekennt sich zu Ankara-Anschlag



Die aus der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK hervorgegangene militante Splittergruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) hat sich zu dem Anschlag in Ankara bekannt.

«Wir haben im Herzen des faschistischen türkischen Staates in Ankara zugeschlagen», teilte die Gruppe am Freitag auf ihrer Homepage mit. Bei dem Selbstmordattentäter habe es sich um einen TAK-Kämpfer aus der osttürkischen Stadt Van gehandelt. Damit widerspricht die TAK der türkischen Regierung, die die syrischen Kurdenmilizen der YPG für den Anschlag verantwortlich machte.

Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hatte gesagt, bei dem Attentäter habe es sich um einen YPG-Kämpfer aus Nordsyrien gehandelt, der 1992 geboren worden sei. Die YPG hat jede Beteiligung an dem Anschlag zurückgewiesen und die Anschuldigungen einen Vorwand der Türkei für einen Einmarsch in Nordsyrien genannt.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Freitag trotzdem darauf beharrt, dass der Selbstmordattentäter «definitiv» der YPG angehört habe. Der Attentäter hatte am Mittwochabend 28 Menschen mit in den Tod gerissen.

Ankara betrachtet die YPG als syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK), während der Westen sie als wichtigen Verbündeten gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ansieht.

Die TAK ging 2004 aus der PKK hervor und verübte Anschläge in Städten. Ende vergangenen Jahres hatte sich die TAK zu einem Mörserangriff auf den Istanbuler Flughafen Sabiha Gökcen bekannt. (sda/dpa)

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